Zwischen Dullich's und Besenbinder #10 -Das steinerne Kreuz der Butterfrau
An dieser Stelle befindet sich ein Steinernes Kreuz, an welchem im 17. oder 18. Jahrhundert eine Butterfrau umgebracht wurde.
Etwas abseits der Runde, aber wir wollten diesen Ort nicht unbeachtet lassen und wenn man ein Stückchen weiter läuft hat man einen schönen Blick auf die Besenbinder.
Eine Möglichkeit zum Ausruhen gibt es hier ebenfalls.
Auch wenn hier nicht mit großem Muggelaufkommen zu rechnen ist, verhaltet euch bitte unauffällig,
Achtet auf die Natur und verlasst den Cache bitte so wie Ihr ihn vorgefunden habt.
In der Heimatstube Breitenbach erzählte man uns folgende Geschichte über die Butterfrauen: Im Dorfe hatte fast jede Familie eine oder mehrere Wiesen, um sich Kühe halten zu können. Obwohl die am Gespann landwirtschaftliche Fuhren zu bewältigen hatten, wurden sie auch gehalten der Milch wegen. Die Kühe wurden frühs und abends gemolken. Die Milch wurde entrahmt und aus dem Rahm wurde Butter geschlagen. Gaben die Kühe Milch, konnte auch viel Butter produziert werden, oft mehr als die Familie verzehren konnte.Dann trugen die Frauen die Butter zum Verkauf in die Stadt zu den bürgerlichen Leuten, die selbst keine Landwirtschaft betrieben. Die Last, die die Frauen auf dem Rücken im Huckekorb trugen, wurde auf der Strecke, die zu Fuß bewältigt werden musste, oft zu schwer. Die Wege waren weit, nach Schmiedefeld, Schleusingen, Ilmenau u.a. trugen die Frauen ihre Butter. Bot sich dann unterwegs eine Möglichkeit zum kurzen Ausruhen, wenn ein Gestänge in Sicht war, so setzten die Butterfrauen Ihre Kiepe, ohne diese von der Schulter zu nehmen auf dem Gestänge auf.Um nicht unnötig Zeit zu vergeuden, hatten sie einen Beutel mit Handarbeiten an der Schürze hängen und nutzten die kurze Zeit des Ausruhens zum Stricken. Am steinernen Kreuz, soll eine der Butterfrauen umgebracht worden sein. Womöglich wegen der wenigen Groschen, die vom Butterverkauf erzielt worden waren.