Kehdingen wurde geprägt durch die Landwirtschaft und durch die Küstenschifffahrt. Vielerorts finden sich noch stumme Zeugen hierfür. Die Bedeutung der Küstenschifffahrt für das Land Kehdingen lässt sich allein daran ablesen, dass es 12 Häfen in Kehdingen gab. Ein Teil der Häfen existiert noch, einige Häfen sind jedoch nur noch mit viel Fantasie als solche zu erkennen. In dieser kleinen Serie möchte ich (Dank an fietefein für die Idee) Euch mit einer „Hafenrundfahrt“ der etwas anderen Art diese Häfen zeigen. Weitere Informationen zu den Häfen und zur Küstenschifffahrt in Kehdingen finden sich auch im Kehdinger Küstenschiffahrts-Museum in Wischhafen. Ein Besuch hier lohnt sich auf alle Fälle.
Nun viel Spaß bei der Hafenrundfahrt.
Im Norden des Kehdinger Landes liegt der erstmals 1154 erwähnte Flecken Freiburg. Der Hafenpriel durchschneidet das im Laufe der Jahrhunderte aufgespülte Vorland, „Schallen“ genannt und verbindet den Hafen mit der Elbe. In Freiburg waren beispielsweise 1899 Frachtewer beheimatet. Dies deutet auf eine nicht unbedeutende gewerbliche Bedeutung des Hafens hin. In den 1930er wurde die hölzerne Kajung durch eine stählerne Spundwand ersetzt. Über viele Jahrzehnte dominierte ein Hochsilo das Hafenbild, ehe dieses in den 1990er Jahren abgerissen wurde. Das letzte Küstenmotorschiff wurde hier in den 1970er Jahren beladen.
Mittlerweile ist sowohl der Ort als auch der Hafen durch das 1978 erbaute Sperrwerk hochwassergeschützt, jedoch beschränkt das Sperrwerk auch die Größe der Schiffe die den Hafen anlaufen können. Als Sport- und Freizeithafen erfreut sich jedoch Freiburg nach wie vor großer Beliebtheit.