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Torfkuhle & Katzenbuckel EarthCache

Hidden : 4/2/2016
Difficulty:
2.5 out of 5
Terrain:
2 out of 5

Size: Size:   other (other)

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Geocache Description:



Torfkuhle & Katzenbuckel

Ein idyllisches Fleckchen Erde in direkter Nähe des Schlosses Moyland (Bedburg-Hau) lädt zum Wandern, Verweilen und Erkunden ein. Mit diesem EarthCache möchten wir euch eine dort befindliche Torfkuhle und den Katzenbuckel (Endmoränen-Erhebung) vorstellen. Wenn ihr so wollt, schlagen wir 2 Fliegen mit einer Klappe. Achtet bitte bei euren Wanderungen darauf, dass ihr euch teilweise in dem Schutzgebiet KLE 059 befindet. Um Natur und Umwelt zu schonen müssen für die Aufgaben zu diesem EarthCache die vorgegebenen öffentlichen und vorgegebenen Wege und Pfade niemals verlassen werden.

Rückblick in längst vergangene Zeiten:
Wir befinden uns in der Niederrheinischen Bucht, die durch Plattentektonik entstanden ist. Die europäische Platte bricht allmählich auseinander und sinkt in diesem Bereich ab. Zwischen 30 und 18 Millionen Jahren vor unserer Zeit war die Niederrheinische Bucht von einem tertiären Meer bedeckt. In Küstennähe dieser Bereiche entstand ein Moor und es kam zu einer ausgedehnten Torfbildung. Mehrmalige Absenkungen der Bucht führten zu einem wiederholten Vordringen des Meeres. Dabei wurde die Torfschicht von Sanden bedeckt. Zog sich das Meer zurück, bildete sich neuer Torf. Durch den Druck der Sandschichten wurde die bis zu 270 Meter starke Torfschicht auf etwa 100 Meter verdichtet, das führte zur Braunkohlebildung. Vor ca. 8 Millionen Jahren zog sich das Meer endgültig zurück. Später zerbrach die Niederrheinische Bucht in vier Schollen (Rur-, Venloer-, Erft- und Kölnscholle), die unterschiedlich tief absanken. Dadurch liegen die Braunkohleflöze heute in unterschiedlichen Tiefen und weisen eine Neigung auf. Die nächsten 6 Millionen Jahre war die Niederrheinische Bucht eine ausgeprägte Flusslandschsft. Die Vorläufer von Rhein und Maas mäandrierten in unzähligen Armen und wechselten ständig ihren Lauf. Auch in dieser Zeit kam es zu Torf.

Spezifikation:
Torf ist ein organisches Sediment, das in Mooren entsteht. Im getrockneten Zustand ist Torf brennbar. Er bildet sich aus der Ansammlung nicht oder nur unvollständig zersetzter pflanzlicher Substanz und stellt die erste Stufe der Inkohlung dar. Dort, wo die Bodenbeschaffenheit eine Ansammlung von stehendem Wasser in flachen Seen und Senken der Flussauen gestsattet, wird dieses im Laufe der Zeit eutrophieren und durch die abgestorbenen Pflanzenreste verlanden. Die Entstehung von Torf geht sehr langsam vor sich. Der Richtwert für die Torfablagerung in einem Moor ist mit ca. 1mm pro Jahr anzusetzen. Zunächst entsteht ein nährstoffreiches Niedermoor mit Niedermoortorf. Bei geeigneten Bedingungen koppelt sich die Oberfläche des Moores durch Auflagerungen allmählich vom stehenden Grundwasser der Senke ab.

Zur Torfkuhle vor Ort:
Diese Torfkuhle liegt seitlich unterhalb der Endmoränen-Erhebung Katzenbuckel. Sie liegt in einer Altrheinsenke, entstanden durch Torfabgrabung und ist Bestandteil eines alten Entwässerungssystems das heute noch zur Regulierung von Regenwasser dient. Eigentlich sind es zwei Torfkuhlen, eine Grosse und eine Kleine. Die Grosse hat eine Länge von 500 Meter und eine Breite von max. 65 Meter mit einer Wasseroberfläche von ca. 1,6 Hektar. Nach Westen zu verschmälert sich das Gewässer bis auf ein Rinnsal um dann nach wenigen Metern in die Kleine zu münden. Die Kleine ist ca. 200 Meter lang und erreicht nur eine Breite von 20 Meter. In der trockenen Jahreszeit ist sie mehr ein sumpfiges Gelände als Gewässer. Ursprünglich handelt es sich dabei um abgetrennte Flußschlingen des Rheines, die im Laufe der Zeit verlandeten und zum Niedermoor wurden. Durch die spätere Torfgewinnung entstanden wiederum wassergefüllte Kuhlen. Ein Niedermoor besteht aus verschiedenen, an diesen Lebensraum gut angepasste Pflanzen, wie Röhrichte, Sauergräser, Schilf und Erlen. Die an den Moyländer Torfkuhlen neu gebildeten Erlenbrüche werden ihrer natürlichen Entwicklung überlassen und bieten verschiedenen Wasservögeln ein ungestörtes Refugium.


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Und nun in direkter Nachbarschaft zur Endmoränen-Erhebung, dem "Katzenbuckel":

Er ist Teil des dort verlaufenden Niederrheinischen Höhenzuges und ein ist ein Relikt eiszeitlicher Stauchmoränen der Saale-Eiszeit und mit 48 m ü. NN hier die höchste Erhebung. Dieser Teil der Hügelkette liegt am Nordrand zwischen Kalkar und Bedburg-Hau und wird daher auch der Bedburg-Moyländer Höhenzug genannt. Eis und Wasser haben die Landschaft am Unteren Niederrhein in den letzten 250.000 Jahren mehrfach umgestaltet. Dies ist auch am heutigen Relief noch deutlich zu erkennen. In der vorletzten Eiszeit (Saale-Kaltezeit) sind die Gletschermassen von Skandinavien aus nach Süden bis an den Niederrhein vorgestoßen (siehe Abb.1). Die Eisfront drängte den Rhein nach Südwesten ab, schob Rheinsedimente (Sand und Kies) vor sich her und presste sie in die Höhe. So entstanden die bogenartigen Stauchmoränen. Schmelzwasser von den Gletschern transportierte Sande an den Eisrand, wodurch die Sanderschüttungen an den Rändern der Stauchmoräne entstanden.

Während der letzten Kaltzeit (Weichsel-Kaltzeit, siehe Abb. 2) hat das Eis das Niederrheingebiet nicht mehr erreicht und es lag ein kalt-trockenes Tundrenklima vor. Der Wind wehte Flugsand und Löß über die höheren Geländeteile und lagerte sie ab. Schnee-Schmelzwasser zerschnitt die gefrorenen Randbereiche der Stauchmoränen mit Tälern. Der Rhein war während dieser letzten Kaltzeit ein riesiges, verflochtenes Flusssystem mit zahlreichen kleinen und flachen Inseln zwischen einem verästelten, seichten Gewässernetz. Der Rhein wurde jetzt nicht mehr vom Eis abgedrängt und floss mit seiner Sedimentfracht um die Stauchmoränenhügel herum nach Nordwesten (heutige Niers-Niederung), Norden (heutiges Rheintal) und Nordosten (heutige Issel-Niederung). Diese Landschaft ist als Niederterrassen-Landschaft in Teilen bis heute erhalten geblieben.

Bei der allmählichen Klimaverbesserung nach den Eiszeiten hörten die starken Abflussschwankungen durch Schmelzwasser auf. Zudem verminderte die sich nun entwickelnde Vegetation die Dynamik von Wasser und Sedimenten. Daher waren die Flüsse nicht mehr so wild in unzählige Seitenarme verflochten, sondern begannen große und weite Bögen zu entwickeln. Gleichzeitig begannen sie, sich langsam in die eiszeitlichen Talsohlen einzugraben und auch seitlich ihren Lauf zu verändern (zu mäandrieren). So entstand nach und nach die heutige Talaue mit der Niederterrassenkante.

Um diesen EarthCache loggen zu können begebt Euch zu den Koordinaten und beantwortet die  nachstehenden 4 Fragen (S1A, S1B, S1C, S2) deren Antworten teilweise auch nur vor Ort finden werdet. Ihr benötigt hierzu lediglich Auffassungsgabe und Erkenntnisse, die Ihr durch eigene Ermittlungen dort erfahren müsst:

Aufgaben/Fragen:

S1
Torfkuhle zum Anfassen:

Vor der Koordinate ca. 30 Meter den Pfad an der Böschung links vom privaten Zaun und des Steges hinabsteigen.
S1A)
Beschreibe die Art und den Zustand des Ufers und nenne eine Erklärung dazu.
S1B)
Prüfe die Konsistenz des und Beschaffenheit des Bodens direkt vor deinen Füssen, Achtung: Gefahr durch Einsinken!
S1C)
Was meinst du, mit welchem Faktor wurde eine Torfschicht verdichtet, was dann an etwas weiter südlicheren Orten zur Braunkohlenbildung führte?

S2
Mulde im Katzenbuckel:

An dieser Koordinate ist eine Mulde, die sich auffallend unförmig konkav in den "Berg" gebildet hat. Hierzu musst du einige Meter den Berg hinauf.
Gebe die groben Abmessungen von Länge, Breite, Tiefe an und auch das Gefälle in ° an der steilen rechten Seite dieser Mulde an. Was meinst du, wie diese Mulde wohl entstanden sein könnte; ... versuche das zu erklären.

REF1
Hinweistafel Katzenbuckel:

Auf der abgewinkelten Hinweistafel zum Katzenbuckel stehen einige aufschlussreiche Informationen über die Gegend den berühmten Wanderweg.

REF2
Findling zum Katzenbuckel:

Hier liegt ein Findling in Form eines Dreiecks am Aufgang zum Katzenbuckel. Auf dem Stein sind so einige Werte und Pfeile eingeschlagen. Ein Pfeil zeigt die 48 Meter nach oben. Wer Lust hat, kann den Weg gehen.


Eure Antworten aus den Aufgaben schickt uns bitte per Mail und danach dürft Ihr den EarthCache sofort loggen. In den EarthCache-Guidelines ist bewusst nicht vorgesehen, dass auf eine Logfreigabe seitens des Owners gewartet werden muss. Wir werden die uns zugesandten Antworten und Lösungen auf ihre Richtigkeit prüfen. Es ist zwar keine Logbedingung, aber wenn Ihr wollt, macht ein Foto von Euch und dem Objekt an den Koordinaten, ohne allerdings mögliche Antworten bildlich zu spoilern.

Viel Vergnügen bei diesem EarthCache für die ganze Familie; ... und wir würden uns natürlich über eine Weiterempfehlung an Freunde und Bekannte, sowie über reichlich behangene Schleifchen in Form von FavPoints sehr freuen.

Team N51E06

 

Quellen und Nachweise:
Lokalkompass Bedburg-Hau,
Info-Flyer Bedburg-Hau,
Steinzeitwissen,
Wikipedia/Torf,
NSG-Kleve,
Eigene Erkundigungen vor Ort mit Bildern aus der oberen Collage.

 



Nederlands-Version:
Info voor onze Nederlandse cachervrienden:
Helaas moeten we afzien van een vertaling in het nederlands. Zouden we dit toch doen, wordt de lijst (Listing) veel te lang en verwarrend. Mocht u desondanks een versie in het nederlands wensen, vertel het ons, en wij nemen contact met jullie op. Of jullie maken gebruik van een andere dienst, of andere hulp. Zoals bv."https://translate.google"

Hartelijk dank voor uw begrip,
Bernd van Team N51E06


English-Version:
"Unfortunately we needed to refrain from adding an English version as it would have made the listing too long, complex and confusing. In case you do need an English translation kindly do not hesitate to contact us and we will look for a solution. Or you may want to try an online translation service.

Thank you very much for your kind understanding."
Bernd of team n51e06

Additional Hints (No hints available.)