Die Sage vom verschwundenen Fuhrwerk
Große, schwarze Wolken zogen am Himmel auf und kündigten ein schweres Gewitter an.In Gerchsheim feierte man das hohe Pfingstfest. Damals war es von kirchlicher Seite nicht erlaubt, an Sonn- und Feiertagen Feldarbeit zu verrichten.
Über dieses Verbot setzte sich ein Bauer hinweg, spannte seine Pferde vor den Wagen und fuhr mit seiner Frau los, um sein Heu noch vor dem Regen trocken in die Scheune zu bringen. In Höhe des "Sinklochs" brach das Gewitter mit aller Macht los. Blitze und Donner erfüllten das Tal, brachen über den Bauer und sein Fuhrwerk herein. Und das nicht genug. Vor seinem Gespann tat sich plötzlich die Erde auf. Er riss seine Pferde noch zur Seite, um nicht in das Loch zu fahren. Dabei stürzte seine Frau vom Fuhrwerk, er aber verschwand mit seinem Fuhrwerk darin und wurde nicht mehr gesehen. Seine Frau fand man tags drauf tot auf dem Feld. Seit dieser Zeit heißt dieser Acker" Tote Frau".
(Quelle: "in Wanderschuhen durch die Heimat". Herausgeber:Heimat- und Kulturverein Großrinderfeld)
Den oben genannten Wanderführer bekam ich vor kurzem geschenkt. In diesem Bildbändchen sind Rundwanderwege, historische Location , aber auch Sagen und Überlieferungen aus der Großgemeinde Großrinderfeld erklärt. Nach der Lektüre des, nur in Gerchsheimer Geschäften erhältlichen Büchleins, hatte ich eine Menge Ideen für Geocacheverstecke.