
Unter dem Titel “Worlds Beyond Our Own” werde ich in lockerer Folge Caches präsentieren, die sich mit dem Thema Exoplaneten (extrasolare Planeten = Planeten außerhalb unseres Sonnensystems) beschäftigen. Ich möchte damit einen jungen und faszinierenden Forschungsbereich vorstellen, bei dem die Astrophysik interdisziplinär mit einer Reihe anderer Naturwissenschaften zusammenarbeitet. Dabei werde ich nach und nach alle relevanten Themenbereiche diskutieren. Natürlich werden die Inhalte allgemeinverständlich aufbereitet, auch wenn es Aufgaben geben kann, die einem höheren D-Level zugeordnet werden müssen.
Und wer weiß, vielleicht kommt ja sogar zwischenzeitlich die Meldung über die erste Entdeckung außerirdischen Lebens. Tatsächlich rechnet die NASA mit der Detektion von eindeutigen Biosignaturen noch innerhalb der nächsten 10 Jahre. In diesem Zusammenhang ist es recht instruktiv, sich einmal den NASA-Link über die Suche nach Leben im Kosmos anzuschauen. Damit bin ich schon beim Thema des hier präsentierten Caches.
Wenn wir nach außerirdischem Leben suchen, dann müssen wir erst einmal fragen, was Leben überhaupt ist. Diese Frage ist schwieriger zu beantworten als es zunächst erscheint. Vielleicht kann eine vorläufige Antwort in folgender Weise formuliert werden (André Brack): Leben ist ein chemisches System, das zur Weitergabe seiner molekularen Information und zur Evolution befähigt ist. Der Physiker würde es sogar noch allgemeiner ausdrücken (Erwin Schrödinger): Leben ist etwas, das negative Entropie aufnimmt und speichert. Es hält sich auf einer hohen Ordnungsstufe (negative Entropie), indem es fortwährend Ordnung aus seiner Umwelt "aufsaugt".
Dabei hat man sich noch nicht auf die erforderlichen biochemischen Prozesse festgelegt. Es ist sinnvoll, zunächst einmal (einschränkend) die Existenz flüssigen Wassers vorauszusetzen. Es offenbart sich damit die ganze Bandbreite irdischen Lebens. Auf dieser Basis können wir erste Abschätzungen vornehmen, welche Bedingungen auf Exoplaneten herrschen müssten, damit erdähnliches Leben entstehen kann. Mikroorganismen sind extrem anpassungsfähig und können in einem Temperaturbereich von ca. -20°C bis +115°C überleben (und sich vermehren). Allerdings sind die Grenzen für Habitabilität bei höheren Organismen sehr viel enger. Man kann aber durchaus Lebewesen in arktischen Regionen, in extremen Wassertiefen oder im Bereich hydrothermaler Schlote finden.
Damit beginnt die Aufgabe des Caches. In der obigen Abbildung findest du vier Tiere, die besonders widerstandsfähig sind und extremen Bedingungen trotzen. Du musst sie identifizieren und folgende Fragen zu dem jeweiligen Tier beantworten (dabei solltest du bedenken, dass die deutsche Wikipedia nicht immer fehlerfrei ist):
- In welchem Jahr wurde das Tier (a) erstmals beobachtet (ohne Video, aber mit publiziertem Nachweis)?
- Wie lautet der wissenschaftliche Name des Tieres (b)? Berechne die Summe der Buchstabenwerte (gemäß üblicher Konvention).
- Wann wurde das Tauchboot in Dienst gestellt, nach dem das Tier (c) benannt worden ist (Jahr)?
- Wer hat den deutschen Namen des Tieres (d) geprägt? Berechne die Summe der Buchstabenwerte des Nachnamens.
Die resultierenden mehrstelligen Zahlen werden noch vereinfacht, indem du die Quersumme und im Bedarfsfall die iterierte Quersumme bildest. Damit kannst du den entsprechenden Buchstaben (A, B, C, D) jeweils eine einzelne Ziffer zuordnen, so dass sich schließlich folgende Startposition ergibt:
N 53° 1 [ B−D ] . [ 2×C ] [ B ] [ A×C ]‘
E 010° 3 [ A+D ] . [ A+C ] [ D ] [ 2×C ]‘
Dein Ergebnis kannst du mit GeoCheck verifizieren. Außerdem solltest du die ergänzenden Hinweise lesen, damit du den Cache gefahrlos und mit dem geringsten Aufwand erreichen kannst. Suche nicht nach einem bequemen Weg oder Pfad zu der Zielposition - den gibt es nicht. Für die letzten Meter musst du bedenken, dass es sich um einen T5er handelt und du ein entsprechendes Hilfsmittel benötigst (wenn nicht bereits eine Brücke genaut worden ist). Insgesamt hast du drei Zwischenstationen plus Final zu finden. Die Terrainwertung ist lediglich für die erste Station relevant.

Als kleiner Anreiz enthält der Cache eine FTF-Urkunde sowie einen besonders schönen und schweren Meteoriten (Sikhote Alin; dabei handelt es sich um keinen "Meteoritensplitter", sondern um ein Individualfragment eines Meteoritenschauers) für den Erstfinder. Einige Trackables sowie zahlreiche Tauschutensilien (siehe Foto des Startinhalts sowie Restinhalt nach 10 Findern) gehören ebenfalls zum Startinhalt. Viel Spaß bei der Suche!