Geschichte
Lampersdorf wurde 1428 das erste Mal erwähnt und gehörte 1551 zur Grundherrschaft des Rittergutes Saalhausen[5], ab 1552 verwaltet durch das Amt Oschatz. Ursprünglich stand am Ort nur ein Haus, an dem das Chausseegeld für die Chaussee Oschatz – Grimma kassiert wurde. Bei den im Wermsdorfer Forst stattfindenden Parforcejagden unter August dem Starken waren die Lampersdorfer Einwohner als Treiber und Pferdner (Fuhrleute) beteiligt. Die Böden um Lampersdorf waren tonig und feucht und brachten daher geringe Erträge. In Lampersdorf brannte es oft, zuletzt bis 1834 in neun Jahren sechsmal, beim letzten Brand fielen ein Mensch, sieben Bauerngehöfte und das Schulhaus den Flammen zum Opfer.[6]1831 erfolgte in Sachsen die Ablösung der Bauern, damit begann auch in Lampersdorf mit dem sächsischen Gesetz über die Ablösungen und Gemeinheitsteilungen vom 17. März 1832 eine neue Zeit.[7] Da hier durch die Bauern Geldzahlungen erforderlich waren, gestalteten sich die Gespräche mit der Grundherrschaft Saalhausen schwierig und langwierig. Durch die Gründung der Sächsischen Landrentenbank 1831, sowie der Genossenschaftsbanken konnten sich auch die Lampersdorfer Bauern mit zinsgünstigen Krediten freikaufen. 1835 wurde in Lampersdorf eine erste Schule erbaut. Am 1. Mai 1839 wurde die neue Landgemeindeordnung eingeführt und die alte Dorfverfassung abgeschafft.
1936 wurden 19 Bauerngehöfte in Lampersdorf gezählt. Die alte Schule von 1860 wurde 1938 zu klein und entsprach auch nicht mehr den Anforderungen der neuen Zeit, so das 1938 gemeinsam mit Collm auf der Flurgrenze eine neue Schule errichtet wurde, das spätereSchullandheim. 1965 gab es zwei LPGs in Lampersdorf. Der Ort wurde 1974[6] nach Collm eingemeindet, mit dem es 1995 zu Wermsdorf kam.
Der Steinbruch wird heute vom Anglerverband Leipzig e.V. als Fischzuchtgewässer genutzt.
Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Lampersdorf_(Wermsdorf)