2. Moorabenteuer Mystery Cache
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Difficulty:
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Terrain:
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Size:
 (small)
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Von jeher gelten Moore als schaurig, wurden oft von den Menschen gemieden und gefürchtet. Sie waren für Uneingeweihte gefährlich, da nur schmale Wege gefahrlos begangen werden konnten. Für die Bewohner der angrenzenden Gemeinden stellte dieses Gebiet im wahrsten Sinne des Wortes eine Goldgrube dar. Tonvorkommen wurden entdeckt und verarbeitet, Torf als Brennmaterial gestochen und getrocknet. Das Töpferhandwerk entwickelte sich und brachte einen gewissen Wohlstand in die Dörfer. Andere Bereiche wurden versucht trocken zu legen, um sie landwirtschaftlich zu nutzen - nicht immer mit Erfolg. Auch gaben die nutzbar gemachten Wiesen und Weiden nicht das beste Futter her.
Heute ist der ökologische Wert von Mooren unbestritten, sie sind zum Beispiel für den Klimaschutz sehr wichtig, außerdem bieten sie Lebensraum für viele einzigartige Tier- und Pflanzenarten. Doch Moor ist nicht gleich Moor, es gibt viele verschiedene Moortypen. Das Lobenmoor bei Hohenleipisch ist ein Niedermoor, das aus vielen kleinen Mooren besteht. Man unterscheidet unterschiedliche Moortypen, und im Lobenmoor kommen mehrere vor - an den „Torfstichen“ befinden sich Durchströmungsmoore und beim „Alten Moor“ handelt es sich um ein Versumpfungsmoor.
Vor ungefähr 120.000 Jahren sammelte sich im heutigen Gebiet des Lobenmoores das Schmelzwasser der Saale-Eiszeit wie in einer Badewanne, da es im Durchbruchsbereich des Kirchhain-Finsterwalder Beckens im Norden hin zum Urstromtal der Schwarzen Elster im Süden lag. Im zentralen Bereich dieses Beckens bildete sich ein 1,50m tiefer Flachsee, der verlandete und dann eine Verlandungsmoorphase durchlief. Durch weiteren Grundwasseranstieg kam es schließlich zur Bildung eines Niedermoores.
Mit der Zeit bildeten sich aus abgestorbenen Pflanzenresten bis zu zwei Meter dicke Torfflöze. Seinen Namen leitet das Lobenmoor vom slawischen Wort „lom“ ab, das so viel wie Waldbruch bedeutet.
Seit dem 15. Jahrhundert wird das Lobenmoor stark durch die Tongewinnung beansprucht. Zu dieser Zeit war Hohenleipisch die Töpferhochburg, es gab mehr als 20 Töpfereien. Noch heute findet man dort zwei Töpfereien, die dieses alte Handwerk pflegen.
Bis zum Jahr 1985 wurden viele Moore im Loben entwässert, um die maximale Holzproduktion zu gewährleisten. 1981 wurde es dann unter Naturschutz gestellt, um diesen wertvollen Naturraum zu retten. Es wurde das Moorschutzprogramm ins Leben gerufen, um das weitere Austrocknen zu stoppen und neues Moorwachstum anzuregen. So wurden angrenzende Gräben gestaut, verfüllt und die Grabsohlen angehoben. Das Wasser steht heute auf den Flächen, die Wiedervernässung war erfolgreich. Davon profitieren viele Tier- und Pflanzenarten, 316 Pflanzenarten leben im Lobenmoor, davon sind 32 als gefährdet eingestuft. Dies sind zum Beispiel der Sumpfporst, Seerosen, Lungenenzian, Wollgras und Sonnentau.
Das Lobenmoor ist Brut-, Schlaf- und Sammelplatz für Kraniche, die im Frühjahr bei ihren spektakulären Balztänzen beobachtet werden können. Außerdem ist es Jagdgebiet der Seeadler, die auf toten Bäumen nach Beute Ausschau halten. Weitere Tierarten, die vorkommen sind der Ziegenmelker, der Moorfrosch und der Eisvogel.
Wer etwas Zeit hat, sollte das Gebiet des Lobens genauer erkunden. Auf dem Aussichtsturm lassen sich mit etwas Glück Kraniche oder Seeadler beobachten. Und auch der Moorlehrpfad am Alten Torfstich ist einen Besuch wert.
Um diesen Cache zu finden, müsst ihr folgende Fragen beantworten. Alle Antworten dazu findet ihr im oberen Text und könnt sie somit bequem von zu Hause aus lösen.
(N 51° 30.ABC' E 013° 34.DEF')
1. Was wurde im Zuge des Moorschutzprogrammes getan, um das Lobenmoor zu erhalten?
a) Das Lobenmoor wurde durch Zuführen von Wasser geflutet. (A= 4)
b) Gräben, die das Moor umranden wurden gestaut und Grabensohlen angehoben. (A= 8)
c) Das Betreten des Lobenmoores wurde untersagt. (A= 5)
2. Wie viele Pflanzenarten sind im Gebiet des Lobenmoores zu finden?
a) 316 (B= 7)
b) 415 (B=9)
c) 32 (B=0)
3. Wofür nutzen Kraniche das Lobenmoor?
a) für die Futtersuche (C= 4)
b) als Schlaf-, Brut- und Sammelplatz (C= 3)
c) als Schlafplatz und für die Futtersuche (C= 5)
4. Wann wurde das Lobenmoor unter Naturschutz gestellt?
a) 1957 (D= 2)
b) 1985 (D= 6)
c) 1981 (D= 5)
5. Für welches Handwerk ist Hohenleipisch bekannt?
a) Schmiedekunst (E=4)
b) Schreinern (E= 0)
c) Töpfern (E= 9)
6. Woher hat das Lobenmoor seinen Namen?
a) Vom slawischen Wort „lom“ (F= 2)
b) Weil das Gebiet früher oft „gelobt“ wurde für seine Fruchtbarkeit. (F= 3)
c) Vom lateinischen Wort „lomis“ (F= 9)
Additional Hints
(No hints available.)
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