Der Ortsteil Gutach-Turm hat seinen Namen von einer mittelalterlichen Turmburg, die gegenüber auf einer auslaufenden Felsnase des unteren Bühlersteins stand. Die Grundmauern wurden 1972 vom Schwarzwaldverein Gutach und dem Historischen Verein Hausach freigelegt. Die Herren von Hornberg erschlossen und besiedelten um 1100 das Gutach-Tal. Später errichteten sie im heutigen Gutach-Turm und im Tiefenbach zwei einfache Turmburgen, die als Zoll- und Geleitstationen dienten. Durchziehende Kaufleute, Handwerker und Händler mussten Gebühren bezahlen und erhielten als Gegenleistung einen Geleitschutz durch das Herrschaftsgebiet. Von diesen Gebühren waren insbesondere Straßburger Kaufleute betroffen. Es gab immer wieder Streit um die Höhe der Ausgaben. 1368 schickten Sadt und Bischof von Straßburg Truppen ins Kinzigtal, die en Turm in Gutach einnahmen und zerstörten.
1369 kam es durch die Vermittlung der Fürstenberger und der Geroldsecker zu einem Friedensvertrag zwischen Straßburg und Hornberg, demzufolge die Straßburger den Turm wieder aufbauen mussten. Doch schon 1383 kam es zu neuen, folgenschweren Auseinandersetzungen. Junker Heinrich von Lahr, der als begüteter und einflussreicher Stadtbürger in Straßburg seinen Lebensabend verbrachte, geriet aus nicht bekannten Gründen mit den Hornbergern in Streit. Diesmal zerstörten die Straßburger den "newen thurn zue Guotach" endgültig. Die zum Turm gehörenden Grundstücke wurden in der Folgezeit von den Herren von Hornberg nach und nach verkauft, so zum Beispiel 1389, als Ritter Heinrich von Hornberg ein Viertel des zur Turmburg zählenden Geländes an den "ehrbaren Knecht Aberlin Schencken, den man nennt den Lapper", abgibt. Die Nachfahren dieses "Lappen" waren später die Bauern hinter der Mühle.
Ihr sucht einen PETling - bitte versucht nicht die Halterung abzumontieren, einfach nur den Deckel abschrauben!