Bei den Droyßiger Tempelwacken handelt es sich um eine auffällige Felsformation.
Auch wenn es den Anschein hat, es sind keine eiszeitlichen Findlinge, sondern Tertiärquarzitblöcke. Diese findet man oft in größeren Höhenlagen der Mittelgebirge, oder eben im Wald zwischen Droyßig und Wetterzeube. Auffällig ist, dass der Boden unnatürlich strukturiert wirkt. Dies liegt daran, dass die Quarzitblöcke direkt auf Buntsandstein liegen, welcher viele Millionen Jahre früher entstanden ist. An den Koordinaten befindet sich eine besonders große Formation.

Beim Tertiärquarzit handelt es sich um extrem dichtes, hartes Gestein, das meist splittrig bricht und daher als Baumaterial kaum Verwendung fand. Es entstand durch Verkieselung aus Quarzsand. Vor 35 Millionen Jahren lag hier ein Flachland mit träge mäandernden, den Lauf stetig ändernden Flüssen. Unter subtropischen Bedingungen lagerte sich an den Ufern Quarzsand ab. Durch diese Sandschichten sickerte Kieselsäure, die z.B. durch Niederschlag aus Feldspaten freigesetzt worden war. Die Quarzkörner wurden immer wieder angelöst, das Wasser sickerte tiefer in den Boden und mobiles Siliziumdioxid wurde in den Poren zwischen den Sanden abgesetzt. Dadurch verfestigte es sich in Jahrmillionen zu massiven Quarzitlagen, die nach Erosion und Verwitterung der oberen Schichten sichtbar wurden.
Weitere Quarziblöcke finden sich gegenüber der Straße, sowie im Wald Richtung Wetterzeube.
Aufgaben:
1. Welchen anderen Begriff für Tertiärquarzit kann man auf der Infotafel finden?
2. In welchem Küstengebiet wurden die Quarzsande ursprünglich abgelagert?
3. Beschreibe die Oberfläche der Quarzitblöcke! Sind einzelne Kiesel erkennbar?
4. Teste die Härte des Gesteins mit einem spitzen Gegenstand (Nagel, Autoschlüssel...). Was stellst Du fest?
Optional
5. Freuen wir uns über viele Fotos.
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