An Ostern 2016 sah ich eher zufällig die folgende Anzeige in der Aachener Zeitung, die mich doch sehr berührt hat:

Anscheinend sind im vergangenen Jahr über hundert Personen in Aachen gestorben, um deren Bestattung sich niemand mehr hat kümmern können (oder wollen?), so dass das Ordnungsamt dafür Sorge tragen musste.
Das habe ich zum Anlass genommen, mit diesem kleinen Cache die Serie auch nach dem Bonus noch einmalig zu erweitern, um an diesen Umstand – und auch ein wenig an die betroffenen Personen – zu erinnern.
Der Cache ist ein kurzer Multi, und zwar deshalb, weil ich natürlich nicht auf dem Friedhof einen Cache verstecken wollte. Eigentlich aber führt er auf den Friedhof Hüls, und zwar genau zum „Grabfeld für ordnungsamtlich angeordnete Bestattungen“ oder eben anders ausgedrückt: Zu dem Grabfeld, wo genau die Personen bestattet sind, an die mit obiger Anzeige erinnert wurde.
Die Gräber sind alle extrem schlicht gehalten, lediglich mit einem einheitlichen Holzkreuz versehen. (Die allerdings sind inzwischen auch längst entfernt. Sie halten ja nicht ewig. Inzwischen sind es also völlig anonyme Gräber hier.)
Neuerdings besteht auch die Möglichkeit, in einer gepflasterten Fläche in der Mitte einen Pflasterstein mit dem Namen eines Verstorbenen zu versehen. Aber das passiert natürlich nur, wenn sich im Nachhinein doch noch ein Spender findet. (Falls ihr auch wundert, warum da doch schon recht viele Steine liegen: Die ersten 70 Steine wurden von Aachener Steinmetzen gestiftet.)
Ich habe lange überlegt, ob ich die Namen in der Anzeige anonymisieren soll oder nicht. Schließlich ist es ist ja eine öffentliche Anzeige. Am Ende habe ich mich doch dazu entschieden, weil ich ja niemanden „zur Schau“ stellen will und natürlich nicht weiß, ob es den Betroffenen recht gewesen wäre, hier (letztlich im Rahmen eines Spiels) veröffentlicht zu werden. Als die Kreuze hier noch standen, konnte man die Namen aus der Anzeige auf dem Grabfeld leicht wiederfinden. Es sind die Gräber aus dem Jahr 2015, die ihr links von der Pflasterfläche findet.
Als ich kurz nach Ostern 2016 bei der Vorbereitung des Caches vor Ort war, waren rechts vom Pflaster schon wieder 24 ganz frische Gräber aus 2016 angelegt ….
Vielleicht findet ihr ja Gelegenheit, vor Ort kurz der o.a. Verstorbenen zu gedenken mit einem kurzen Gebet, einem Gedanken, meinetwegen einem Lied oder wie es euch gefällt.
So, nun aber zum Cache:
Betrachten wir zunächst das große Kreuz aus Edelstahlrohren an der Kopfseite des Grabfeldes. Aus wie vielen Rohren besteht das Kreuz (Längs- und Querbalken)? A = …
Mit wie vielen Schrauben ist es am Sockel befestigt? B = …
Nun wenden wir uns den Pflastersteinen zu. Zunächst dem in der vordersten Reihe ganz links. Er erinnert an Clementine. Bildet die Quersumme des Geburtsjahres von Clementine. C = …
Der Pflasterstein vorne ganz rechts hingegen erinnert an Elisabeth. Bildet hier die Quersumme des Todesjahres von Elisabeth. D = …
Zum Finden des Finals setzt die ermittelten Werte bitte in folgende Formel ein:
N 50° 4(C-D-B) . (C-A-B) (C-D), E 006° 0(C-A-1) . (A-D)(D-B)D.
Noch ein Wort zum Final: Es liegt nicht direkt am Friedhof, ihr müsst also ein wenig gehen (oder fahren). Die Strecke sollte aber zu bewältigen sein.
. Das Final ist leider wieder eher eine Notlösung, weil mir das ursprünglich geplante Final in der Vorbereitungsphase gefällt wurde. Aus dem Grunde ist es auch nur (noch) ein Mikro. Es sollte aber gehen. Bitte achtet auf Muggels, von denen hier mehr herumrennen als man meinen sollte.
Viel Erfolg.