Die Weiskirche Mystery Cache
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Hier stand einmal die Kapelle St. Veit, die später auch Weiskirche genannt wurde.

Ihre erstmalige urkundliche Erwähnung geht auf den Vertrag von 1345 zurück, in dem der über zwei Jahrzehnte schwelende Streit zwischen den Grafen Georg, Wolfgang und Heinrich zu Ysenburg und Büdingen mit dem Johanniterorden in Gelnhausen über den Wein- und Fruchtzehnten in der Terminey (Bezirk) beigelegt wurde. Als Stifter der Kirche wurde 1370 der Ritter Eckart von Bleichenbach angeführt und es wird vermutet, dass die Weiskirche unter der Protektion des Johanniterordens erbaut wurde. Offensichtlich wurde sie sogar bewußt abseits einer Siedlung errichtet, um jederzeit allen Hilfesuchenden zum stillen Gebet sowie zur Buße offenzustehen. Aus einer Ablass-Bulla von 1489 ergibt sich zudem, dass die Kapelle auch als Wallfahrtskirche diente, wobei der Ablasserwerb nur in privilegierten Kirchen möglich war. Durch die in dieser Region sukzessive eingeführte Reformation und der damit verbundenen Ablehnung der Wallfahrten konnte sich die Kirche ohne feste Gemeinde letztendlich aber nicht mehr halten. Bis 1713 bestand die Kapelle jedoch zumindest noch in ihrer früheren Form und so existieren heute noch Darstellungen der Kirche, die sich auf Landkarten von 1582 bis 1713 befinden. Demnach besaß die Kapelle St. Veit offenbar nur einen einzigen Turm und entsprach somit nicht ganz dem Aquarell des Zimmermalers J.G. Hartmann aus dem Jahr 1853, der die Weiskirche als einen mächtigen Sakralbau mit einem Hauptturm und zwei kleineren Türmen, darstellt.

Die Ruinen der Kapelle sollen noch lange gestanden haben und von einer Dohlenkolonie als Niststätte genutzt worden sein. Eine Erzählung berichtet sogar davon, dass ein die Nester ausraubender Mann beim Stehlen der Eier abgestürzt und dabei zu Tode gekommen sei.
Damit Ihr den Platz an der die Weiskirche einst stand auch findet sind in dem folgenden Text über die nahegelegene Wüstung Ettengesäß die Minutenwerte der Nordkoordinate (Quersumme Nord = 15) versteckt.
Ettengesäß ist leider schon vor der Herstellung der frühen Landkarten untergegangen, so dass die genaue Lage bisher nicht rekonstruiert werden konnte. Die Herren F.X. Schmitt und Walter Engel haben sich aber in der Vergangenheit sehr darum bemüht. W. Engel hat den wahrscheinlichsten Standort kartiert. Einen Orden haben beide dafür bisher nicht erhalten, aber ihnen gebührt für die Grundlagenarbeit Respekt und Ehre. Aus den Archiven wurden mehrere Urkunden als Beleg für die Existenz und Lage herangezogen. U.a., dass Henne Foyd und seine Frau ein Gut zu Ettengesäß von dem Johanniter Johann Underkauffe von Hanau erhalten hatten. Der Erbzehnte betrug ein Maltern Korn, ein Huhn und kein Kommata mehr. Ettengesäß war keine unverwüstliche Siedlung. Doch die Weiskirche in Sichtweite konnte den Untergang nicht verhindern. Gravierende Überreste von Ettengesäß sind nicht zu finden.
Die Ostkoordinate der Weiskirche ergibt sich aus dem folgenden Absatz (Quersumme Ost = 9).
Die von W. Engel geplanten geologischen Untersuchungen scheiterten jedoch bisher an den hohen Kosten sowie an fehlenden Spendern und Helfern, die sagen würden: "Komm, auch wir finden diese Geschichte spannend und reizend. Wir unterstützen sie!“ Ich selbst kann nur bestätigen, dass die Beschäftigung mit dem Thema kurzweilig ist, aber man hin und wieder dabei auch verzweifeln kann.
Additional Hints
(Decrypt)
Uvre vfg qvr Sneor Cebtenzz
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