Über die Werkstatt für Behinderte
Es herrscht reger Betrieb am Walther-Rathenau-Ring, mitten im Gewerbepark Belecke. Es werden verschiedenste Materialien montiert, verpackt, mit Lasern beschriftet. Jeden Tag von acht bis kurz vor vier. Ganz normaler Arbeitsalltag eben, wenn auch nicht auf dem ganz normalen Arbeitsmarkt.
„Anders“ ist: Die Mitarbeiter hier sind geistig behindert, nicht selten dazu noch körperlich. Um ihre Arbeit zu leisten, bekommen sie hier die nötige Unterstützung. Bei allen liegt eine Erwerbsminderung vor, sonst wären sie nicht hier, in der Warsteiner Zweigstelle der WfB, der Werkstatt für Behinderte Lippstadt. Die aber wohl größte Auffälligkeit an diesem Ort: Man sucht hier vergebens unzufriedene Gesichter.
170 Beschäftigte im Alter von 18 bis 65 sind derzeit in Belecke tätig. Gearbeitet wird in neun Arbeitsgruppen.
Jeder Werkstatt-Bereich wird geführt von einem Meister aus Industrie oder Handwerk mit pädagogischer Zusatzausbildung. Wenn die Ausdauer eines Mitarbeiters nicht reicht, wird eine Pause gemacht. Oder Sport oder ein kurzes Nickerchen im Ruheraum. Jeder so, wie er kann.
Die Aufträge für die Werkstatt kommen zum Großteil von Firmen aus der Region.
So namhaft die Auftraggeber, so ambitioniert ist das übergeordnete Ziel der WfB, die Mitarbeiter nach Möglichkeit (wieder) in den allgemeinen Arbeitsmarkt einzugliedern.