Franzosenborn

Der Franzosenborn war lange Zeit durch Schachtung, Abdichtung und Fassung die ergiebigste Wasseraustrittsstelle unter den schwachen Schuttquellen am Nordostfuß des Liliensteins. Heute führt die Quelle oft nur noch sehr wenig Wasser bzw. versiegt in trockenen Sommern vollständig.
Die Bezeichnung erinnert an französische Truppen, die hier im Spätsommer 1813 wochenlang beim Schanzbau lagerten und dabei den Born ausgebaut haben.
Die erste Quellfassung vermutlich ist aber noch viel älter und wurde für die im 14./15. Jhd. auf dem Lilienstein bestehende Burg oder für das um 1510 auf der Sellnitz wüst gewordene Dorf Seltensaat zur Wasserversorgung angelegt.
1592 vermerkte Markscheider Mattias Oeder auf seiner grundlegenden Landkarte des Kursächsischen Amtes Hohnstein an dieser Lokalität "der heher Born", was gemäß unserer heimischen Vogelart, dem "Eichelhäher" benannt ist.
Wenige Meter entfernt vom Franzosenborn befindet sich noch eine Salzlecke, die aber auch als Pferdetränke gedeutet wurde. Ersteres ist aber Wahrscheinlicher, da Salzlecken in der Sächsischen Schweiz häufiger anzutreffen sind.
Der Geocache befindet sich im Innern des begehbaren Quellhäuschens. Bei hohem Wasserstand (sehr selten), meist im Frühjahr nach starken Regenfällen (dann mit erhöhter T-Wertung) sind ev. Gummistiefel notwendig, in der Regel geht es aber trockenen Fußes.
Bitte beachtet den Hint, bewegt die Steine nicht und legt die Dose nirgendwo anders hin!