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(Fahrrad-) Rundgang "Widerstand in Lichtenberg" Multi-Cache

Hidden : 12/13/2015
Difficulty:
1.5 out of 5
Terrain:
1.5 out of 5

Size: Size:   small (small)

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Geocache Description:


(Fahrrad-) Rundgang "Widerstand in Lichtenberg"

Station 1) Widerstand im Lokal "Zur Tonne"

Nach der Zerschlagung der linken Organisationen im Jahr 1933 und der Verschleppung prominenter sozialdemokratischer Funktionäre wurden nach den Regeln der Konspiration auch illegale Gruppen der SPD gebildet. Diese verbreiteten antinazistische Druckschriften, sammelten Geld für Familien Inhaftierter oder boten Zusammenhalt für Sozialdemokrat_innen oder Gleichgesinnte. Im Berliner Osten war der Lichtenberger Alfred Markwitz eine der zentralen Akteure der illegalen SPD-Bewegung. Dieser organisierte Treffen in verschiedenen Lichtenberger Lokalen, zu denen auch das Arbeitersportlokal „Zur Tonne“ von Max Köhler in der Prinz-Albert-Straße 1 (heute Nöldnerstraße) gehörte. Nach Ermittlungen der Geheimen Staatspolizei (Gestapo) und der Feststellung der Verflechtungen mit der illegalen SPD wurde der Gastwirt am 17. Mai 1935 festgenommen. Die Gaststätte, die zwischen zwei S-Bahnbrücken lag, wurde durch die Polizei geschlossen. Köhler selbst wurde erst am 2. April 1936 freigelassen.

Aufgabe für den Final: In der Nähe des Standortes steht ein Straßenschild für die Karlshorster Straße.
A = Welche Zahl (Hausnummer) ist an dem Straßenschild angegeben?

 

Station 2) Widerstand im Lokal "Sievert"

Ein weiteres Lokal, das durch die illegale SPD-Bewegung als Treffpunkt genutzt wurde, war das Lokal „Sievert“, das an der Ecke Kant- / Türrschmidtstraße (heute Ecke Kaskel- / Türrschmidtstraße) lag. Im Frühjahr 1934 wurde der Gestapo durch Spitzel mitgeteilt, dass sich in dem in Lichtenberg gelegenen Lokal von Anna Sievert an bestimmten Wochentagen ehemalige Mitglieder der SPD zu Besprechungen trafen, um Richtlinien bezüglich der illegalen Tätigkeit bekannt zu geben. Zu den Treffen kamen wechselnde Menschen. Einzig die Sozialdemokraten Alfred Markwitz und Walter Riedel nahmen kontinuierlich teil. Im Laufe des gleichen Jahres wurde zudem bekannt, dass auch illegales Material, welches verteilt wurde, in dem Lokal gelagert wurde. Bei einer Durchsuchung am 7. März 1935 wurden unter dem Schanktisch 700 Exemplare der Untergrundschrift „Sozialistische Aktion“ gefunden.

Die Gastwirtin wurde am 4. Februar 1936 zusammen mit anderen Sozialdemokrat_innen angeklagt und zu 10 Monaten Gefängnis verurteilt. Zudem wurde ihr die Gaststätte entzogen.

Aufgabe für den Final: An der Straßenecke ist ein Laden.
B = Wieviel Stufen führen in den Laden? 

 

Station 3) Ein Denkmal für "Rote Kapelle"

Im Jahr 1941 war von der deutschen Funkabwehr eine verstärkte Tätigkeit einzelner Funkstationen in Westeuropa an eine sowjetische Empfangsstelle festgestellt worden. Für die in diesem Zusammenhang gesuchten Funker_innen prägte die Abwehrstelle III F Belgien den  Fahndungsnamen „Rote Kapelle“. Unter diesem Begriff ermittelte die Gestapo im Zeitraum von 1941 bis 1943 tatsächliche oder vermeintliche nachrichtendienstliche Kontakte zur Sowjetunion. Aus geschichtlicher Perspektive handelt es sich deshalb bei der „Roten Kapelle“ nicht um eine feste Organisation oder Struktur, sondern um unterschiedliche Personen und Gruppen, die in den ersten Kriegsjahren mit sowjetischen Nachrichtendiensten in Verbindung standen und in den Jahren 1942/43 inhaftiert wurden.

Zu diesen Gruppen gehörten auch die seit Mitte der 1930er Jahre in Berlin agierenden Widerstandskreise um Arvid Harnack und Harro Schulze-Boysen, die über 150 Frauen und Männer umschließen. Diese Menschen fanden sich aus unterschiedlichen sozialen und politischen Milieus zusammen. Ihre wenigen Aktionen wie Flugblattverteilungen oder Plakatklebeaktionen sollten ihre Mitbürger_innen aufrütteln und dazu beitragen, den Krieg zu beenden. 1942 wurde die Gruppe verraten und die meisten Mitglieder enttarnt und verhaftet. 49 Mitglieder wurden zum Tode verurteilt.

Aufgabe für den Final: An dem Denkmal für die "Rote Kapelle" sind Schilder mit Informationen angebracht.
C = Mit wie vielen Schrauben sind die Schilder befestigt? 

 

Station 4) Ein Stolperstein für Frieda Rosenthal

Die frühere Berliner Kommunalpolitikerin und Widerstandskämpferin Frieda Rosenthal lebte in der Fanningerstraße 53. Sie kam in einer Arbeiterfamilie zur Welt und lernte nach dem Besuch der Gemeindeschule Näherin. Bis nach dem Ersten Weltkrieg arbeitete sie in diesem Beruf. Sie ließ sich danach als Fürsorgerin ausbilden und fand im Amt für Sozialfürsorge in der Gemeinde Lichtenberg eine Arbeitsstelle. Aufgrund ihres politischen Engagements engagierte sie sich in den Jahren 1919 bis 1933 in verschiedenen Parteien im linken Spektrum. 1919 trat sie der USPD bei, für die sie 1920 als Kommunalpolitikerin aktiv wurde. Im gleichen Jahr wechselte sie in die KPD, für die sie u.a. 1924 im Wahlkreis 14 (Berlin-Lichtenberg) in die Berliner Stadtverordentenversammlung gewählt wurde. 1930 wurde sie aus der KPD ausgeschlossen, weil sie im Februar die Erklärung einer oppositionellen Gruppe gegen den stalinistischen Kurs der KPD-Führung um Ernst Thälmann unterschrieben hatte. Vorübergehend gehörte sie danach einer Gruppe unabhängiger Kommunist_innen an, bis sie in die SPD und später in die SAP eintrat.

Im Juni 1933 wurde sie – nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten - als Fürsorgerin entlassen. In den folgenden Jahren war sie mit ehemaligen Mitgliedern der KPD im kommunalen Widerstand in Friedrichshain tätig. Im August 1936 wurde sie durch die Gestapo verhaftet, für die sie als die politische Leiterin der KPD-Gruppe in Friedrichshain galt. Sie wurde verhört und misshandelt. Es wurde ein „Verfahren wegen Hochverrat“ gegen sie und andere aus ihrer Widerstandsgruppe verhandelt. Trotz des hohen Drucks, unter dem sie durch die wiederholten Verhöre stand, weigerte sie sich, Namen aus dem Widerstandskreis zu nennen. Nach einer Gegenüberstellung am 15. Oktober 1936 war sie der Überzeugung, „infolge mangelhaften Personengedächtnisses einen Menschen falsch belastet“ zu haben. In derselben Nacht erhängte sich Frieda Rosenthal.

Aufgabe: Der Stolperstein für Frieda Rosenthal liegt vor einem Hauseingang.
D = Wie viele Klingeln sind dort zu finden.

 

Information über den Ort des Finals: Ein Stadion für Hans Zoschke

Im Jahr 1952 wurde das Stadion unter dem Namen „Hans-Zoschke-Stadion“ (heute HOWOGE-Arena „Hans Zoschke“) erbaut und ist mit einer Zuschauerkapazität von 9.900 Menschen nach dem Stadion „An der Alten Försterei“ das zweitgrößte reine Fußballstadion in Berlin. Es beheimatet den Fußballverein SV Lichtenberg 47. Benannt wurde das Stadion nach dem Metallarbeiter, Seemann, Sportler und Widerstandskämpfer Johannes (Hans) Zoschke. Er wuchs in Lichtenberg bei den Großeltern auf und spielte beim hiesigen Sportclub Empor Fußball. Dort lernte er Werner Seelenbinder, Fritz Riedel sowie andere bekannte Arbeitersportler kennen. Nach 1933 beteiligte sich Zoschke aktiv am Kampf gegen die Nazis und schloss sich einer von Beppo Römer geführten Widerstandsgruppe an, die sich mit der Organisation um Robert Uhrig zusammenfand. Er nahm an marxistischen Schulungen teil, verbreitete illegale, antifaschistische Literatur, klebte Antikriegsplakate im Lichtenberger Kiez. Im Jahr 1941 verbarg er Alfred Kowalke in seiner Wohnung.

Im Februar 1942 wurde Zoschke verhaftet. Am 5. September 1944 wurde er im Potsdamer Landgericht unter Roland Freisler zum Tode verurteilt und mit fünf Kampfgefährten im Oktober im Zuchthaus Brandenburg hingerichtet.

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Rechenweg für den Final:

N52° 31.X E013° 29.Y

X=17 + (B*C) - D

Y=(C*D*A) - 494

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Allgemeiner Hinweis:

Um die Rätsel zu lösen, ist es notwendig den Unterschied zwischen Ziffern und Zahlen zu kennen. Deshalb hier die allgemeine Definition, um Frustrationen beim Lösen der Rätsel zu vermeiden. Im Allgemeinen kann man sagen, das Ziffern bei Zahlen das sind, was Buchstaben bei Wörtern sind.

Ziffern: Es gibt im Dezimalsystem genau 10 Ziffern (0, 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9). Ziffern werden auch als Zahlsymbole oder Zahlzeichen bezeichnet.

Zahlen: Zahlen setzen sich aus einer oder mehreren Ziffern zusammen. Beispiel: Die Zahl 123 besteht aus den Ziffern 1, 2 und 3.

Additional Hints (No hints available.)