Skip to content

Schlottwitzer Achate und Amethyste EarthCache

Hidden : 1/26/2016
Difficulty:
3 out of 5
Terrain:
3 out of 5

Size: Size:   other (other)

Join now to view geocache location details. It's free!

Watch

How Geocaching Works

Please note Use of geocaching.com services is subject to the terms and conditions in our disclaimer.

Geocache Description:







Schlottwitzer Achate und Amethyste

Im Osterzgebirge findet man eine Reihe von Quarzgängen, die mitunter reichlich Baryt und Fluorit führen. Auch der annähernd in Nord-Süd-Richtung streichende, 1721 erstmals schriftlich erwähnte und 1750 nach einem Hochwasser der Müglitz wiederentdeckte Achatgang von Schlottwitz ist ein Vertreter dieses Gangtyps. Er ist an eine mächtige tektonische Störungszone innerhalb des Freiberg-Fürstenwalder Blockes gebunden und stellt heute das wohl bekannteste Achatvorkommen in Sachsen dar.



Sein Verlauf lässt sich über eine Länge von etwa sechs Kilometern von Döbra im Süden über Berthelsdorf und Oberschlottwitz bis nach Niederschlottwitz im Norden verfolgen. Der in mittel- bis grobkörnigem Biotitgneis liegende Gang wird bei Oberschlottwitz durch die Müglitz so spitzwinklig angeschnitten, dass der Gang fast bis nach Niederschlottwitz im Flussbett verläuft. Besonders im nördlichen Teil des Ganges ist neben dem Gneis auch Rhyolith (Quarzporphyr) als Nebengestein anzutreffen.

Die Mächtigkeit der mit Quarz, Achat, Amethyst, Hämatit und Baryt mineralisierten Gangzone schwankt stark, zwischen 10 Metern und annähernd 100 Metern, am besten ist sie im Quarzporphyr entwickelt. Wo sie in das Flussbett der Müglitz eintritt, bildet sie steile Klippen und Felsen, im Tal selbst ist der Achat meist von Sedimenten überdeckt. Da der Verwitterung Angriffsflächen gegeben sind, geraten fortlaufend Gangstücke in die Schotter der Müglitz und sind als Leitgeröll auch in der Elbe zu finden.



Die Mineralisation begann vor etwa 265 Millionen Jahren im Perm, der Ganginhalt hat sich dabei aus hydrothermalen (heißen und wässrigen) Lösungen abgesetzt, während parallel dazu tektonische Prozesse stattfanden. Auch deutlich jüngere Sedimente aus der Zeit der Oberkreide, cenomane Sandsteine, wurden durch Baryt verkittet, die entsprechenden Bildungsprozesse fanden mindestens bis zum Oligozän, vielleicht sogar bis zum Pleistozän, statt.



Südlich von Oberschlottwitz ist die Gangzone vor allem am rechten Müglitzufer aufgeschlossen (Königsfelsen), weiter nördlich findet man die Achate und Amethyste jedoch eher auf der linken Seite des Flusses (Roter Felsen und Achat-Claim).



Wir beginnen unsere Exkursion am Haltepunkt Oberschlottwitz, marschieren in nördlicher Richtung bergan und sehen links und rechts des Weges schon bald die ersten Felsen und Aufschlüsse. Dabei handelt es sich um geschützte Geotope. Geotope sind ganz besondere geologische Phänomene, die mit ihrer Einzigartigkeit und Schönheit für bestimmte geologische Phasen und Prozesse stehen und diese als Fenster in die Erdgeschichte uns heute dokumentieren. Neben der geologischen Einzigartigkeit bieten Geotope eine Vielzahl an seltenen Pflanzen und Tieren. Wir verhalten uns entsprechend umsichtig und schonen die Natur. Wir beachten vorhandene Absperrungen und bleiben auf den Wegen!

Am Wegpunkt 1 befinden wir uns oberhalb des Roten Felsens, im weiteren Wegverlauf geht es wieder bergab und vorbei am sogenannten Achat-Claim, wo man nach Voranmeldung ganz offiziell sammeln darf. Auf unserer Wanderung zum Wegpunkt 2 passieren wir mehrere Stellen, an denen die Aufschlusssituation mal mehr und mal weniger gut ist. Das Graben und Hämmern ist aus Naturschutzgründen selbstverständlich nicht gestattet, eine eventuelle Mitnahme von Lesesteinen sollte sich auf einzelne Belegexemplare beschränken.



Euren Vor-Ort-Besuch dieses Earthcaches dürft ihr sofort loggen. Parallel dazu beantwortet ihr mir bitte die nachfolgenden Fragen. Nutzt dazu die Kontaktmöglichkeiten über mein Geocaching-Profil. Bei eventuellen Fehlern melde ich mich bei euch.

1) Beschreibt die heutige Aufschlusssituation oberhalb des Roten Felsens (Wegpunkt 1) mit eigenen Worten!

2) Auf eurem Weg zum Wegpunkt 2 solltet ihr auch außerhalb des eingezäunten Claims Achat- oder Amethyst-Funde machen. Beschreibt eure Fundstücke! Ist eine Bänderung oder eine Trümmerung erkennbar, gibt es freistehende Kristalle oder Drusen? Welche Farben haben der Achat und/oder der Amethyst? Nutzt gegebenenfalls etwas Wasser, um die Strukturen besser sichtbar zu machen.

3) Vielleicht ist euch aufgefallen, dass die im Listing abgebildeten Fundstücke, die frisch geschnitten und poliert sind, im Vergleich zu den Fundstücken vor Ort besonders prächtig erscheinen. Was denkt ihr, welche Umweltfaktoren sorgen dafür, dass die Amethyst- und Achat-Lesesteine äußerlich oft blass und wenig farbenfroh sind?

4) Ich würde mich freuen, wenn ihr eure eigenen Funde fotografisch festhaltet und dies hier entsprechend dokumentiert. Fügt eurem Online-Log außerdem ein Vor-Ort-Foto von euch oder einem persönlichen Gegenstand als Anwesenheitsbeweis hinzu! Hierbei handelt es sich um eine Logbedingung gemäß den Earthcache-Guidelines vom 10.06.2019!

HINWEIS: Ich erwarte von euch eine Nachricht mit den Antworten und ein Vor-Ort-Foto im Log!

Und nun wünsche ich euch viel Spaß bei dieser kleinen Exkursion!



Quellen (26.01.2015):

Heiner Vollstädt, Stefan Weiß: "Mineralfundstellen Sächsisches Erzgebirge"
Reiner Haake: "Achate sammeln in Deutschland - Teil 1"
Peter Rölke: "Wander- & Naturführer Osterzgebirge"
http://www.heimatverein-schlottwitz.de/achatgang.htm
http://www.osterzgebirge.org/gebiete/19_11.html

Bei den im Listing veröffentlichten Fotos handelt es sich um eigene Aufnahmen vom 26.01.2016. Die geschliffenen und polierten Achate und Amethyste habe ich in den vergangenen Jahren selbst gefunden. Die Bilder 1 bis 3 zeigen Trümmerachate mit Amethyst vom Roten Felsen (20x14 cm², 25x16 cm² und 16x9 cm²), das Bild 4 einen Amethyst aus dem Flussbett der Müglitz (11x10 cm²), gefunden in Weesenstein.


Additional Hints (No hints available.)