Alles begann vor etwa 100 Millionen Jahren. Wahre Massen an Regen ergossen sich im Zeitalter der Unterkreide über das Land. Flüsse brachten sehr viel Wasser mit sich und mit ihnen wurde Erde und Geröll ins Meer transportiert. Doch an Stellen mit wenig(er) Strömung setzte sich das mitgenommene Material ab und eine Schicht aus feinsten Tonteilchen, die dicht aneinander kleben blieben, entstand. Die Flemmingsche Tongrube ist solch ein Meer aus den Urzeiten und über die Jahrmillionen bildete sich eine Schicht aus bis zu mehreren 100 Metern.

Das Land konnte nicht zum Ackerbau genutzt werden, doch als man erkannte, dass dieses Material anderweitig genutzt werden konnte, wurde dieser blaue Ton gewonnen und zu Ziegelsteinen und Dachpfannen gebrannt.
Ton ist ein natürlich vorkommendes Material, das hauptsächlich aus feinkörnige Materialien besteht, bei ausreichenden Wassergehalten generell verformbar ist und spröde wird, wenn es getrocknet oder gebrannt wird.
Ton ist eine Klassifizierung innerhalb der Sedimentgruppen Konglomerat, Sandstein, Schluffstein und Tonstein. Dabei hat Ton die kleinste Körnung von weniger als 0,002 mm
Bei den Tonmineralien die feuchtem Ton seine plastischen Eigenschaften verleihen, handelt es sich im Allgemeinen um sogenannte Schichtsilikate*, z. B. Ilit, Montmonorillinit oder Kaolinit. Zusätzlich können Tone noch weitere Minerale enthalten, die nicht zu den plastischen Eigenschaften beitragen, wie z. B. Quarz, Kalzit, Dolomit, Feldspate, Metalloxide und -hydroxide oder auch kolloidale Kiselsäure und Eisenhydroxydgele. Daneben enthält Ton typischerweise auch organische, d. h. kohlenstoffreiche, Bestandteile, überwiegend in kollodialer (sehr feine Teilchen) Form.
* (Als Schichtsilikate bezeichnet man Silikate deren Silikatanionen aus Schichten eckenverknüpfter SiO4- Tetraeder bestehen. Diese Schichten oder Doppelschichten sind untereinander nicht über weitere Si-O-Bindungen zu Gerüsten verknüpft)
Da es nicht unweit einen alten Earthcache zum Thema Mergel gibt (GC16E6Y), sei hier auch noch der Unterschied dieser beiden Stellen und damit der des eigentlichen Tons und des Mergels erwähnt. Fast immer ist Kalk im Ton enthalten. Das Kalk wurde oft als Überreste verstorbener Tiere z.B. vom Plankton beigemengt. Man unterscheidet die Arten in Abstufungen des Kalkgehaltes. Hochprozentiger Ton hat mindestens 95% Tonanteil, Tonmergel 75 % und Mergel nur noch 65%. Es gibt dabei Bezeichnungen für alle 5-Prozentstufen des Kalk/Tonanteils.
Wie viel Mergel im Ton vorhanden ist, kann mehrere Gründe haben. Zum einen kommt es darauf an, wie viel kalkhaltiges Material sich bei der Entstehung zugesetzt hat und zum anderen, wie hoch hinterher die Auswaschung des Mergels war. Dabei können auch wieder mehrere Faktoren eine Rolle spielen. Warum der Mergelgehalt unweit von hier wesentlich höher ist, konnte ich leider nicht genau in Erfahrung bringen. Der unten angegebene Versuch, wird euch aber etwas über den Kalkgehalt hier im Ton der Flemmigschen Tongrube Auskunft geben.
Die obigen Koordinaten führen euch zu einem Schild in dem auch kurz etwas über die Historie der Grube erzählt wird. Der Wegpunkt bringt euch zu einer Stelle, an der ihr die Frage 3 gut prüfen und beantworten könnt, auch wenn der Ton hier eigentlich an vielen Stellen zu finden ist.
Das Biotop ist jedoch in diversen Teilen naturgeschützt und daher dürfen nur die Wege benutzt werden. Die beiden KOs liegen jedoch so, dass man das eigentliche Gelände gar nicht erst so weit betreten muss, das es zu einer Verletzung des Verbotes kommt.
Diesen Cache dürft ihr natürlich sofort loggen, nachdem ihr mir folgende Fragen beantwortet habt. Sollte etwas unstimmig sein, werde ich mich melden und z.B. um Nachbesserung bitten.
- In welcher Zeitepoche bildete sich die Tonschicht?
- Wie dick ist hier die Tonschicht an den dicksten Stellen (Tafel)?
Achtung: Es gibt auch noch eine zweite Tafel am Zusatz-WP. Da die erste Tafel keine Infornationen nehr hat, werdet ihr diese hier aufsuchen müssen, um alles korrekt beantworten zu können. Entweder geht ihr um de See oder fahrt an Ende zur anderen Seite rüber.
- Schaue dir den Ton (Wegpunkt) genau an und beschriebe ihn mir:
- Farbe
- Konsistenz
- Wie fühlt er sich an?
- Wie rein ist der Ton eurer Meinung nach? Enthält er erkennbar organisches Material oder Kalk?
Zum Kalkgehalt mache noch folgenden Versuch. Nimm ein wenig des Tones und lege es auf eine neutrale Unterlage. Nun begieße es mit etwas Säure (z.B. Essig oder Zitrone. Entsteht dort eine Reaktion mit Kalk?Den Versuch kannst du ja norfalls auch Zuhause machen.
Optional wäre ein Foto von dir und/an dem See schön (keine Pflicht)
Viel Spaß bei diesem Earthcache.
Guywan
Das Listing enthält Informationen und Inhalte aus Texten von wikipedia.de und navigator.geolife.de