Die Bombardierung von Hartha Wherigo Cache
Die Bombardierung von Hartha
-
Difficulty:
-
-
Terrain:
-
Size:
 (micro)
Related Web Page
Please note Use of geocaching.com services is subject to the terms and conditions
in our disclaimer.
Eine Geschichte am Ende des Krieges, wie sie mir erzählt wurde:
Kurz vor Kriegsende, die Amerikaner kamen mit ihren Panzern aus Richtung Fröhne, war Hartha bereit zu kapitulieren. Die Bewohner hatte ihre Fenster schon mit weissen Fahnen und Bettlaken ausstaffiert, um nicht unnötig beschossen zu werden.
Trotzdem gab es einen Fanatiker, der sich mit seiner Panzerfaust in einer Weide versteckte und damit den ersten Panzer der amerikanischen Kolonne abschoss. Der zweite Panzer richtete darauf hin sein Rohr auf die Weide aus und beendete das Treiben mit einem Schuss.
Da die Amerikaner nun aber nicht wussten, auf wie viele von solchen Fanatikern sie nun noch hier stossen würden und ausserdem trotz der weissen Beflaggung beschossen wurden, ordnete man einen Rückzug und die Bombardierung der Stadt an.
Ein paar mutige Bürger gingen darauf hin unter Einsatz ihres Lebens zu den amerikanischen Stellungen, um die Stadt zu retten, indem sie die Amerikaner davon überzeugten, dass es sich hier um einen einzelnen Schützen handelte, was dann auch gelang.
Und hier die etwas genauere Version:
Im Frühjahr 1945 ließen fanatische Nazis und Wehrmachtsoffiziere Hartha zur Verteidigung vorbereiten. Auf dem Schützenplatz, dem Wiesenplatz und im angrenzenden Teil des Stadtwäldchens (...) wurden Schützengräben ausgehoben und Unterstände angelegt. In der Leipziger Strasse am Abzweig Wiesenstrasse errichtete man eine Panzersperre. Eines Tages im April 1945, die Rote Armee stand in Döbeln, die Brücke in Töpeln war gesprengt und die Amerikaner hatten Geringswalde besetzt, ertönte in Hartha “Panzeralarm”. Die Amerikaner griffen am 22.4.1945 in Umgehung der Panzersperre über Flemmingen an. An der Ecke Dresdener Strasse / Flemmingener Strasse blieb ein schwerer Panzer zur Rückendeckung postiert, während das Gros am Rathaus Stellung bezog. Das deutsche Militär hatte sich fluchtartig in die Stellungen auf dem Schützenplatz zurückgezogen. Die Verfolger erschienen kurz darauf am Forsthaus und ließen auch hier einen Panzer zur Sicherung Richtung Markt zurück. Amerikanische Panzer und Schützenpanzerwagen fuhren nun im Schritttempo die Nordstrasse entlang. Auf dem Schützenplatz kam es zum Kampf. Die Turnhalle wurde in Brand geschossen und kurze Zeit darauf fuhren die Amerikaner, die Gefangenen auf ihre Panzer geladen, zum Rathaus zurück. Gegen 17.00 Uhr ging der Rentner Alfred Seifert als Ausrufer mit Amerikanern durch die Strassen und verkündete: “Am Rathaus sind alle Waffen abzugeben! Von 19.00 Uhr bis 7.00 Uhr ist Ausgangssperre! Wer diese Anordnung nicht befolgt, wird erschossen!”
Zögernd verließen einige Einwohner ihre Häuser. Vor der Polizeiwache wuchs ein Berg von Waffen (...). Die Harthaer waren froh, mit Waffen nichts mehr zu tun zu haben. Der Krieg war vorbei. Wie sollten sie sich täuschen! Nachdem die Amerikaner ihre Ausgangsstellung in Geringswalde wieder bezogen hatten, wurde die Stadt von Steina her wieder von deutschem Militär besetzt. Mehrere Tage patroulierten nachts deutsche und tagsüber amerikanische Soldaten durch die Strassen. Das ging solange gut, bis am 24.4.1945 vormittags an der Ecke Leipziger Strasse / Weststrasse ein amerikanischer Schützenpanzerwagen durch einen Fanatiker mit der Panzerfaust abgeschossen wurde. Die überlebenden Amerikaner antworteten mit Handgranaten, und so konnte ein Deutscher weniger an Hitlers Endsieg glauben, ja er konnte nicht einmal identifiziert werden.
Am Nachmittag kreiste ein amerikanisches Aufklärungsflugzeug über der Stadt, und bald darauf begann ein zweistündiger Artilleriebeschuss mit ca. 2000 Granaten. Die Geschütze waren an der Fröhne, an der Geringswalder Chaussee und die schwere Artillerie in Arras hinter Geringswalde aufgefahren. (...)
Am nächsten Vormittag war Hartha mittels Bettüchern weiß beflaggt. Doch nur kurze Zeit, dann erschienen Wehrmachtsoffiziere mit ihren Kampfanzügen und und schossen mit Maschinenpistolen in die Fenster. In den nächsten Tagen gelang es den Amerikanern bis nach Waldheim vorzudringen und unser Gebiet von deutschem Militär zu säubern. Waldheim war für Wochen eine zweigeteilte Stadt, die Zschopau war Grenzfluss zwischen sowjetischer und amerikanischer Besatzungszone.
Quelle: Im Spiegel alter Ansichtskarten - Hartha und seine Dörfer, Geiger-Verlag, Horb am Neckar 1991
www.gangolf-frost.de/zipser_kulturwerkstatt/html/hartha.html

Doch nun zum Cache:
Eure Aufgabe ist es, den ehemaligen Standort der Weide zu finden, in der sich der Panzerfaustschütze versteckt gehalten hat. Dafür gibt es zwei Möglichkeiten:
Entweder ihr nutzt die Cartridge und spielt es als Reverse-Wherigo oder ihr findet einfach heraus, wo die Weide gestanden hat. Es gibt noch genug ältere Mitbürger, die euch diese Frage sicherlich beantworten können.
Für den Reverse-Wherigo:
X = Vor- und Nachname des Rentners (Anzahl der Buchstaben)
Y = mit was schoss der Fanatiker (Anzahl der Buchstaben)
Z = Anzahl der Granaten
Code#1: 890108 + X
Code#2: 576598 + Y
Code#3: 950861 + Z
TFTH!
Additional Hints
(Decrypt)
fpunh qvpu hz: tebff, tryo, vaara
va mjrv Zrgrea Uöur,
Fgrvtuvysr ibeunaqra
Treasures
You'll collect a digital Treasure from one of these collections when you find and log this geocache:

Loading Treasures