Maststationen (Masttransformatoren, Masttrafos), werden seit den 1950er Jahren in ländlichen Gebieten in Freileitungsnetzen eingesetzt und sind die minimalistischste Version von Turmstationen - quasi eine kleine Turmstation ohne Turm. Ein Masttransformator ist ein auf einem Mittelspannungsmast montierter Transformator. Wegen des hohen Gewichts von Transformatoren werden Masttransformatoren in Deutschland nur für Spannungen bis etwa 30 kV eingesetzt. Als Masttransformatoren können gewöhnliche ölisolierte Transformatoren meist bis zu einer Nennleistung von 160 kVA eingesetzt werden. Bei entsprechender Masttragfähigkeit sind auch Transformatoren mit einer Nennleistung von 250 und - in Deutschland allerdings nicht üblich - 400 kVA möglich.
Im Regelfall werden Maststationen zur Versorgung außerhalb von Orten liegender Abnehmer, z. B. Bauernhöfen oder Stromeinspeisern verwendet. Vielfach werden aber auch Wohnplätze mit z. B. 50 Häusern, also größere Weiler, über Maststationen mit elektrischer Energie aus dem Mittelspannungsnetz versorgt.
Seit Beginn der 1990er Jahre werden allerdings aus Gründen des Gewässerschutzes (keine Ölrückhaltevorrichtung), geringen Kostenvorteilen gegenüber Trafostationen in Kleinstausführung und aus optischen Gründen in Deutschland keine, bzw. nur noch sehr vereinzelt Maststationen errichtet.
(Quelle: Wikipedia-Artikel 'Masttransformator')