Neulich ist mir bei Bad Waldsee etwas aufgefallen, das mir doch irgendwie bekannt vorkam. Ich dachte natürlich sofort an Professor Gilbert und fragte mich, ob er da nicht wieder etwas im Schilde führt.
Doch weit gefehlt, hier ist etwas ganz anderes im Gange:
Mitte März wurde hier ein Windmessmast aufgebaut. Er hat eine so genannte Nennhöhe von 125 Metern. Am Mast selbst sind mehrere Sensoren angebracht, unter anderem auch ein beheiztes Ultraschall-Anemometer. Dieses kann auch bei Eiseskälte noch Messungen durchführen, denn es wird insgesamt zwölf Monate lang gemessen. Alle Ergebnisse werden ständig online überwacht.
Mit dem Messmast werden nun Daten zur so genannten Windhöffigkeit (Windgeschwindigkeit) erfasst. Diese Daten sind notwendig, um eine fundierte Grundlage für die Prognose der Winderträge der geplanten Windenergieanlagen im Bereich Bad Waldsee-Haisterkirch zu erhalten.
Erst auf Basis dieser Daten können seriöse Wirtschaftlichkeitsberechnungen und Anlagenauslegungen getätigt werden. Maximal könnten sechs Windräder mit einer Leistung von rund drei Megawatt aufgestellt werden. Pro Anlage könnten so etwa 2000 Privathaushalte mit Strom „Made in Bad Waldsee“ versorgt werden. Zeitgleich zu den Windmessungen werden weitere Grundlagenuntersuchungen durchgeführt. Dazu gehören insbesondere die avifaunistischen Untersuchungen zum Tierbestand und von Vogel-Nistplätzen, ein Schallgutachten und weiteres.
Während die Behörden in den nächsten 12 Monaten noch fleissig messen, hab ich hier schon mal den ersten grünen Geocache gelegt.
Du möchtest wissen, wie der aussieht ?
Dann begib dich in die Umgebung von Bad Waldsee und suche nach dem Mast, er ist nicht zu übersehen.
Die "Dose" findest du vom Mast aus 40 m in Richtung 327°.
Viel Spaß....