Die Leinemühle
An der Stelle, an der heute das Gasthaus Leinemühle seinen Gästen Speis und Trank bietet, befand sich einst die gleichnamige Wassermühle. Diese existierte bereits in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts. Damals kam Molmerswende (zu dessen Gemarkung die Leinemühle gehörte) zur Grafschaft Falkenstein. Die Leinemühle versorgte die Burg Falkenstein damals mit Mehl und anderem Mahlgut. Jahrhundertelang ging dies so, auch nachdem die Asseburger nach Aussterben der Grafen von Falkenstein die Burg mit den dazugehörigen Besitzungen in der Mitte des 15. Jahrhunderts übernommen hatten.
Das jähe Ende kam für die Leinemühle jedoch im Jahre 1865, als sie bei einem Brand vernichtet wurde. An der Stelle, wo die abgebrannte Mühle stand, wurde 1870 ein Gasthaus errichtet. Im Vorbau befand sich 1927 eine Chausseegelderhebungsstelle, in der man Strassennutzungsgebühren zu entrichten hatte. In den Jahren 1993/94 wurde die Leinemühle grundlegend restauriert. Heute ist sie ein Hotel und eine Ausflugsgaststätte, die in der Regel am Wochenende geöffnet hat.