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Difficulty:
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Terrain:
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Size:
 (micro)
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DER MILLIONENBAU IN GEISLINGEN AN DER STEIGE IST EIN BAULICH IMPOSANTES GEBÄUDE. (Der Text stammt aus der Geislinger Zeitung vom 15.12.2012). Die angehängten Blider vermitteln Euch ein Bild von der Gebäudegröße.
"Das hebt weitere 100 Jahre" Der legendäre Millionenbau der WMF ist einer der ersten Stahlbetonbauten Der "Millionenbau": Jeder Geislinger kennt das imposante Bauwerk auf dem WMF-Werksgelände. Seine Bezeichnung ist ebenso geläufig wie "Fischhalle". Beide "Institutionen" sind nun rund 100 Jahre alt. Schon im Rohbau sind die gewaltigen Ausmaße zu erkennen. Der vielgeschossige Millionenbau der WMF wurde vor 100 Jahren noch ohne Kranen hochgezogen. Bild 1 von 2 Schon im Rohbau sind die gewaltigen Ausmaße zu erkennen. Der vielgeschossige Millionenbau der WMF wurde vor 100 Jahren noch ohne Kranen hochgezogen. 1912 prangt als Jahreszahl auf dem monumentalen "Millionenbau", der vielgeschossig an der Fabrikstraße auf dem Geislinger WMF-Areal in die Höhe ragt. Weshalb diese Zahl, können sich heute nicht einmal Gerhard Mayer und Gustav Bund so recht erklären. Sowohl der Architekt als auch der Leiter der Fabrikplanung wissen sonst nämlich jede Menge über diesen frühen Stahlbetonbau. Denn Baubeginn war bereits 1911. Fertiggestellt war das Gebäude 1914. Immerhin datiert die Genehmigung des Baugesuchs, das im WMF-Archiv liegt, vom Juni 1912. Millionenbau heißt im Volksmund der 140,40 Meter lange und 21,40 Meter breite Komplex, weil die Baukosten seinerzeit auf über eine Million Reichsmark kletterten. Die Gründung auf Tuffstein war unerwartet schwierig und langwierig. Zuvor musste der Hang beträchtlich abgetragen und mit massiven Mauern gestützt werden. Unverbürgt ist gleichwohl, dass bereits die Gründung so viel gekostet hat, wie ursprünglich für den ganzen Baukörper veranschlagt waren. Vor 100 Jahren wurde ein Produktions-Hauptgebäude errichtet, flankiert von zwei Erschließungs-Türmen für Treppenhaus, Aufzug, Sanitär- und Umkleideräume. In den 40er Jahren kamen in Richtung Südosten ein weiterer Hauptbau und ein dritter Turm hinzu. Zudem wurde ein weiterer Stock aufgesetzt. Eine Etage umfasst 2800 Quadratmeter. Die Produktionsgebäude sind siebengeschossig (Stockwerkshöhe meist 5,10 Meter), die Türme sind 14 Etagen hoch (je 2,50 Meter). Mit 36 Metern Gesamthöhe dürfte der Millionenbau jahrzehntelang das höchste Gebäude in Geislingen gewesen sein - sieht man vom Turm der Stadtkirche (63 Meter) ab. Noch sechs bis acht Meter unters Untergeschoss reichen beim Millionenbau die breiten Fundamente, weiß Gerhard Mayer. Die Wände sind einen Meter stark. Für Stabilität sorgen innen zudem Stützen im Abstand von 6,50 Metern. Der Millionenbau war seinerzeit ein hochmodernes Bauwerk, einer der ersten Eisenbetonbauten. Seine Stockwerke sind ausgelegt für Traglasten von mindestens 1,25 Tonnen, manche Decken sogar für zwei Tonnen je Quadratmeter. "Auf jedem Quadratmeter könnte also locker ein Auto stehen," verdeutlicht Gustav Bund die Belastbarkeit. Er berichtet aus der Gebäudegeschichte, dass seinerzeit quasi zur Baufreigabe eine Belastungsprobe gemacht wurde: Man schichtete 12 000 Sack Schotter, jeder Sack 50 Kilo schwer, auf den Etagen auf und maß vorher und nachher die Durchbiegung der Decke. Mit Rampen und Flaschenzügen, noch ohne Kranen, wurde der Stahlbetonbau in die Höhe gezogen, verdeutlicht Archiv Mayer die damalige Leistung. Die Personenaufzüge bediente anfangs noch ein Aufzugswärter, weiß Bund. Von Anfang an verfügte der Millionenbau über elektrisches Licht - schon ab 1881 erzeugte eine erste Turbine bei der WMF Elektrizität. Beheizt wurde das Gebäude mit einer Dampf-Zentralheizung. Zwischenzeitlich wurden nahezu alle alten Fenster durch doppelverglaste Kunststoffrahmenfenstern ersetzt, die Böden je nach Nutzung erneuert, die Räume insgesamt renoviert. Die Nutzung der Stockwerke ist derzeit vielfältig: Untergebracht sind im Millionenbau der Hotelausstatter Pro Heq mit der Galvanik für die Besteckversilberung (sichtbar auch einen Stock tiefer am Leitungsgewirr an der Decke, mit dem Chemikalien getrennt entsorgt werden). Im Millionenbau beheimatet sind unter anderem die Montage der Profi-Kaffeeautomaten für Gastronomie und Hotellerie, im Erdgeschoss die modernen Montagelinien für die hochwertigen Kaffeemaschinen für Privathaushalte. Drehmaschinen und Hightechanlagen, Serviceabteilung und Lagerräume kommen hinzu. Die meisten Stockwerke sind genutzt - dennoch ist der Wandel in der Produktion offensichtlich. Seinerzeit waren im Millionenbau bis zu tausend Beschäftigte, unter anderem an zahllosen Handschleifplätzen tätig, heute befinden sich dort vielleicht noch 150 Arbeitsplätze, schätzt Bund. Andererseits ist er sich aber auch gewiss: "Der Millionenbau hebt auch noch die nächsten hundert Jahre."
Additional Hints
(Decrypt)
Qvr Snoevxfgenßr vfg süe qra Irexrue trfcreeg. Ovggr haorqvatg mh Shß trura.
Vz Yvfgvatgrkg fvaq Vasbf süe qra Pnpur "Zvyyvbaraonh OBAHF"
Qn qvr Qbfr vzzre jvrqre sruyg, tvyg no fbsbeg rva Sbgb ibz „Ebgra Qvat“ vz Ybt nyf Shaq.