Heinrich Böll
Dieser Geocache wurde im Rahmen unserer Projektwoche vom 4.7. bis zum 7.7.2016 von der 25-köpfigen Projektgruppe "Geocaching" gelegt. Anlässlich Bölls 100sten Geburtstags wurde der Cache am 21.12.2017 von den Schülerinnen und Schülern der Klasse 6a überarbeitet. Sie haben sich für Bölls Kindheit interessiert und den Text dazu ergänzt. Ein Banner gibt es weiter unten auch für dich.
Wir haben den Namen Heinrich-Bölls für unseren Cache gewählt, weil unsere Schule nach ihm benannt wurde.
Vielleicht fragst du dich aber, warum unsere Schule so heißt, wie sie heißt. Warum heißt unsere Schule „Heinrich-Böll-Gymnasium“? Es könnte ja auch Friedrich-Schiller-Gymnasium, Hermann-Hesse-Gymnasium oder so ähnlich heißen. Was war so besonders an ihm?

Heinrich Böll wurde 21. Dezember 1917 in Köln geboren, vertritt also in vielen Punkten unsere rheinländische Mentalität. Er war ein Schriftsteller, der sich sowohl gegen den Nationalsozialismus, als auch generell gegen Terror verschiedener Gruppierungen einsetzte.
1945 begann Böll Romane und Kurzgeschichten zu schreiben, die im Allgemeinen als „Nachkriegsliteratur“ bezeichnet werden können. Allerdings schaffte Böll erst in den frühen 50er Jahren seinen Durchbruch und wurde mit dem Roman „Gruppenbild mit Dame“ zu einer bekannten Person. Sein wohl bekanntestes Werk „Die verlorene Ehre der Katharina Blum“ wurde 1974 veröffentlicht – nur zwei Jahre, nachdem er den Nobelpreis für Literatur erhalten hatte.
Neben seinem literarischen Talent war Böll zudem noch sozial engagiert, ein Charakterzug, der wohl jedem gut stehen würde. Er war sowohl deutscher als auch internationaler Präsident des PEN-Clubs, einer Organisation von Autoren, die sich für Frieden und Völkerverständigung durch die Einbindung vieler Nationen einsetzt. So unterstützte er beispielweise die gegen die NATO-Nachrüstung gerichtete Friedensbewegung und nahm an der 1983 an einer Blockade des Raketenstützpunktes auf der Mutlanger Heide teil.
Alles in allem ist Heinrich Böll also eine ziemlich eindrucksvolle Person, an der man sich durchaus ein Beispiel nehmen kann, was seine Zielstrebigkeit, seinen Erfolg und vor allem sein soziales Engagement anbetrifft.
Wir, als Heinrich-Böll-Gymnasium, versuchen seine Leitideen in unserer Schule aufzugreifen und umzusetzen. Deswegen heißt unsere Schule, so wie sie heißt ;D
Die Klasse 6a schrieb am 21.12.2017 an Bölls 100sten Geburtstag folgenden Text:
Wir interessieren uns für Heinrich Bölls Kindheit, weil wir selber noch Kinder sind und wir wissen möchten, wie seine Kindheit wohl war.
Insgesamt waren sie acht Kinder, doch zwei von ihnen starben schon früh. In der Familie Böll war der Glaube an die katholische Religion sehr stark. Er selbst wurde noch im 1. Weltkrieg geboren, im schlimmsten Hungerjahr. Doch er wuchs in einer zunächst wohlhabenden Familie auf. Der Vater war Holzbildhauer, er stellte z.B. Figuren und Bänke für die Kirche her und hatte eine eigene Werkstatt.
1924 - 1928 ging Heinrich Böll auf die katholische Volksschule Raderthal. Er wechselte danach auf das Kaiser-Wilhelm-Gymnasium. Dies befand sich ebenfalls in Köln. Im Jahr 1937 machte er sein Abitur.
In seiner frühen Kindheit lebte er, wie bereits erwähnt, sehr privilegiert und wohlhabend. 1929 ging die Familie jedoch im Zuge der Weltwirtschaftskriese bankrott und musste ihr Haus verkaufen. Sie zogen in ein ärmliches Viertel um. Böll empfand dies als eine "Vertreibung aus seinem Kindheitsparadies".
Heinrich Böll hatte stets den Schalk im Nacken und war nie halbherzig, sondern immer mit ganzem Herz dabei.
So wuchs er in der Kölner Südstadt auf, wo er viele Kindheitsgeschichten erlebte, die ihn später zum Schreiben animierten. Dies tat er aber auch schon als Kind gerne. Er schrieb oft über die kleinen Leute in der Stadt.
Die Schule bestritt er mehr schlecht als recht. In seiner Autobiographie beschrieb er die Vorzüge der "Straßenschule". So verbrachte er seine Zeit viel lieber in den Gassen von Köln als auf der Schulbank. An der frischen Luft, so meinte er, lernte er wesentlich mehr als in der Schule. Auf seinen geheimen Spaziergängen traf er in seinem Viertel viele verschiedene Leute auf der Straße: Marktfrauen, Zigarettenschmuggler und Arbeiter. Seine Mutter ignorierte sein ständiges Schwänzen weitgehend.
Bölls weitere Jugend wurde durch den aufkommenden Nationalsozialismus zu einem anhaltenden Schrecken verkehrt. Er musste jedoch nicht in die Hitlerjugend eintreten.
Verglichen mit uns hatte Heinrich Böll eine gänzlich andere Kindheit, die teilweise nicht so schön war...
Bitte spoilert nicht in den Logs und ladet auch keine Fotos hoch die den Cache oder seine direkte Umgebung zeigen. Den anderen soll ja der Spaß beim Suchen und Finden nicht verdorben werden.
Es könnte sein, dass ihr ein Werkzeug benötig, bitte bringt einen Schraubenzieher oder ähnliches mit. Um die Dose zu öffnen ist aber kein Werkzeug nötig. Bitte wartet falls bei uns eine Pause ist, bis der Schulhof wieder leer ist. Der Cache liegt aber nicht auf dem Schulgelände. Über nette Logs würden wir uns sehr freuen. Versucht doch auch unseren Mystery (GC4NJPR) zu finden.
Bis auf den allerletzten Meter ist die Strecke für Kinderwagen und Rollstühle geeignet.
Banner: Den html-Code unten kannst du in dein Profil einfügen. Dann wird unser Banner dort angezeigt.

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