Wie überschrieb das "Klever Wochenblatt" im März 2011 einen Artikel über diesen (Ehren-) Friedhof, den kaum jemand kennt: "Die Toten von Bedburg und ein stummer Zeuge". Im Verlaufe des Artikels wird weiter vermerkt: "Auf dem Friedhof ist eine offizielle Kriegsgräberstätte, um die die Zivilgemeinde einen großen Bogen macht. Aber auch diese Gedenkstätte ist Erinnerung an das Leid des Krieges und Mahnung zum Frieden. Ein stummer Zeuge."
In der Zeitungsmeldung geht es um den Friedhof der LVR Klinik Bedburg-Hau, einst Europas größte "Irrenanstalt". Auf diesem Friedhof sind viele ehemalige Patienten und auch wenige Mitarbeiter der Klinik begraben. Auch heute noch finden dort hin und wieder Beisetzungen statt. Neben den "zivilen" Grabstätten ist hier aber auch ein Ehrenfriedhof angelegt worden, dessen Existenz der Bevölkerung tatsächlich kaum bekannt ist.
Neben 68 Soldaten aus dem Ersten Weltkrieg fanden hier auch 802 "Kriegstote" aus dem Zweiten Weltkrieg ihre letzte Ruhestätte. Diese unterscheiden sich hier nach "Soldaten und durch direkte Kriegseinwirkung zu Tode gekommene Zivilisten", "Ausländische Soldaten und Zivilarbeiter", "Soldaten aus dem Ersten Weltkrieg", "Zivilisten" sowie "Kriegstote nach § 6 des Kriegsgräbergesetzes - verschiedene Nationalitäten". Alle hier bestatteten Kriegsopfer, die namentlich identifiziert werden konnten, sind in einem Buch gelistet, dass sich dort im Gedenkschrank befindet.
Im Februar 1946 lehnte die Gemeinde die Errichtung eines Beinhauses ab, gewährte aber für den, durch die Lazarette bedingt, bereits angelegten Friedhof, die weitere Nutzung für Bestattungen. Noch Jahre später wurden Kriegsverstorbene aus improvisierten und verstreuten Einzelgräbern nach Bedburg-Hau umgebettet. 1948 war die Anlage kenntlich hergerichtet. Im selben Jahr wurden durch alliierte Behörden weitere Umbestattungen von „deportierten Personen“ und „ausländischen Zivilarbeitern“ auf den Friedhof vorgenommen.
Offiziell untersteht die Anlage dem Landschaftsverband Rheinland, dem die gesamte Klinik gehört. Für die Instandhaltung ist allerdings die Gemeinde Bedburg-Hau verantwortlich, da sie dafür auch finanzielle Mittel erhält. Dennoch bemängelte der Zeitungsartikel zu Recht, dass diese Gedenkstätte offensichtlich von der Kommune unbeachtet bleibt und der Ehrenfriedhof als solcher sogar den Einheimischen nicht bekannt ist.
Eine Anfrage im Jahr 2011 bei der Gemeinde durch mich ergab, dass "derzeit eine umfassende Wiederherrichtung des Ehrenfriedhofs vorbereitet wird", dies jedoch wegen der Planungen und Umsetzung, in die auch der "Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge" einbezogen ist, noch einige Zeit in Anspruch nehmen wird. Beabsichtigt ist unter anderem die Aufstellung einer Infotafel zur Gesichte des Friedhofs. Diese soll auch noch einmal deutlich machen, dass es sich um eine Gedenkstätte handelt, die eindringlich zum Frieden ermahnen soll.
Am 1. September 2015 wurde der neu gestaltete Ehrenfriedhof dann in einer kleinen Feierstunde eröffnet, unter anderem wurde auch die neue Infotafel enthüllt.
Der vorherige multi über den Ehrenfriedhof, den ich 2011 ausgelegt hatte und im März 2015 archiviert habe, führte nur an diese Örtlichkeit. Die neue Infotafel weist jedoch auf zwei weitere Gedenkstätten auf dem Klinikgelände hin, die ich in diesen cache einbeziehen möchte. Es bietet sich, wegen der Lage der Dose, an, diese beiden Stationen zuerst zu besuchen.
Es handelt sich zum einen um eine Gedenktafel für die Euthanasieopfer unter den damaligen Patienten der Heil- und Pflegeanstalt während der Zeit des Nationalsozialismus und zum anderen um eine Gedenkstätte für die Opfer des Ersten Weltkriegs, an der sich jedoch keine Gräber befinden.
Bitte achtet an allen drei Stationen, vor allem jedoch auf dem Friedhof selbst, besonders darauf, euch den Gegenbenheiten entsprechend zu verhalten. Es wird euch nichts abverlangt, dass die Pietät und die Totenruhe nicht wahren würde. Begebt euch zu den Stationen und beantwortet die Fragen, mit deren Ergebnissen ihr die Koordinaten des final-Verstecks berechnen könnt.

An Station 01, der Gedenkstätte für die Euthansieopfer aus der Klinik, ist die Zahl in der dritten Textzeile auf der Gedenktafel gesucht für A _
Dreht euch nun um und notiert die weiße Zahl im schwarzen Quadrat, die ihr auf dem rechten Pfeiler neben der Treppe sehen könnt für B _ _
Begebt euch auf die Rückseite der Gedenkstätte. Dort wurde, warum auch immer, ein Dreieck abgemauert. Die Anzahl aller (!) Steine der obersten Reihe des niedrigsten Schenkels ist C _ _
Begebt euch nun, quer über die Straße, zu Station 02, einem Ehrenmal für die Opfer des Ersten Weltkriegs. Unterhalb der Pyramidenform sind graue Betonkreise zu sehen, von denen rundum etwas abgeschlagen wurde. Ich meine mich zu erinnern, dass sich dort früher je ein Kopf mit einem Soldatenhelm befunden hatte, bin mir aber nicht sicher. Die Anzahl dieser "Betonkreise" ist D _
Wie viele Sitzbänke befinden sich um das Denkmal herum? ACHTUNG: Nach Sturm "Friederieke", im Februar 2018, mussten einige Bänke nach umgestürzten Bäume entfernt werden. Schaut auf den Untergrund, auf dem sich die verbliebene Bank befindet und zählt die anderen Stellen, an denen sich auf diesen Untergründen ebenfalls Bänke befunden haben dazu. Die gesamt Anzahl ist E _
Ein gutes Stück entfernt befindet sich der Friedhof der Klinik, wo ihr die restlichen Stationen 03 bis 08 und in der Nähe auch die Dose finden könnt.
Station 03 ist ein Stein, der auch hier noch einmal den Opfern des Ersten Weltkriegs gedenken soll. Addiere die drei Jahreszahlen, die in drei Seiten des Steins eingemeißelt wurden zu F _ _ _ _
Am "Haus der Toten", Station 04, befindet sich eine Klingel. Update 2021: Die Klingel wurde demontiert, der gesuchte Name befindet sich auf dem Stück Holz, auf dem zuvor das Klingelschild angebracht war ;-) Die Anzahl der Buchstaben des dort verzeichneten Namens ist Ergebnis G _ _
An den Koordinaten der Station 05 findet ihr den sehr alten Gedenkschrank mit dem (seit 2018 neuen) Listenverzeichnis und die 2015 aufgestellte Infotafel.
Schaut in das Verzeichnis unter der Listennummer 9 und nehmt die Zahl hinter "B" und subtrahiert davon den Wert 5 für H _ _. Sollte die Liste einmal nicht vor Ort sein, können alternativ die runden Löcher in den beiden Türen gezählt und um den Wert 5 für das Eregbnis H addiert werden.
Lest euch nun den Text der Infotafel durch, um folgende Antworten zu finden:
Die Anzahl der "angegliederten" Gutshöfe und Gärtnereien ist I _
Welche Pflanze gab dem Winter danach seinen Namen? Die Anzahl der Buchstaben der Einzahl der Pflanze (so wie dort geschrieben!) steht für J _
Die Anzahl der "u. a." aufgezählten "niederrheinischen Städte", auf die 1945 Bombenangriffe geflogen wurden ist K _
Worin wurde die "Zivilbevölkerung aus den Grenzstädten" untergebracht? Die Anzahl der Buchstaben der Mehrzahl des Wortes (so wie dort geschrieben!) steht für L _ _
Die Anzahl der aufgeführten Nationalitäten der "DP" ist M _ _
Station 06 ist vor dem großen Metallreuz gelegen. Auf der großen Grabplatte ist ebenfalls ein Kreuz zu finden, allerdings aus Stein und erhaben - nicht eingemeißelt. Unter diesem Kreuz sind auch mehrere erhabene Buchstaben zu sehen. Die Summe der Buchstabenwerte (a=1, b=2, c=3 usw.) ist das Ergebnis für N _ _
Die wohl schwierigste Aufgabe erwartet euch am metallenen Eichenkranz, bei Station 07. Daher auch die relativ hohe D-Wertung für diesen multi. Multipliziere die Summe der Eicheln mit deren Quersumme zu O _ _ _ ACHTUNG: Aktuell fehlt der Kranz :-( Es wird nun ein wenig einfacher für euch ;-) Zählt die "Platten" auf der kompletten Mauerumrandung des kleinen rechteckigen Areals - allerdings nur die auf der unteren Mauer. Addiert daszu die Platten der oberen Treppenstufe und subtrahiert zum Schluss den Wert 2. Bilde nun wiederum das Produkt aus dem erhaltenen Wert und dessen Quersumme für O _ _ _
Weiter geht es zum letzten Wegpunkt, der Station 08. Neben dem Ausgangstor zur Uedemer Straße hin, ist ein Schild aufgestellt worden, das hier im Grunde ohne Sinn und Zweck ist, weil man das Gelände dort nicht betreten kann - das Tor ist immer verschlossen. Die Anzahl der Buchstaben auf dem Schild ist P _ _
In der Nähe steht eine rote Sitzbank. Dort könnt ihr die Koordinaten für das Versteck der Dose ausrechnen. Diese ist von "small" auf "micro" geschrumpft. Der alte cache wurde leider viel zu selten besucht, von Kindern ohnehin eher nicht. Aus dem Grunde möchte ich hier keine trackables ewig festliegen haben und Tauschmaterial erübrigt sich auch. Vielen cachern geht es ohnehin nur um den "Punkt", mir geht es nur darum, euch hier hin zu führen und euch diese Gedenkstätten näher zu bringen.
Vor der Formel noch eine kleine persönliche Erinnerung:
Oft habe ich meinen Opa oder Vater hier hin begleitet, wenn tote Patienten bestattet werden mussten. Damals wurde hier wohl noch "pathologische Wissenschaft" betrieben. Es befinden sich in der Leichenhalle, neben dem Raum zur Aufbahrung des Toten, mehrere Nebenräume mit Seziertischen. Oftmals lag dort noch ein Verstorbener. Auf Regalen standen Gläser mit Formaldehyd, in denen entnommene Gehirne der toten Patienten verwahrt wurden. Irgendwie hat mich dies selbst als Kind nie richtig entsetzt, ich bin eher staunend und fasziniert durch die Räume gewandert ... Es mag daran gelegen haben, dass ich als Enkel und Sohn eines Bestatters mit dem großen Thema "Tod" aufgewachsen bin.
Addiere nun die Ergebnisse A bis P zur Summe X
Rechne sodann
5139449 + X - 65 = Nord-final-Koordinate
605033 + X - 11 = Ost-final-Koordinate
Beste G+ üße
awema
Quellen: KA Kleve, Altakten, Az. 325701/06 u. 325701/3 sowie "Chronik der Gemeinde Bedburg-Hau" von J. Missen