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Die alte Lippeschleuse Hamm (HS No.2) Traditional Cache

Hidden : 4/27/2016
Difficulty:
1.5 out of 5
Terrain:
2 out of 5

Size: Size:   micro (micro)

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Geocache Description:

Dies ist der zweite Cache der Reihe "Hammer Stadtgeschichte" (HS No.2). Das Ziel ist es Örtlichkeiten der Hammer Stadtgeschichte nicht in Vergessenheit geraten zu lassen oder vergessene Orte wieder in Erinnerung zu rufen.


Weitere Caches der Reihe sind:
  • Der alte Schlachthof Hamm (HS No.1) GC6FJ6R
  • Das Rätsel (HS No.3) GC6GHG5
  • Die alte Brauerei Asbeck (HS No.4) GC6MWFQ

Schiffbarmachung der Lippe

Die Stadt Hamm war schon immer ein Verkehrsknotenpunkt. Hier überquerten die Heer- und Handelsstraße, welche von Südwesten kamen und durchs Sauerland verliefen, die Lippe und verbunden somit die Regionen im Norden mit denen im Süden. Besonders das Sauerland transportierte zur Zeit der Eisenindustrie seine Waren auf diesen Straßen.
Doch nicht nur die Straßen wurden zu dieser Zeit als Transportweg erkannt. Auch die Wasserwege wurden oftmals als Transportstrecke für Güter aller Art genutzt. Bei einigen Flüssen war es aufgrund zahlreicher Wehre und Sandbänke nicht auf Anhieb möglich, diese als Transportwege zu nutzen. So mussten diese entsprechend Schiffbar gemacht werden. So war dies auch bei der Lippe. Dies versuchten bereits die Kurfürsten zu Köln in den Jahren 1627/29 und 1652/62. Es wurde damals beabsichtigt in der Stadt Hamm einen Salzstapelplatz zu errichten um das Werler Salz dort bequem abholen zu können. Doch durch den 30jährigen Krieg und dem Auftreten der Pest seit 1625 in Deutschland geriet dies ins Stocken. Die Pläne wurden im Jahr 1666 und 1710 wieder aufgegriffen doch weiterhin nicht umgesetzt. Auch die Preußen forderten im 18. Jahrhundert immer wieder eine Schiffbarmachung der Lippe. Es scheitere dort immer wieder an der politischen Uneinigkeit und den Widerstand der Nachbarstaaten.
Erst mit der am 02.10.1817 erschienenen „Strom- und Uferordnung für den Lippefluß“ war die gesetzliche Grundlage geschaffen zur einheitlichen Durchführung einer Schiffbarmachung der Lippe. Im Jahr 1819 bewilligte König Friedrich Wilhelm III die zum Bau und Schleusen erforderlichen Mittel. Ab 1825 war die Lippe bis Hamm beschiffbar.

Die alte Lippeschleuse Hamm

Mit der Bewilligung der Gelder zur Schiffbarmachung der Lippe wurden die Begradigung und der Ausbau des Flusslaufes, sowie insgesamt 12 Schleusen und Staustufen finanziert. Sämtliche Schleusen wurden in der Zeit von 1820-30 unter der Leitung des Bauinspektors Baumann aus Lünen gebaut.

Karte 1:


Die Schleuse in Hamm wurde in der Zeit von 1823 bis 1826 als Doppelschleuse, also mit zwei Schleusenkammern, gebaut. Dies war insofern notwendig, da die Stauhöhe über 4 Meter betrug. Dadurch konnte auch der Wasserverbrauch beim Schleusengang halbiert werden.
Die Anlage war ganz aus Ziegelsteinen gebaut. Die Strebenpfeiler, Dremple (Toranschlag am Schleusenboden) und der Schleusenboden bestand aus Sandstein. Die Schleusentore waren aus Eichenholz mit Flutklappen. Jede Kammer war 85 Fuß lang (27,86 m) und 15 Fuß breit (4,71 m). Die Schiffe und Flöße durften nur eine Länge von 85 Fuß und eine Breite von 13,5 Fuß haben. Die Baukosten für die Schleuse beliefen sich 35.677 Taler, 6 Silbergroschen und 8 Pfennig.

Bild 1:

Am 03. August 1826 durchfuhr das erste Schiff die Schleuse Richtung Uentrop. Die ganze Gegend am Nordentor soll festlich geschmückt gewesen sein. Sogar der Bürgerschützenverein änderte aus diesem Anlass seinen Umzug und marschierte zur Schleuse.
Ab diesem Tag kamen nun die Schiffe ohne Halt von Wesel nach Hamm. Der Schiffsverkehr nahm auf der Lippe rasch zu.

Bild 2:

Mit dem Bau des Dattel-Hamm-Kanals wurde die Lippe im Bereich Hamm ein Stück weiter nach Norden verlegt. Durch die Fertigstellung des Kanals verlor die Lippe ihren Nutzen als Schifffahrtsgewässer. Die Schleuse wurde im Jahr 1914 nach der Fertigstellung des Kanals geschlossen und im Jahr 1925 dann abgebrochen.

Anfang Mai 2003 fanden „Schatzsucher“ im Nordring die Reste der alten Lippeschleuse. Als diese ausgegraben wurde, wurde ein Teil des alten Lippeschifffahrtsweges freigelegt. Die Mauerreste zeigen den Mittelteil der Doppelschleuse.

Bild 3 + 4:


Quellen:
  1. Text:
    • Hamm so wie es war, Verlag: Droste Verlag GmbH (ISBN 3-7700-0375-6)
    • Geschichte der Stadt und Region Hamm im 19. und 20. Jahrhundert, Verlag: Schwann im Patmos-Verl. (ISBN 3-391-34228-7)
    • Unser Westfalen Jahrbuch 2004 – Verlag: Westfälischer Anzeiger Verlagsgesellschaft mbH & Co KG(Bestell-Nr. BN0782)
  2. Karten:
    1. Abzeichnung der Urkatasterkarte von 1828; Verkleinert 1:5.000, aus Westfälischer Städteatlas Hamm, 1975, Verlag: W. Größchen
  3. Bilder:
    1. Schleuse um 1840, aus Hamm so wie es war, Verlag: Droste Verlag GmbH (ISBN 3-7700-0375-6)
    2. Schleuse um 1900, aus Hamm - Stadt zwischen Lippe und Ahse (ISBN 3-932555-00-7)
    3. Schleusenreste 2003, aus Unser Westfalen Jahrbuch 2004 – Verlag: Westfälischer Anzeiger Verlagsgesellschaft mbH & Co KG(Bestell-Nr. BN0782)
    4. Schleusenreste 2011, aus Westfälischer Anzeiger Artikel April 2011

Infos zum Cache

Ihr sucht hier direkt an den Überresten der alten Schleuse. Bitte passt hier gut auf, da der Weg an der Schleuse und der angrenzende Spielplatz von Muggeln stark frequentiert wird.
Am besten kann man hier wohl früh morgens und spät abends suchen. Auch an „Schlecht-Wetter-Tagen“ oder in den kälteren Monaten des Jahres sollte hier nur bedingt was los sein.

Versteckt den Cache bitte wieder genauso wie ihr ihn vorgefunden habt.

Happy Hunting!!!

Additional Hints (No hints available.)