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Bergwerk Käpfnach EarthCache

Hidden : 12/26/2015
Difficulty:
2 out of 5
Terrain:
2.5 out of 5

Size: Size:   other (other)

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Geocache Description:






Das ehemalige Bergwerk Käpfnach ist mit einer gesamten Stollenlänge von mehr als 80 km das grösste Braunkohlebergwerk der Schweiz. Zwischen 1548 und 1946 wurde wiederholt Kohle abgebaut, zum Höhepunkt des Abbaus, um 1870, wurden total 11'700 Tonnen Braunkohle pro Jahr gefördert. Um 1947 wurde die Förderung eingestellt, und die Anlage weitgehend zugeschüttet und verschlossen. Erst seit 1995 ist ein Teil des Stollensystems dank der Anstrengungen eines lokalen Vereins wieder für Besichtigungen offen.

Die Ankerkoordinaten im Listing bringen Dich tief ins Aabach-Tobel. Die Gesteinsschichten hier gehören zu der Oberen Süsswassermolasse (mittleres Miozän, vor 12-16mio Jahren). Kohlen bilden sich primär aus abgestorbenem Pflanzenmaterial, das sich in Mooren zunächst als Torf ansammelt, und nach Überdeckung mit verschiedenen Sedimenten unter Druck und Luftabschluss in Braunkohle wandelt. Dieser geochemische Prozess wird als Inkohlung bezeichnet. Bedingt durch die Entstehung wurden auch tote Tiere in dieser Schicht eingeschlossen, weshalb beim Abbau auch eine grosse Zahl von Fossilien (Schildkröten, Krokodile, Biber, Ur-Elefanten, Nashörner, Pflanzen und Schnecken) gefunden wurden. Viele dieser Fossilien können heute im Paläontologischen Museum der Universität Zürich besichtigt werden.




Die Braunkohle-Schicht ist nur etwa 30cm dick, was den Abbau aufwändig machte, und die grosse Ausdehnung des Stollensystems erklärt. Viele Seitenstollen waren nur 40-60cm hoch und die Bergleute arbeiteten im Liegen. Im Aabach-Tobel ist diese dünne Kohleschicht nur noch an zwei Stellen direkt an der Oberfläche sichtbar, und beide befinden sich schwer zugänglich an einem rutschigen Steilhang (dort musst Du für diesen Cache aber nicht hin).

Über dem Kohleflöz liegt eine mächtige Schicht von Tonmergel, die im Aabach-Tobel etwas oberhalb vom Abbaugebiet an einem Prallhang deutlich sichtbar ist. Weiter oben im Tobel stürzt der Bach über einen ca 10m hohen Wasserfall, den Aabach-Giessen. Auch dort sind die Schichtungen der Oberen Süsswassermolasse (Mergel, Sandsteine und Kalkstein) gut sichtbar.


Fragen:

(Station #1 - Hinweistafel bei den Ankerkoordinaten)
1. Warum weist die Braunkohle eine schlechte Qualität auf?
2. Wann waren die zwei wichtigsten Abbauphasen?

(Station #2 - Hinweistafel bei N 47° 14.661 E 8° 36.999)
3. Was ist mit dem Stolleneingang am gegenüberliegenden Ufer passiert?

(Station #3 - Prallhang mit sichtbarer Schichtung, N 47° 14.584 E 8° 37.090)
4. Wie verlaufen die Gesteinsschichten?  (Neigung talwärts, horizontal, oder bergwärts?)
5. Welchen Einfluss hatte dieser Verlauf auf den Kohleabbau?


Bitte sende mir die Antworten über die "Message" Funktion von geocaching.com. Du kannst den Cache sogleich loggen, und musst keine Log-Erlaubnis abwarten. Wenn etwas nicht stimmt, melde ich mich.

Nach dieser Station kannst Du dem Weg noch ca 400m weiter aufwärts folgen, bis zum Aabach-Giessen. Wenn Du nicht den gleichen Weg zurück willst, kannst Du 200m oberhalb des Wasserfalls entlang eines steilen Weges die Westseite des Tobels erklimmen, und dann via das Landgut "Bocken" und schmale Strässchen zurück zum Parking.

Das Bergwerksmuseum (Waypoint) ist normalerweise an Samstagen von April bis November von 13-16Uhr geöffnet. Der öffentliche Wanderweg im Aabachtobel und dieser Earthcache können jedoch jederzeit und unabhängig vom Museum besucht werden. Näheres zum Museum auf http://www.bergwerk-kaepfnach.ch

Quellenverzeichnis:
Die zürcherischen Molassekohlen und ihre Ausbeutung 1941-1946. Armin von Moos, 31. März 1947
Kohlenbergwerk Käpfnach, géotope suisse, no 213
Lithostratigraphisches Lexikon der Schweiz, strati.ch
Karte vom Stollensystem, ETH Zürich

Additional Hints (No hints available.)