Was hat Erlangen mit dem Sonnenkönig zu tun?
Der französische König Heinrich IV. (1589-1610) erließ nach einem Religions- und Bürgerkrieg das Edikt von Nantes, womit in Frankreich wieder Ruhe einkehrte. Das Toleranzedikt von Heinrich IV. garantierte im 17. Jahrhundert die Religionsfreiheit in Frankreich. Am 18.10.1685 wurde es von König Ludwig XIV. aufgehoben, was zur Massenflucht der Hugenotten aus Frankreich führte.
Als der junge französische König Ludwig XIV. das Edikt von Nantes widerrief, änderte sich die Situation in Frankreich. Der Widerruf löste eine Flüchtlingswelle von ca. 180.000 Hugenotten (=die französische Bezeichnung für die Calvinisten, einer reformierten Glaubensrichtung) aus, die sich vor allem in den Vereinigten Niederlanden, den britischen Inseln, der Schweiz, in Dänemark, Schweden und in einigen deutschen Fürstentümern niederließen.
Station 1: Der Markgraf (N 49° 35,865‘ / E 11° 00,206‘)
Diese Situation nutzte Markgraf Christian Ernst von Erlangen und bot den Flüchtlingen das Recht auf Ansiedlung in Erlangen, um die Wirtschaft in seinem durch den Dreißigjährigen Krieg gebeutelten Herrschaftsgebiet wieder anzukurbeln.
Findet am Brunnen das Relief von Christian Ernst. Bilde die Quersumme der beiden Jahreszahlen im Relief und addiere 11 dazu (=A)
Station 2: Die Hugenottenkirche (N 49° 35,775‘ / E 11° 00,230‘)
Die ersten sechs Hugenotten erreichten Erlangen am 17. Mai 1686, etwa 1500 folgten in mehreren Wellen. Schon bald wurde klar, dass das kleine Dorf Erlangen nicht alle unterbringen konnte und eine neue Siedlung notwendig war. Die neue Stadt wurde von dem markgräflichen Oberbaumeister Johann Moritz Richter nach den Gesichtspunkten einer idealen barocken Planstadt für etwa 7500 Familien und einer eigenen Kirche angelegt. Der Entwurf sah einen rechteckigen Grundriss symmetrisch zur Hauptstraße sowie zwei große Plätze vor. Der Bau begann am 14. Juli 1686 mit dem temple, der Hugenottenkirche.
Zähle alle Buchstaben auf der Tafel und addiere zu ihrem Gesamtzahl die Quersumme der Fertigstellung des Turms. Ziehe am Ende 32 wieder ab. (=B)
Station 3: Die Planstadt (N 49° 35,922 / E 11° 00,100‘)
Durch den Beschluss, ein markgräfliches Schloss mit zugehörigem Park und Nebengebäuden zu errichten, bekam der Ausbau der Planstadt weitere Impulse. Mitte des 18. Jahrhunderts war dieses im Wesentlichen abgeschlossen.
Schau dir den in den Boden gegossenen Plan der Stadt an. Teile die dort angegebene Jahreszahl durch 3 und ziehe von ihr 562 ab. (=C)
Station 4: Der Hugenottenbrunnen (N 49° 35,878‘ / E 11° 00,305‘)
Der 1706 von dem Bayreuther Hofbildhauer Elias Räntz geschaffene Hugenottenbrunnen im Schlossgarten stellt in einem ovalen Brunnenbecken einen kegelförmigen Felsenberg dar, der in drei Ebenen aufgeteilt ist. Auf der untersten Ebene sind vornehme Hugenottenfamilien dargestellt, darüber antike Gottheiten und ganz oben Markgraf Christian Ernst.
Der Brunnen wurde von dem nahegelegenen Wasserturm gespeist, den wiederum das in der Thalermühle an der Regnitz gelegene Pumpwerk versorgte. N 49° 35,958‘ / E 11° 00,265‘
Gehe zum nahegelegenen Wasserturm und multipliziere die Zahl an Stockwerke, die der Turm ursprünglich höher war, mit 10. (=D)
Station 5: Die Hugenotten als Handwerker (N 49° 35,958‘ / E 11° 00,296‘)
Die Förderung der eigenen Wirtschaft war der wohl wichtigste Beweggrund für die Aufnahme der Glaubensflüchtlinge. Mit markgräflicher Unterstützung und auf der Grundlage der Privilegien, zu denen auch die Befreiung vom Zunftwesen zählte, gelang es den Hugenotten bislang neue Produktionstechniken und Organisationsformen einzuführen. Erlangen wurde dank der Fertigkeiten der neuen Bewohner nun berühmt für seine Strumpf-, Handschuh-, Bildteppich- und Weißgerberindustrie.
Hier ist ein typisches hugenottisches Handwerkshaus mit schönen Innenhof. Auch heute ist noch ein handwerklicher Betrieb dort. Welcher ist es?
1) Schuster / 2) Töpfer / 3) Schreiner / 4) Strumpfwirker / 5) Gerber/ 6) Goldschmied
Die Nummer der richtigen Antwort = E+3
Setze die Zahlen in die Formel ein:
N49° A, 0B
E11° C,DE