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Stolpersteine Roßwein Multi-Cache

Hidden : 2/3/2016
Difficulty:
2.5 out of 5
Terrain:
2 out of 5

Size: Size:   micro (micro)

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Geocache Description:


Seit November 2015 gibt es sie auch in Roßwein: Stolpersteine, die uns an ein düsteres Kapitel deutscher Geschichte erinnern sollen. Sie erinnern uns an jüdische Menschen, die Opfer des Nationalsozialismus wurden.

Die Gedenksteine, die Stolpersteine sind quaderförmige Betonsteine mit einer Kantenlänge von ca. 100 × 100 Millimeter, auf deren Oberseite sich eine individuell beschriftete Messingplatte befindet. Sie werden in der Regel vor den letzten frei gewählten Wohnhäusern der NS-Opfer in das Pflaster bzw. den Belag des jeweiligen Gehwegs eingelassen.

Auf den Steinen steht geschrieben: „HIER WOHNTE...“ Ein Stein. Ein Name. Ein Mensch.

„Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist“, zitiert Gunter Demnig den Talmud.

Der Künstler verlegt diese Steine in den Boden, damit man sich zum Betrachten hinknien oder  herunterbeugen muss - eine respektvolle Verneigung vor den Opfern.

Inzwischen liegen Stolpersteine in über 1000 Orten Deutschlands und in ca. zwanzig Ländern Europas.

 

Insgesamt 12 Stolpersteine verlegte am 12. November 2015 der Künstler Gunter Demnig im Beisein der Mitglieder der AG Geschichte des „Treibhaus“ e.V. Döbeln, dem Roßweiner Bürgermeister, dem Ortspfarrer, dem Roßweiner Posaunenchor und etlichen Interessierten in Roßwein.

Die Bedeutsamkeit dieser Aufarbeitung von Geschichte geschieht vor allem im Hinblick darauf, dass sich derartige Gräueltaten nicht wiederholen dürfen. Das Wachhalten von Geschichte ist dafür notwendig und so sind die Stolpersteine einerseits eine Mahnung, andererseits stellen sie im Alltag den Bezug zu einem Teil der Roßweiner Stadtgeschichte her.

Mehr Infos zu diesem Projekt findest Du hier: http://www.stolpersteine.eu.

 

Zum Cache:

Dieser Cache soll dazu dienen, die Roßweiner Stolpersteine zu besuchen, euch die Namen der hier ehemals lebenden jüdischen Mitmenschen bekannt zu machen und auf deren Schicksal hinzuweisen.

An den einzelnen Stationen müssen die Jahrgänge zu den Personen auf den Stolpersteinen ermittelt werden, die richtigen Antworten führen zur nächsten Station und zum Final. Bitte verhaltet euch an den aufzusuchenden Orten in angemessener Weise.

Die ganze „Runde“ ist ca. 2,5 km lang. Sollte also zu Fuß machbar sein. Auch mit dem Fahrrad und mit dem Auto sind die Stationen erreichbar. Bei Schnee sind die einzelnen Stationen vermutlich nicht ohne Weiteres zu finden.

Ich wünsche euch, trotz des ernsten Themas, viel Spaß beim Entdecken von einem Teil Roßweiner Geschichte.

 

Die einzelnen Stationen

Station 1          N 51° 03.840 E 013° 10.936

Dresdener Straße 17

Hier setzte Gunter Demnig zwei Stolpersteine für Elsa und Arthur Sachs, die Kinder des Kaufmannes Simon Sachs und seiner Frau Johanna, geb. Pacyna. Beide wurden 1943 in das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau deportiert und dort ermordet.

  • Arthur Sachs       1 8 A 3
  • Elsa Sachs           1 B 9 1

 

Station 2          N 51° 03.(B)(A)6 E 013° 11.(2*B)(A-2)

Der nächste Verlegeort für 3 Stolpersteine befindet sich in der Nossener Straße. Es wird berichtet, dass in diesem Haus der Werkmeister Alfred Strauss mit seiner Frau Sophie, geb. Kahn, und seiner Tochter Thea wohnte. Mutter und Tochter wurden 1942 ins Ghetto Belzyce deportiert und nach dessen Auflösung ins Vernichtungs-/Todeslager Majdanek (Lublin) transportiert und dort ermordet. Das Schicksal von Alfred Strauss ist unbekannt.

  • Alfred Strauss         1 8 7 C
  • Sophie Strauss       1 8 D 6
  • Thea Strauss           E 9 1 1

 

Station 3          N 51° 03.(B)(C+E)(2*C) E 013° (D+4).121

Erinnert wird hier an den Textilwarenhändler Alfons Goldmann, seine Frau Magdalena geb. Griessbach sowie ihre Kinder Dorothea und Rudolf. Alfons Goldman wurde 1943 nach Theresienstadt deportiert und dort ermordet. Seine Frau Magdalena überlebte den Holocaust. Ihre Tochter Dorothea wurde 1943 verhaftet und im KZ Ravensbrück umgebracht. Sohn Rudolf wurde bereits 1933 verhaftet und im Internierungslager Hainichen und anschließend im KZ Sachsenburg schwer misshandelt. 1939 gelang ihm die Flucht nach Australien.

  • Alfons Goldmann              1 8 F 9
  • Magdalena Goldmann      (JG unbekannt)
  • Dorothea Goldmann         1 9 G 0
  • Rudolf Goldmann              1 9 0 H

 

Station 4          N 51° 03.(D)(C)(H-2) E 013° (2*H).(F)(G)(A-B)

Wir stehen in der Goldbornstraße. In dem Wohnhaus, welches heute nicht mehr steht, wohnte der Inhaber eines Konfektionsgeschäftes Josef Lazar Bibring mit seiner Frau Fanny, geb. Volkmann, und seiner Tochter Natalie Nelly. Der Familie gelang die Flucht nach Polen, wo sich die Spur verläuft.

  • Josef Lazar Bibring         J 9 0 1
  • Fanny Bibring                 1 9 0 K
  • Natalie Nelly Bibring      1 9 L 9

 

Station 5 (Final) (Achtung: Neue Rechnung und neues Final ab 10.03.21)

N 51° (G)(K-J).(K²-A)(2*L)(B-H) E 013° (A+L).(F/2)(D-C)(E/J+G)

Das Final befindet sich schräg gegenüber eines weiteren geschichtsträchtigen, ebenfalls unrühmlichen Ortes.

Gegen Ende des Zweiten Weltkrieges, von Ende 1944 bis Frühjahr 1945 mussten hier in den ehemaligen „Ebro-Werken“ täglich etwa 140 KZ-Häftlinge des Außenlagers Nossen / Roßwein des KZ Flossenbürg in der Gießerei in Tag- und Nachtschicht Zwangsarbeit verrichten.

Die „Ebro-Werke“ waren deshalb mit einem Stacheldrahtzaun speziell gesichert.

Hinweise

Das Gelände braucht nicht betreten zu werden. Die Dose befindet sich auf der anderen Straßenseite schräg gegenüber.

Additional Hints (Decrypt)

Crgyvat, zntargvfpu, Yrvgcynaxr

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)

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