Dies ist unser erster Cache.
Wir haben zum Suchen einen kleinen Weg gewählt, den wir öfter benutzen, wenn wir unsere Wanderungen auf dem Ochsenkopf beginnen.
Er führt an einem Grundstück vorbei, auf dem eine Villa steht, die schon jahrelang unbewohnt ist.
Selbstverständlich müßt Ihr das Grundstück beim Suchen nicht betreten.
Viel Spaß beim Suchen!
Das Gebäude ist 123 Jahre alt und hat eine interessante Geschichte.
Erbauer war ein Arzt. Der jedoch zur allgemeinen Enttäuschung nicht der erste niedergelassene praktizierende Arzt
in Bischofsgrün wurde, sondern ein "dubioses Magenelixier" braute, wie Jörg Hüttner in "Historischen Ortsrundgang"
des örtlichen Fichtelgebirgsvereins festhält.
Der Mediziner war bald wieder weg, hinterließ vor allem Schulden und ganze Fässer seines Magenelixiers im Keller.
Und den heute noch gebräuchlichen Namen für das Haus, benannt nach seiner Gattin Helene.
Wegbereiter des Tourismus
Aus dem Haus wurde eine Fremdenpension, die so gut lief, dass 1908 um ein Stockwerk aufgestockt wurde.
Diätkost und Liegekuren bot das Haus seinen Erholung suchenden Gästen.
Anders als heute, da das Haus von hohen Bäumen umstanden ist, war früher die Villa Helene
oberhalb des Ortskerns schon von weitem zu sehen.
Die Villa Helene war somit auch Wegbereiter für den bis heute in Bischofsgrün betriebenen Fremdenverkehr, so Jörg Hüttner.
Im Dritten Reich bekamen die Betreiber Probleme mit den Machthabern, unabhängig davon
änderte sich mit dem Krieg die Belegung.
Bewohner waren unter anderem evakuierte Senioren eines Hamburger Seniorenheims.
Erst 1952 konnten wieder Kurgäste das Haus nutzen.
1969 reiste der letzte Kurgast aus der Villa Helene ab, danach wurde das Haus bis vor einigen Jahren
als normales Wohnhaus genutzt .
Quelle: www.nordbayerischer-kurier.de