Wenn ihr von der 6 - Kein Dach .... kommt, ist der Weg wegen umgestürzter Bäume unpassierbar geworden. Bitte bewegt euch am Feldrand bis in die Nähe des Hochstandes (siehe auch Wegpunkt)dort gibt es einen Weg durch das Gestrüpp. Augen auf und den Spuren folgen.
Nach dem 1. Weltkrieg war Deutschland weitgehend von der Einfuhr von Kolophonium und Terpentinöl abgeschnitten. Dies war die Geburtsstunde der deutschen Kieferharzung.
Das Prinzip der Harzung beruht darauf, daß nach Verwundung aus der Pflanze Baumharze austreten. Diese bald darauf erhärtenden Flüssigkeiten dienen als Wundverschluß.
Nur im Osten Deutschlands wurde sie nach 1945 weiter betrieben.
Harz wurde in der DDR gewonnen, im Westen hat man es irgendwo her importiert. Daher können sich auch Landsleute aus den gebrauchten Bundesländern diese Gebilde an den Kiefern nicht erklären, wenn sie mal beim Pilze suchen darauf stoßen.
Die durchschnittliche jährliche Harzproduktion in der DDR von rund 12.000 t auf etwa 30.000 ha Waldfläche entsprach einer Kolophoniumproduktion von 8.000 t, benötigt wurden aber 18.000 t Kolophonium in der DDR …...
Für 1 t Rohharz wurde beim Verkauf an den zuletzt einzigen, noch existierenden Verarbeitungsbetrieb, der 1795 gegründeten Pechsiederei Piering in Eich (Vogtland), ein Festpreis von 5134.- Mark gezahlt.
Mit dem Ende der DDR wurde ab Mitte 1990 die Harzproduktion eingestellt, weil sie bereits seit Mitte des 20. Jahrhundert unrentabel geworden war.
Schaut euch aufmerksam um und ihr werdet sehen wie die Kiefern versuchen ihre „Wunden“ zu schließen.