Das Bexaddetal
Erst einmal möchte ich euch etwas über die Geologie dieses Gebietes in dem das Tal liegt, aufzeigen.
Das Bexaddetal ist Teil der Dammer Berge ein 15 km langer Höhenzug am Rande der Dümmer Niederung . Sie sind während der vorletzten Eiszeit, der Saale Eiszeit, während der Rehburger Phase entstanden. Die folgende Grafik zeigt euch einen Überblick der Eiszeiten , auch Kaltzeiten genannt in Norddeutschland:

Damals schoben gewaltige Eismassen große Mengen Lehm, Sand, Kies und Geröll vor sich her und wurden am Rande des frühen Saalezeitlichen Gletschers abgelagert und anschließend von diesem überrollt und zusammengestaucht. Sie bilden heute den über 100 Meter hohen, über die flache Niederung ragenden hufeisenförmigen Höhenzug, der nach südosten ausläuft.
Bis in die 1960er Jahre wurde in der Region Damme Eisenerz abgebaut. Das aufbereitete Erzkonzentrat enthielt bis zu 42-45% Eisen.
Nun aber zu den Besonderheiten des Bexaddetales
Wie ist es zu erklären das diese Tal mit seinem relativ geräumigen Talquerschnitt nur von so einem kleinen Bächlein, dem Dammer Mühlenbach durchflossen wird, das unmöglich ein so großes Tal geschaffen haben kann?
Das ist ganz einfach: Wir haben es hier mit einem Schmelzwassertal oder auch Erosionstal genannt, zu tun, das Wasser aus dem Gletscher durch die Endmoräne abführte.( Eine Endmoräne oder Stirnmoräne ist eine wallartige Aufschüttung von Gesteinsmaterial am Ende eines Gletschers). Das Schmelzwasser hatte nun natürlich eine wesentlich stärkere Strömung und hat deswegen das Endmoränenmaterial auf seinem Wege mit sich genommen, sich so also sein eigenes breites Flussbett geschaffen. Der ehemalige Fluss ist längst verschwunden. Der obere Talabschnitt des Bexaddetales mit seinen Steilhängen zeigt eine rasch in die Tiefe gehende Erosion an, die darauf hindeutet, das dieser Schmelzwasserflussabschnitt unter dem Eis gelegen hat. Auch subglaziale Schmelzwasserrinne genannt.
Das lang gezogene Bexaddetal zeigt auch deutlich, was man einen Quellhorizont nennt. Es handelt sich hierbei um Schichtquellen, also um das Austreten des Grundwassers über einer wasserstauenden Schicht am Hang. Die Besonderheit liegt darin das diese Quellen an mehreren Talabschnitten linienhaft auftreten, man also an den Hängen immer wieder dicht beieinander liegende Quellen auf gleichem Niveau sieht.

Quelle und Grafik: Zweckverband Erholungsgebiet Dammer Berge, Wikipedia, Foto: eigenes.
Bevor ihr nun zu einem Spaziergang entlang des Wanderweges startet, noch den Hinweis: ihr befindet euch hier in einem Naturschutzgebiet! Verhaltet euch entsprechend. Bleibt auf den Wegen und hinterlasst keinen Müll!
Eure Aufgaben um diesen Earth Cache erfolgreich zu loggen:
1. Während eurer Wanderung konntet ihr am Gewässerrand des Mühlbaches oder im Quellwasser eine Färbung erkennen woher könnte diese Färbung kommen? (Vielleicht ist euch die Färbung auch schon an der Brücke aufgefallen?)
2a. In welche Richtung ist das Tal ausgerichtet. Von wo also kam der Gletscher ?
2b. Ist das Tal gerade, also linienhaft ausgerichtet oder ist es eher gewölbt, bogenförmig?
3. Was findet ihr hier, rechts vom Weg, außer feinem Sand und wie kommen diese Materialien hier her?
4. Zuletzt möchte ich gern von euch wissen: Wie lange dauerte das Drenthe Stadium der Saale Eiszeit, zu dem auch die die Rehburger Phase gehörte?
5 .Seit dem 10. Juni 2019 steht es einem EC Owner wieder frei, ein Foto als Beweis des Besuches zu fordern. Ein Foto von euch selbst oder eines persönlichen Gegenstandes während des Spaziergangs des besuchten Ortes. Wenn ihr eure Antworten an mich abgesendet habt, dürft ihr gleich loggen, sollte etwas nicht richtig sein, melde ich mich. Bitte nutzt dazu das Kontaktformular in meinem Profil.