Der Süntel ist ein gut 440 m ü. NHN hohes Mittelgebirge in Niedersachsen südwestlich von Hannover. Er liegt zwischen Bad Münder und Hessisch Oldendorf und ist vor allem im Süden durch tiefe Täler zerschnitten. Hier treten besonders am Hohenstein die Jurakalke als eindrucksvolle Felswände zutage. Wegen seiner geologischen und botanischen Raritäten wurde das Gebiet schon früh unter Naturschutz gestellt. Während der benachbarte Deister von mehreren Verkehrswegen durchzogen ist, lässt die geologische Beschaffenheit des Süntels dieses nicht zu. Den Süntel kann man nur erwandern - oder mit dem Mountain-Bike erkunden.
In älterer Zeit galt die Bezeichnung Süntel auch offiziell für ein größeres Gebiet, das vom Wiehengebirge über das Wesergebirge zum Süntel reicht.
Geologische Besonderheiten des Süntels sind die Riesenberghöhle bei Langenfeld als größte Tropfsteinhöhle Niedersachsens, die für Besucher geöffnete Schillat-Höhle, der höchste natürliche Wasserfall Niedersachsens an der Höllenmühle bei Langenfeld und das Hohenstein-Plateau mit hohen Felswänden und tiefem Spaltensystem.
Historisch interessant ist das Dachtelfeld, eine über 100 ha große Hochebene. Aufständische Sachsen vernichteten hier im Jahr 782 einen Teil der fränkischen Besatzungstruppen, was noch im gleichen Jahr von Karl dem Großen durch das Blutgericht von Verden gerächt wurde. Der Hohenstein gilt als alte germanische Kultstätte, die dem Gott Donar gewidmet war. Um diesen Berg und seine Felsvorsprünge Hirschsprung, Grüner Altar und Teufelskanzel ranken sich zahlreiche alte Sagen. Im westlichen Süntel finden sich die Überreste der frühgeschichtlichen bis mittelalterlichen Wallanlage Amelungsburg und der Burg Roden.
Aus jüngerer Vergangenheit stammen Spuren des Kohlebergbaus im südöstlichen Teil des Süntels bei Bad Münder (Güllichstollen, Bertastollen, ..). Der Süntelsandstein wurde für viele bekannte Bauten der Umgebung verwendet, wie z. B. beim Rattenfängerhaus in Hameln, Schloss Barntrup, Schloss Schwöbber und Schloss Hämelschenburg.
Zwischen 1933 und 1938 entstand im Auftrag der Stadt Hameln das damalige Horst-Wessel-Denkmal. Im Süntel befand sich eine US-Radarstation auf der Hohen Egge, ein Nato-Depot bei Hülsede und ein Tanklager bei Unsen.
Wie auch viele andere Waldgebiete gibt es für den Süntel zahlreiche Sagen. Eine der bekanntesten ist die Sage vom Baxmann, nach der sich der Bösewicht immer noch an der Baxmannquelle in der Nähe der Baxmann-Baude aufhält, wohin er verbannt wurde, um die Quelle mit einem Fingerhut auszuschöpfen.
Eine botanische Rarität stellen die Süntelbuchen dar, von denen es im Süntel (Dachtelfeld und Bleeksgrund) noch knapp ein Dutzend älterer Exemplare gibt. Der letzte große Süntelbuchenwald auf der Westeregge wurde 1843 fast vollständig gerodet. Diese Mutation einer gewöhnlichen Rotbuche zeichnet sich durch ihre außerordentlich bizarren Kronen und tief herabhängenden Äste aus. Man findet zahlreiche, selten gewordene Blumenarten wie Frauenschuh und Geflecktes Knabenkraut. Neben Reh- und Schwarzwild gibt es im Süntel auch Muffelwild. Selten zeigen sich Schleiereule, Turmfalke, Schwarzspecht und Edelmarder. Am Südhang wird gelegentlich der Schwarzstorch gesichtet.
Die mystischen Schluchten mit den vielen malerischen Bächen, die Felsen und Klippen, die ausgedehnten Buchenhaine – an so vielen Plätzen und Orten im Süntel erwarten den Besucher unvergessliche Erlebnisse.

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Der Cache liegt hier:
N 52° G-J / C-B / , / G-L / A-D / K-S
O 9° P-A-M / S-M / , / F-E-H / P-R-H / R-J
Achtung: Im Süntel gibt es im westlichen Teil seit einiger Zeit ein Problem. Die Region wird zu einem großen Urwald gemacht. Wege, die mit großem Aufwand gebaut wurden, werden jetzt mit großem Aufwand zurückgebaut. Den Süntelsee (R9) kann man legal nicht mehr erreichen. 11.03.2024
