Man glaubt es kaum – aber im Flachland findet man auch Wildwasser und Sportvereine, die diesen Wassersport weiter pflegen, kultivieren und weiter entwickeln. Wie kam es aber dazu, dass Wildwasser, das man eigentlich nur in den Gebirgen kennt, sich im sogenannten Flachland etablieren konnte?
Nun - begonnen hat es damit, dass die Europäer (nach den Indianern und Eskimos) im 19. Jahrhundert das Kajak und das Kanoe wieder entdeckt hatten. In den 20-er Jahren des vorigen Jahrhunderts dann hat die Entwicklung des Faltbootes die Entwicklung des Kanusportes entscheidend geprägt. Denn somit entstand eine kostengünstige Variante für eine breite Kanusportbewegung – insbesondere in der Arbeitersportbewegung dieser Zeit. Man konnte das Boot praktisch wie in einem Rucksack „zusammengefaltet“ tragen und transportieren, im Zug mitnehmen und dann wieder zusammensetzen und losfahren. So haben erste Wagemutige in den 1930-er Jahren begonnen, die Wildflüsse der Alpen zu befahren – und die Wildwassersportart Kanuslalom war geboren. Die ersten Weltmeisterschaften fanden schon 1949 in der Schweiz statt. Die erste deutsche Weltmeisterin in dieser Sportart kam aus Mitteldeutschland – Elfriede Schneider aus Bad Dürrenberg (1953).
Die Faszination dieses Kampfes des Menschen mit den wilden Wellen hat dazu geführt, dass an vielen Wehranlagen in weniger gebirgigen Landschaften der Wildwassersport ausgeübt wurde und Sportvereine sich diesem seit 1972 Olympischen Sport verschrieben haben. In Halle ist das der Böllberger Sportverein – ansässig am Ufer der Saale.
In dieser kleinen Cache-Reihe stellen wir Euch ein wenig diese Geschichte der Sportart in Halle vor.
Von dieser Ausgangsposition aus könnt ihr einen Blick auf das Große Böllberger Wehr erhalten (Das Kleine Böllberger Wehr könnt ihr Euch beim Cache Rabeninsel #2, GC42W4R, bzw. #1, GC3Y9AH, ansehen). Beide Wehre – das Große wie das Kleine Böllberger Wehr - waren bis 1990 eine Trainingsstrecke für die Böllberger Wildwasserkanuten. Mit der Unterschutzstellung der Rabeninsel als NSG wurde auch das Kleine Böllberger Wehr geschützt – als Trainingsstrecke konnte es nicht mehr genutzt werden. So blieb das Große Böllberger Wehr, mit der Ruine der Böllberger Mühle (Brandschaden) als Silhouette, als einziges Trainingsareal der Kanuten übrig. Es wird intensiv genutzt – vielleicht könnt ihr aus der Ferne einen Blick auf trainierende Sportler erhaschen.
DOCH NUN ZUM CACHE SELBST. Der Cache ist als ein Minimulti angelegt. Am Listing-Punkt befindet sich eine Brücke, die zur Rabeninsel führt. Erfüllt nun folgende Aufgaben:
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Die Brücke hat an den beiden Enden des Geländers Stützfüße, die mit jeweils 4 Schrauben befestigt sind. Wieviel dieser Stützfüße sind es in östlicher Richtung (A) und wieviel in westlicher Richtung (B)?
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Der Zahl C ergibt sich aus der Dezimalen des Flusskilometers, an dem die Brücke in etwa steht (Hinweis: an der Saale ist alle 200m am Ufer ein Schild aufgestellt, an dem der Flusskilometer – in diesem Fall die Dezimale nach dem Komma – ausgewiesen ist. Sucht das Schild, das an beiden Uferseiten aufgestellt ist und ihr habt C gefunden)
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Setzt die gefundenen Zahlen in die Formel ein:
N 51.27.(A)(A-C)(A/3) E 11.56.(B+1)(B-1)(C)
und ihr werdet das geliebte Etwas am kleinen Finale finden, …. .
Anmerkung: Der Final deines Caches befindet sich im Landschaftsschutzgebiet " Saaleaue ", am Ufer der Saale. Bitte beachtet die Regeln des Geocaching und verlasst das Gelände und das Versteck so, dass es den Nachfolgenden weiter Freude bereitet. J.
Im Anschluss an diese kleine Reihe könnt Ihr auf der „Rabeninselrunde“ weiter dem Geocaching frönen. HAPPY GEOCACHING !