1953 wurde am südlichen Ortseingang die Gedenkstätte zur Erinnerung der Vertriebenen mit dem Ostlandkreuz errichtet.
Vom Ostlandkreuz ist heute ( 2016 ) leider nichts zu sehen, die Gedenkstätte wurde 2004 zur 850 Jahrfeier von Neuenbrunslar umgestaltet.
Vertreibung aus Böhmen 1945-1946 (Odsun)
Die Vertreibung der Sudetendeutschen aus ihrer jahrhundertelangen Heimat durch die Tschechen begann unmittelbar nach Kriegsende und dem Zusammenbruch Deutschlands. Die komplette Vertreibung der Deutsch-Ethnischen Bevölkerung der Tschechoslowakei war vom selbsternannten tschechischen Exil-Präsidenten Edvard Benesch bereits seit Dezember 1938 geplant und in seinem Londoner Exil nach 1940 weiter geplant und vorbereitet worden.
Und ab Januar 1946 setzte die organisierte Vertreibung, der »Odsun«, mit voller Wucht und systematisch organisiert ein. Hierfür wurden im Spätherbst 1945 in der Tschechoslowakei sogenannte Aussiedlungslager als Sammel- und Quarantänelager eingerichtet. Insgesamt 107 Lager, davon 75 allein in Böhmen. In diesen Lagern wurden die Vertriebenentransporte zusammengestellt, wobei ein einzelner Transport ca. 1.200 Personen umfasste.
Am 25. Jan 1946 traf der erste Sudetendeutsche Vertriebenentransport aus Budweis im Grenzdurchgangslager Furth im Wald in Bayern ein (damals US-Besatzungszone). Dieser Transport ging weiter nach Würzburg. Von Januar bis November 1946 wurden über 1.000 Eisenbahnzüge mit durchschnittlich je 1.200 ausgeplünderten Sudetendeutschen Männern, Frauen und Kindern vollgestopft und in das besetzte (zerstörte) Deutschland verbracht.
Vor 70 Jahren Ende Januar erreichte der erste Vertriebenen-Transport den heutigen Landkreis. Auch hier in Neuenbrunslar finden Vertriebene eine Bleibe.
1953 wird am südlichen Ortseingang die Gedenkstätte zur Erinnerung der Vertriebenen mit dem Ostlandkreuz errichtet.
Quelle: (Textauszug) GenWiki.
Bild: Mahn- und Gedenkstätten Hessen, Bund der Vertriebenen.