Skip to content

Halt! Sektorengrenze Multi-Cache

This cache has been archived.

eichwalder: Nach fünfeinhalb Jahren ist hier nun Schluss und Platz für Neues. Danke für all die schönen Logs!

More
Hidden : 3/12/2016
Difficulty:
2 out of 5
Terrain:
3 out of 5

Size: Size:   micro (micro)

Join now to view geocache location details. It's free!

Watch

How Geocaching Works

Please note Use of geocaching.com services is subject to the terms and conditions in our disclaimer.

Geocache Description:

Multi mit 2 Stationen und Final. Teile der Strecke sind nicht für Fahrrad oder Kinderwagen geeignet. Der T-Wert berücksichtigt ergiebige Niederschläge, bei trockenem Wetter könnt ihr einen Punkt abziehen.



Halt! Sektorengrenze

Zu diesem Cache hat mich die Ausstellung "Grenzgänge" inspiriert, die bis April 2016 in der Alten Feuerwache in Eichwalde zu sehen war. Seit langem wusste ich, dass es hier früher mal eine gesicherte und bewachte Grenze gab - jedoch hätte ich nicht gedacht, dass man noch heute Reste davon sehen kann.

Nach dem zweiten Weltkrieg war Berlin in vier von den Alliierten verwaltete Sektoren aufgeteilt. Zwischen diesen Sektoren war Freizügigkeit vereinbart worden, was mit Beginn des Kalten Krieges vor allem der sowjetischen Seite zunehmend ein Dorn im Auge war. Da eine Grenzsicherung zwischen den Berliner Sektoren aus politischen und praktischen Gründen damals unrealistisch war, wurde stattdessen die Außengrenze Berlins mit Zäunen und Kontrollpunkten versehen.

Die Grenze zwischen Eichwalde und der zu Berlin gehörenden Schmöckwitzer Siedlung war damals wie heute die Waldstraße. Im Oktober 1952 wurde mitten auf dieser Straße ein Grenzzaun errichtet. Die Bewohner der Siedlung waren von Geschäften, Schulen und der S-Bahn abgeschnitten und mussten einen langen Umweg über den Kontrollpunkt Schmöckwitz in Kauf nehmen. Im Februar 1953 wurde der Zaun um etwa 300 Meter ans Ende der Siedlung, also an den Waldrand, verlegt. Die Grenze bestand bis zum Bau der Berliner Mauer 1961, der Kontrollpunkt in Schmöckwitz bis 1976. Auch auf dem S-Bahnhof Eichwalde fanden Grenzkontrollen statt. Dort wurde ein zusätzlicher provisorischer Bahnsteig errichtet, über den die Grenzsoldaten Züge betreten konnten, die auf dem Weg von oder nach Berlin Eichwalde passierten.

Die Grenze bestand aus einem etwa zwei Meter hohen Stacheldrahtzaun und einem dahinter liegenden, zwei Meter tiefen Graben. Bewaffnete Grenzposten patroullierten im Wald. Die Grenze verlief, von Schmöckwitz kommend, zwischen der Siedlung und dem Wald, und schwenkte westlich der Bahnlinie dann Richtung Bohnsdorf. Diesen Grenzverlauf kann man heute noch nachvollziehen. Während die Zaunpfeiler inzwischen verschwunden sind, tragen einige Bäume noch Spuren des waagerecht verlaufenden Stacheldrahts. Manche Bäume haben den Draht umschlossen, so dass er immer noch aus dem Holz ragt.

Wer mehr über die Geschichte dieser Grenze erfahren möchte, dem sei die Broschüre "Geteilte Welt - Kalter Krieg - Grenzort Eichwalde" empfohlen, die beim Eichwalder Heimatverein erhältlich ist.

Eure kleine Wanderung beginnt an der Grenze zwischen Eichwalde und Berlin (Station 1) und führt euch über den Wegpunkt "Postenweg" zu solch einem stacheldrahtbewehrten Baum (Station 2). Von dort aus ist es nicht mehr weit bis zum Cache.

Additional Hints (Decrypt)

Uvajrvfr mh qra Jrtchaxgra ornpugra. Svany: CRGyvat.

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)