5. Bodenschatzsuche Multi-Cache
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Difficulty:
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Terrain:
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Size:
 (micro)
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Der Bergbau gestaltete die Landschaften des Naturparks in vielen Gebieten. Viele Bodenschätze wurden entdeckt und über Jahrhunderte gefördert – Raseneisenstein, Torf und Ton, Kies und Kohle. Die Spuren dieses Bodenschatzabbaus spiegeln sich noch heute deutlich in der Landschaft.
Besonders deutlich hat der Kohleabbau die Region geprägt. Im ehemaligen Revier Domsdorf-Tröbitz entdeckte man vor 160 Jahren viele kleine Braunkohlevorkommen unter der Erde. Die Braunkohle lag so dicht unter der Oberfläche, dass sie einfach mit Hacke und Schaufel abgetragen werden konnte. Später wurde nach der Kohle in Stollen gegraben und sie wurde auch mit Dampfbaggern und Förderbrücken im Tagebau abgebaut.
Der Braunkohleabbau brachte Wohlstand in eine traditionell arme Region, viele Menschen zogen in das Revier Domsdorf-Tröbitz um in der Kohleförderung mitzuarbeiten und am Reichtum teilzuhaben. Es entstand Infrastruktur, die heute noch genutzt wird. Das Leben der Bergarbeiter war jedoch hart. Die Tage waren lang und die Arbeit gefährlich, es konnten sich Gebirge im Stollen lösen, Teile wurde verschüttet oder eine Grube brach ein. Gesundheitsschäden als Konsequenz der Arbeit mit Gasen und Stauben gehörten oft zum harten Leben dazu. Alt wurden Bergleute nur selten.
Viele Brikettfabriken entstanden in der Region. Seit über 50 Jahren ist der Kohleabbau im Revier Domsdorf-Tröbitz nun beendet, die Kohlevorkommen waren erschöpft. Für eine Zeitlang wurden danach die Brikettfabriken mit Braunkohle aus Revieren weiter östlich beliefert - die Fracht wurde mittels Schienentransport auf der „Kohlebahntrasse“ nach Domsdorf gebracht. Heute ist die ehemalige Bahnstrecke zu einem attraktiven Radweg umgebaut.
In den ehemaligen Tagebauen bildeten sich im Laufe der Zeit Bergbaufolgeseen, die mit ihrem sehr sauren Wasser einen besonderen Lebensraum darstellen. Hier können nur wahre Überlebenskünstler wie der Schmalbindige Breitflügel-Tauchkäfer, die Königslibelle, der Plattbauch oder die Ringelnatter existieren. Die Böden um die Seen herum sind auch oft sehr sauer und nährstoffarm. Die Bedingungen sind wüstenartig, die Sandböden nur spärlich bewachsen. Im Sommer trocknen sie stark aus und erhitzen sich. Pflanzliche Überlebenskünstler wie das Kleine Habichtskraut fühlen sich hier trotzdem wohl. Die Pflanzen besitzen eine dichte Behaarung oder ledrige Blätter, die vor Austrocknung schützen und ein weit verzweigtes Wurzelsystem, um ausreichend Wasser aufnehmen zu können. Doch nicht nur Pflanzen sind in diesen kleinen „Wüsten“ zu finden, sondern auch viele Tierarten. Insbesondere Insekten wie Ameisenlöwen, Sandohrwürmer, Blauflügelige Sandschrecken und Dünen-Sandlaufkäfer haben sich diese Refugien erobert. Auch die robuste Kreuzkröte fühlt sich in dieser Landschaft wohl. Der Wiedehopf kommt zur Insekten-Jagd vorbei, Kraniche besuchen die Wasserstellen.
Wer mehr wissen will, für den lohnt sich ein Besuch in der alten Louise, einer alten Brikettfabrik. Oder aber ihr entdeckt die lebendige Wüste beim Restloch 124, zu dem ihr über die alte Kohlebahntrasse fahren könnt.
Um den Cache finden zu können, müsst ihr folgende Fragen beantworten:
N 51° 34.ABC' E 013° 24.DEF'
1. Was ist der Plattbauch?
a) ein Vogel (A= 6)
b) eine Libelle (A= 5)
c) Ein Ausdruck der Bergmannssprache für eine flache Felsplatte. (A= 7 )
2. Warum war das Leben der Bergarbeiter meist sehr kurz?
a) Weil ihr Beruf sehr stressig war (B= 7 )
b) Weil sie oft verschüttet werden konnten oder Schadstoffen ausgesetzt waren (B= 1 )
c) Weil sie in den Minen nur wenig zu essen bekamen (B= 4 )
3. Wann entdeckte man im Revier Domsdorf-Tröbitz die ersten Braunkohlevorkommen?
a) Vor 200 Jahren (C= 9)
b) 1945 (C= 8)
c) Vor 160 Jahren (C= 0)
4. Welche Bodenschätze wurden unter anderem in dieser Region abgebaut?
a) Öl und Braunkohle (D= 8 )
b) Kies und Erdgas (D= 6 )
c) Raseneisenstein und Braunkohle (D= 7)
5. Wie stellen die Pflanzen in Bergbaufolgelandschaften ihre Wasserversorgung sicher?
a) Sie schützen sich vor Verdunstung mit Haaren oder ledrigen Blättern. (E= 8)
b) Sie haben ein kurzes Wurzelwerk, mit dem sie gefallenen Regen von der Erdoberfläche absorbieren. (E= 5 )
c) Sie stellen ein Enzym her, das sie mit Wasser versorgt. (E= 6)
6. Wie sind die Böden in Bergbaufolgelandschaften?
a) nährstoffreich (F= 6 )
b) nährstoffarm und sauer (F= 1 )
c) nährstoffarm und kalkig (F= 2 )
Additional Hints
(Decrypt)
Ung zvg qrz Oretonh mh gha ;)
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