Borkwalde - der bunte Ort zum Leben
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Terrain:
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Size:
 (regular)
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Habt ihr Lust auf einen Spaziergang durch unsere Waldgemeinde? Borkwalde am Ende der Welt? Klein und unscheinbar auf der Landkarte, entpuppt es sich bei näherer Betrachtung doch als gar nicht so durchschnittlich. Wir haben einen Multi angelegt, der an 10 Stationen Sehenswertes zeigt und Geschichten erzählt. An jeder Station, deren Koordinaten hier aufgeführt sind, ist eine Frage zu beantworten und ihr erhaltet je eine Ziffer. 10 richtige Ziffern ergeben das Final. Die Länge des Weges beträgt knapp 5 km und sollte in 1,5 bis 2 Stunden zu bewältigen sein. Alle Stationen sind auf offiziellen Wegen erreichbar, einige Wege sind gepflastert, einige Wege sind Sandpisten aber es sind auch Waldwege dabei. Parken könnt ihr ganz entspannt an den Startkoordinaten. N 52° 15.250 E 012° 50.140 Wir wünschen Euch viel Spaß dabei! Einleitend einiges zur Historie Bis Anfang des 20. Jahrhunderts war Borkwalde ein unbesiedeltes Waldgebiet, das Bauerngutsbesitzerfamilien der bis 1815 sächsischen Enklave-Dörfer Busendorf und Kanin gehörte. Nach dem Verkauf ihrer unwirtschaftlichen Wälder entstanden dort als neue Ortsteile drei Kolonien mit fünf Kolonieteilen. Die Siedler stammten aus Berlin, bauten auf den ruhigen, weitläufigen Waldgrundstücken Häuser und Lauben. Nach Zusammenfassung der Kolonien im Jahre 1932 zu einem Ortsteil, erhielt dieser den Namen Borkwalde. Im Zeitraum von1945 bis Anfang der 1950er Jahre wurde daraus eine selbstständige, rechtsfähige Gemeinde. Die 1912 gegründete Colonie Borkwalde, später in Brederecksche Siedlung umbenannt, und die 1927 entstandene Willmannsche Siedlung werden seit jeher Alt-Borkwalde genannt und liegen etwas abseits des heutigen Ortszentrums. 1925 entstand die Colonie in den Saalbergen, die nach Geländezukauf ein Jahr später in Siedlung Wochenende umbenannt wurde. Dort befindet sich die heutige Ortsmitte. Von 1912 bis 1992 betrug die Einwohnerzahl (außer in der Kriegs- und Nachkriegszeit) zwischen 370 und 760 Einwohner. Während der Gründungsjahre hielten sich an den Wochenenden etwa 1.200 bis 1.400 Personen hier auf. Auch in DDR-Zeiten suchten viele Werktätige aus der Umgebung von Bitterfeld, Halle und Merseburg in Borkwalde Erholung. Der größte Bauboom setzte ab 1992 ein. Auf einer Fläche von 50 Hektar entstanden zahlreiche Mehrfamilienhäuser, ab 1994 viele Eigenheime – ausschließlich als farbenfrohe Holzhäuser. Es handelt sich um die europaweit größte zusammenhängende Holzhaussiedlung außerhalb Skandinaviens, bei uns wird sie "Schwedensiedlung" genannt. Aufgrund falscher Rückschlüsse datierte die Ortsgründung bis 2007 auf dem Jahr 1932. Nach umfangreichen Recherchen und juristischer Prüfung entsprechender Nachweise erfolgte – wohl einmalig im Land Brandenburg - die Umdatierung der urkundlichen Ersterwähnung auf das Jahr 1912. Somit ist nun auch die erste Siedlung, die dem Ort seinen Namen gab, archivierter Bestandteil. Im August 2012 feierte Borkwalde in einem dreitägigen Festakt sein 100jähriges Bestehen. © Eva Matis April 2016 PS: Daher feierte Borkwalde etwas ungewöhnlich: Im Jahr 2007 das 75. Ortsjubiläum und nur fünf Jahre später 100 Jahre Borkwalde. Und los geht’s...... Am Kreisverkehr N 52° 15.182 E 012° 50.107 Ihr seid zwar noch nicht weit gelaufen, aber lasst euch ruhig auf der Bank nieder. Von hier aus seht ihr (etwa bei 148°) das „Landgasthaus Siedlerstuben“, das bereits 1928 als Ausflugsgaststätte Dreimäderlhaus“ errichtet wurde., später kam noch ein Laden dazu. Die Gaststätte erfreute sich über all die Jahre, unter wechselnden Namen, allgemeiner Beliebtheit. In den Gasträumen wird die Geschichte bewahrt. Es werden dort zahlreiche Fotografien und Gegenstände gezeigt, die an die Entwicklung des Gasthauses und das Leben der Siedler von damals erinnern. (Nachtrag: Leider ist das Gasthaus seit Anfang des Jahres 2018 geschlossen) Bei ca. 170° seht ihr eine unserer zwei Bibliotheken. Gerne könnt ihr hier ein Buch mitnehmen, ausleihen oder tauschen. Das Besondere: Sie ist 24 Stunden am Tag geöffnet (die andere immer Dienstags von 17:00 – 20:00 Uhr im Jugendclub). Weiter westlich (ungefähr bei 235°) steht das Gebäude unser freiwilligen Feuerwehr. Diese wurde am 26. März 1962 gegründet. Es ist jedoch bekannt, dass sich schon früher (1930/1932) Brandschützer zusammengefunden haben, um andere Siedler und Laubenpieper vor möglichen Brandgefahren zu schützen Neben dem örtlichen und überörtlichen Brandschutz, Brandbekämpfung und der technischen Hilfeleistung erfüllt die Feuerwehr auch wichtige soziale Komponenten: In der Jugendfeuerwehr werden die künftigen Helfer ausgebildet und geschult. Ausflüge und Zeltlager fördern die Gemeinschaft. Es gibt auch einen Feuerwehrverein, der die Arbeit der ehrenamtlichen Retter unterstützt. Regelmäßig werden Feuerwehrfeste, Ausflüge und Skatturniere oder andere gesellige Beisammensein organisiert. Aber auch Ausbildungsgegenstände werden gesponsert, um die Arbeit der aktiven Ehrenamtlichen der Freiwilligen Feuerwehr zu unterstützen. Wer mitmachen möchte, ist herzlich willkommen. Frage A Welchen Namen trägt die kleine bunte Bibliothek? Nehmt den 5. Buchstaben und notiert die Stellung des Buchstaben im Alphabet. A= Die alte Grenze N 52° 15.275 E 012° 49.814 Ungefähr parallel zur Chursachsenstrasse verlief die Grenze zwischen Preußen und Sachsen. Bis 1815 gehörte das heutige Gebiet von Borkwalde zu den sächsischen Enklavedörfern Kanin und Busendorf, wozu auch Klaistow zählt. Dort blühte auch der Rohstoffschmuggel für ein beliebtes Heißgetränk vom liberalen Sachsen in das gestrengen Preußen. Frage B: Was wurde hier bis 1815 von Sachsen nach Preußen geschmuggelt? Pfefferminztee B=4 Kaffee B=5 Glühwein B=6 Kita N 52° 15.335 E 012° 49.662 Borkwalde ist die kinderreichste Gemeinde im Amtsbezirk Brück. In unserer Kita stehen 90 Plätze zur Verfügung. Weiterhin gibt es auch zwei „Tagesmütter“ im Ort, einen Jugendclub (schaut mal nach NW 345°). 2008 wurde ein Bolzplatz nahe dem Zentrum angelegt, ein Spielplatz für kleinere Kinder ist in Planung. Frage C: Welches bunte Wetterphänomen kann man hier sehen? C= Anzahl der Buchstaben minus 8 C= Kirche N 52° 15.560 E 012° 49.933 Unser Gotteshaus wurde im Jahr 1931 ursprünglich als Kapelle errichtet. Bei der Einweihungsfeier hatte sie weder Türen noch Fenster. Auch fehlte damals noch der Glockenturm, der erst 1962 errichtet wurde. Sie ist eine der ältesten noch erhaltenen Holzkapellen im Land Brandenburg. Nach der Wende erhielt das Dach, anstatt der alten Eindeckung aus Teerpappe, neue Ziegel aus Beton. Jedoch war die Statik der Kirche nicht dafür ausgelegt. Der Holzbau neigte sich im Laufe der Jahre um ca. 12 cm nach Norden und drohte einzustürzen.Der Militärdekan des Logistikbattallions 172 erfuhr von dem Problem und nahm sich der Sache an. Soldaten aus Beelitz brachten mit Hilfe von Drahtseilzügen und viel Muskelkraft die Kirche wieder ins Lot und stabilisierten sie mit Diagonalbalken. Heute finden hier nicht nur Gottesdienste statt, die Kirche wird auch für vielfältige Kulturveranstaltungen genutzt Frage D: Zurück zu den Fenstern: Wie viele gotische Fenster hat die Kirche inzwischen? D= Anzahl der Fenster Übrigens gibt es natürlich auch einen Friedhof. Ihn findet ihr 1,6 km weiter nördlich bei N 52°16.424 E 012°49.841 Der Siebenbrüderweg N 52° 15.657 E 012° 50.017 Das weiße Haus an der Ecke Siebenbrüderweg/ Brücker Weg wurde als Lehrerwohnhaus gebaut. Die dazugehörige Schule existiert nicht mehr, Teile ihrer Grundmauern bilden heute die Umrandung der Terrasse. In einem der ehemaligen Schulnebengebäude befindet sich seit 1994 eine weitere Gaststätte unseres Ortes (wir haben drei!), das „Wirtshaus am Siebenbrüderweg“. Der Siebenbrüderweg erhielt seinen Namen nach einer Sage. Diese beinhaltet im Kern eine Begebenheit, die weit im Mittelalter liegt. Die Sage rankt sich im um die sieben Mahlhügel, die in einigen Kilometern Abstand entlang des Weges zu sehen sind: Sieben Brüder aus dem Dorfe Rädel, verdienten sich ihr Brot mit dem Weben von Leinen. Als Markt in Beelitz abgehalten wurde, machten sie sich auf den Weg, um ihr Leinen dort zu verkaufen. Ob des langen Weges kamen sie an diesem Tag sehr spät auf dem Markt an, für ihre Waren erhielten sie nur einen geringen Erlös. Es reichte nur für acht Semmeln, zu wenig um ihren Hunger zu stillen. Sie machten sich auf den Heimweg und fingen an zu essen. Derjenige, der die achte Semmel trug, wollte diese nicht mit seinen Brüdern teilen. Im Streit erschlugen sie ihn und verscharrten seine Leiche. Der Bruder, der die Semmel an sich gebracht hatte, aß gierig weiter. Der Streit flammte wieder auf und auch er wurde von seinen Brüdern erschlagen. Das ging so weiter bis nur noch ein Bruder übrig war. Nachdem er den Rest der Semmel verspeist hatte, überkam ihn eine heftige Reue und er erhängte sich neben dem Weg. Frage E: Was ist ein Mahlhügel? E = 5 Eine Stelle in der Nähe von Mühlen, an der die Müller früher die beim Mahlvorgang anfallenden Reste entsorgten. E = 6 Ein künstlich errichteter Hügel für Künstler um beim Malen von Bildern eine bessere Perspektive zu bekommen. E = 7 Ein zum Andenken an eine Person oder Begebenheit künstlich errichteter Hügel. Willkommen in Bullerbü N 52° 15.582 E 012° 50.348 In den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts kam ein findiger Kaufmann nach Borkwalde und hatte die Vision, an dieser Stelle Deutschlands größte Holzhaussiedlung entstehen zu lassen. Wenig später setzte hier der Bauboom ein. Ein schwedisches Unternehmen errichtete Ein- und Mehrfamilienhäuser im farbenfrohen Holzhausstil. Andere Holzhausfirmen kamen hinzu. Im waldreichen älteren Teil Borkwaldes entstanden ebenfalls immer mehr Häuser. So wuchs die Einwohnerzahl, die für das Jahr 1989 mit 379 Einwohner beziffert wurde bis heute (2016) auf ca. 1500. Frage F: Welche Farbe haben die ersten Häuser, rechts und links der Straße (Hausnummern 49d bzw. 68)? F = Anzahl der Buchstaben + 1 = Straßennamen N 52° 15.474 E 012° 50.440 Die Straßen in der Holzhaussiedlung erinnern an schwedische Persönlichkeiten aus Politik, Kultur und Geschichte. Frage G: Welchen Vornamen hat der Politiker, nach dem hier die Straße benannt ist. Addiere den Wert der Buchstaben nach ihrer Stellung im Alphabet (A=1; B=2; C=3; D=4....) und ziehe von der Zahl 48 ab. G= Summe – 48 = Achtung! N 52° 15.353 E 012° 50.395 Unser Ort liegt mitten im Wald, in dem es viele Wildtiere gibt. Frage H: Vor welchem wilden Tier wird hier vorsorglich gewarnt? H= Anzahl der Buchstaben -3 Spielplatz N 52° 15.190 E 012° 50.236 Das ist unser Bolzplatz, hier gibt es neben Fußballfeld, Skaterbahn, Kletternetz, Tischtennisplatte und Basketballkorb auch eine Nestschaukel. Frage J: Welche Farbe haben die Beine der Nestschaukel? Blau J = 1 gelb J = 2 rot J = 3 grün J = 4 Zentrum N 52° 15.211 E 012° 50.160 Das ist das neue Ortszentrum. Neben dem Bistro „Viktualia's“ und einem Frisör sind hier vor allem Gesundheits-Angebote konzentriert. Apotheke, Physiotherapie und Zahnarzt haben sie hier etabliert. Außerdem gibt es im Ort noch eine allgemeine Arztpraxis mit zwei Ärztinnen. Der Platz auf dem Ihr nun steht, ist einer berühmten schwedischen Kinderbuchautorin gewidmet und deren bekanntest Figur ist als Mosaik im Pflaster eingearbeitet. Ein echter Schwedenimport ist der große Findling aus Fjære-Granit, er wurde als Gepäck von den Gletschern aus dem hohen Norden in der letzten Eiszeit mitgeführt. Frage K: Vom Findling auf dem Platz fließt ein kleiner künstlicher Bach zu einem geheimnisvollen Wesen. Welchen Namen trägt dieses Wesen? Lösung: VOGELBOCK - Leider wurde die Skulptur abgebaut und ist verschwunden. Der Name stand auf der bronzenen Fußplatte Schaue dir den 2. und 7. Buchstaben genau an. An welche Zahl erinnert er? Addiere 6! K = Geschafft! Wenn jetzt alle Fragen beantwortet sind könnt ihr euch hier die Koordinaten zusammenpuzzeln, die euch zum Final führen N 52° AB.CDE N 52° _ _ . _ _ _ E 012° FG.HJK E 012°_ _ . _ _ _ Wir würden uns freuen in Eurem Log ein Feedback über unseren Ort zu bekommen. Natürlich freuen wir uns auch über Fotos. Wenn ihr noch mehr in Borkwalde entdecken wollt geht in den Tempelwald: https://coord.info/GC7MZ8V Ein besonderer Dank an unsere Chronistin Eva Matis, die uns die historische Einleitung geschrieben hat und uns in langen Gesprächen noch viel viel mehr interessantes über unserer Ort berichtete. Fyula & Nilson
Additional Hints
(Decrypt)
Mragehz -Yöfhat: IBTRYOBPX - Yrvqre jheqr qvr Fxhycghe 2025 notronhg haq vfg irefpujhaqra. Qre Anzr fgnaq nhs qre oebamrara Shßcynggr