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#53 Die zwei Türme - Pionierturm Letterbox Hybrid

Hidden : 5/11/2016
Difficulty:
2.5 out of 5
Terrain:
2.5 out of 5

Size: Size:   small (small)

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Geocache Description:


Letterbox Pionierturm

 

Diese Letterbox ist Bestandteil der Wanderrunde „Die zwei Türme“, kann aber auch unabhängig von der Wanderrunde gemacht werden.

Eine ausführliche Beschreibung der Wanderrunde findet ihr in #01 Die zwei Türme GC6HHBV

 

Letterbox Aufgabe

Du startest am Fuße des Pionierturms. Gehe von dort aus 210 m in nordöstliche Richtung und du gelangst an einen Wegweiser. Folge nun dem „X8“ ca. 270 m in westlicher Richtung. Dort findest du eine Bank. Setz dich auf die Bank und lausche dem Gezwitscher des „Vogels“. Er zeigt dir den Weg zum Final. Solltest du das Gezwitscher nicht gleich hören, bewege dich 2 - 3 Meter nach rechts oder links. Dann solltest du das Gezwitscher hören.

Am Final findest du zwei Dosen. In der einen befindet sich einen Stempel, mit dem du dein mitgebrachtes Stempelbuch verzieren kannst und ein Logbuch, das deinen eigenen Stempel sammelt.

Der Stempel ist KEIN Tauschgegenstand und verbleibt bitte im Cache. Wenn du keinen eigenen Stempel hast, sei einfach kreativ…

Die andere Dose ist für Tauschgegenstände und/oder Trackables gedacht.

 

 Die Geschichte des Pionierturms

Bald nach Ende des Weltkrieges mußte der erste Waldkappeler Aussichtsturm am „Schau ins Land“ wegen Baufälligkeit abgebrochen werden. Doch schon sehr bald begannen in der Stadt Bemühungen zur Errichtung eines neuen Turmes. Besonders aktiv wurde hierbei der „Verschönerungsverein Waldkappel“, der schon ab 1935 erste Verhandlungen führte und für den Standort des neuen Turmes einen gut durchdachten Vorschlag unterbreitete. Dieser neue Standort auf dem 415 m hohen Mäuseberg ermöglichte einen nach allen Seiten offenen Rundblick und garantierte bei einer entsprechenden Turmhöhe eine freie Sicht über den Bäumen. Die Evangelische Kirche, die Eigentümerin des betreffenden Waldgrundstückes ist, erklärte sich bereit, die Errichtung des Turmes zu gestatten und dies in einem Pachtvertrag zu regeln.

Nach diesen vorbereiteten Planungen konzentrierten sich die Bemühungen des Verschönerungsvereins darauf, die Finanzierung sicherzustellen und für die Bauarbeiten und Beschaffung des Baumaterials eine möglichst kostengünstige Lösung zu finden. Mit der Regelung dieser wichtigen Angelegenheit wurde ein besonders hierzu gebildeter „Turmausschuß“ beauftragt. Am 11. Juli 1937 konnte der Ausschuß während einer Ortsbesichtigung das Ergebnis der zwischenzeitlich geführten Verhandlungen darlegen und wie folgt verbindlich beschließen:

  1. Als Bauherr des Aussichtsturmes tritt der Verschönerungsverein Waldkappel auf.
  2. Die Erstellung des Turmes übernimmt ein Kommando der 1. Kompanie des Pionier-Bataillons 29 aus Hann.-Münden. (1 Feldwebel, 1 Unteroffizier und 10 Mann). Das Kommando ist für die Zeit seines Arbeitseinsatzes in Privatquartieren unterzubringen und zu verpflegen.
  3. Die Stadt stellt die für den Turmbau erforderlichen Stämme und Hölzer kostenlos zur Verfügung.
  4. Das Baugeschäft August Schiffler in Oetmannshausen übernimmt das Schneiden und die Lieferung der für den Turmbau erforderlichen 7,81 fm. Fichtenholz. Als Ersatz erhält die Firma von der Stadt kostenlos 10 fm. Holz.
  5. Die Unterbringung und der Verpflegung der Pioniere, das Fahren des Baumaterials, die Betonarbeiten, das Streichen des Turmes und die Aufstellung eines Tisches mit Bänken organisiert bzw. übernimmt der Verschönerungsverein.
  6. Die Stadt leistet einen baren Zuschuß. Dieser wird erst dann festgesetzt, wenn die Baukosten endgültig abzusehen sind.
  7. Nach Fertigstellung übernimmt die Stadt die Verwaltung und die Unterhaltung des Turmes.

Am 2. August rückten die Soldaten an und begannen mit ihrer Arbeit. Die Bauleitung lag in den Händen von Feldwebel Petri, welcher auch bereits die Baupläne erstellt hatte. Die Arbeiten gingen zügig voran. Mädchen von der nationalsozialistischen Jugendorganisation BDM brachten täglich Verpflegung und Getränke zur Baustelle auf dem Mäuseberg. Am 14. August wurden die letzten Arbeitsgänge am Bauwerk vollzogen und somit der Turm fristgerecht fertiggestellt.

Pionierturm

Der ganz aus Holz errichtete „Pionierturm“ auf dem Mäuseberg hatte eine Gesamthöhe von 14,20 m. Von der obersten Plattform hatte man einen herrlichen Rundblick über das nordhessische Bergland und weit nach Thüringen hinein.

Sonntag, der 15. August 1937, war für die Heimat- und Naturfreunde im Raum Waldkappel ein Freudentag. Der Verschönerungsverein Waldkappel hatte für 15.30 Uhr zur Einweihung und Übergabe des neuen Aussichtsturmes eingeladen. Trotz des trüben Wetters zog es am frühen Nachmittag nahezu alle Waldkappeler zum Mäuseberg, um der Feierstunde beizuwohnen. Der Festakt wurde mit musikalischen Darbietungen der Feuerwehrkapelle eingeleitet. Nach dem Richtspruch übergab Feldwebel Petri mit launigen Worten den Turm an Bürgermeister Schier. Der Bürgermeister ging bei seiner Ansprache auf die Entstehung des Turmes ein und hob besonders die Initiative des Verschönerungsvereins hervor. Er dankte vor allem den jungen Pionieren und all denen, die zum Gelingen des Werkes in irgendeiner Form beigetragen haben. Zu Ehren der Erbauer erhielt der Turm den Namen „Pionierturm“. Nach Ende der Feierstunde bestiegen die Teilnehmer aus nah und fern den neuen Aussichtsturm,  um von der oberen Plattform einen herrlichen Rundblick zu genießen. Geschäftsführer Stietz vom Werratalverein überbrachte dabei den Dank der Wanderfreunde an den Verschönerungsverein Waldkappel.

Zum Ausklang des feierlichen Tages hatte der Verschönerungsverein auf den Waldfestplatz zu gemütlichem Beisammensein mit Musik und Tanz geladen. Wegen des inzwischen eingesetzten Regens wurde die Veranstaltung in den Saal des „Hessischen Hofes“ verlegt. Bei fröhlicher Geselligkeit und Tanz beschlossen die Waldkappeler mit „ihren Pionieren“, für die es gleichzeitig der Abschiedsabend war, den Tag der Turmeinweihung.

Mit der Errichtung des „Pionierturms“ wurde für die Stadt am Walde ein interessantes Besuchs- und Wanderziel geschaffen, welches künftig zur weiteren Belebung des Fremdenverkehrs beitrug.

  

Der 1937 auf dem Mäuseberg erstellte „Pionierturm“ war ein von Wanderfreunden und Feriengästen gern besuchte Bauwerk. Hatte man doch von der 12,50 m hohen Plattform aus einen weiten, herrlichen Rundblick. Da die Stämme und Hölzer des Turmes ohne Pflege und Anstrich gelassen worden waren, hatte dieser schon nach kurzer Zeit seine Standfestigkeit verloren. Im Januar 1955 verfügte daher die Aufsichtsbehörde die Sperrung des Pionierturms.

In jahrelangen Bemühungen versuchte der Heimat- und Verkehrsverein Waldkappel, für die Wiederinstandsetzung des Turmes eine Pioniereinheit der Bundeswehr zu gewinnen. Fachleute rieten jedoch von einer Reparatur ab und empfahlen den Bau eines neuen Holzturmes. Die Stadt Waldkappel, die ebenfalls an der Errichtung eines neuen Turmes interessiert war, setzte sich - um eine längere Lebensdauer zu erreichen  - für den Bau eines Aussichtsturmes in verzinkter Stahlkonstruktion ein. Da die Bäume des umliegenden Waldgebietes stark gewachsen waren, mußte - zur Sicherung eines freien Rundblicks - die Plattform mindestens eine Höhe von 18 m erhalten.

Da die Vorgespräche ergeben hatten, daß die finanziellen Belastungen für die Stadt in einer vertretbaren Höhe bleiben würden, beschlossen Ende des Jahres 1964 die Stadtverordneten, an Stelle des maroden Holzturmes einen feuerverzinkten Stahlgitterturm errichten zu lassen. Die Herstellung des Aussichtsturmes hatten die ortsansässigen Mechanischen Werkstätten Hildmann übernommen. Die Betonierung der Fundamente sowie den Zusammenbau und die Aufrichtung des Turmes vollzog eine Spezialfirma aus Alsfeld.

Die Einweihung des neuen - insgesamt über 19 m hohen - stählernen Pionierturms feierte man im Rahmen der Heimatfestwoche am Freitag, dem 25. Juni 1965. Viele Einwohner der Stadt am Walde hatten den langen, ansteigenden Weg zum Plateau des 415 m hohen Mäusebergs zurückgelegt, auf dem sich nun der neue Turm über den Baumwipfeln erhob.

 In die große Zuschauerkulisse mischten sich auch die Schüler der Mittelpunktschule, die in einer Sternwanderung ebenfalls zur Einweihungsfeiert geeilt waren. Im Beisein der zahlreichen Gäste, der Mitglieder des Heimat- und Verkehrsvereins sowie der Mandatsträger der Stadt zerschnitt Bürgermeister Heinz Huth – nach einem Überblick über die Geschichte des Aussichtsturms auf dem Mäuseberg und mit dem Dank für die großzügigen finanziellen Unterstützungen – das die Treppe versperrende Band und gab den Aufstieg frei. Viele der Erschienenen mußten sich in Geduld üben, bis sie den Turm besteigen und von der Plattform aus einen Blick auf das nordhessische Bergland und nach Thüringen bis zum Inselsberg richten konnten.

 
Quelle: waldkappeler notizen. Aufzeichnungen über die Geschichte und aus dem Leben der Stadt Waldkappel
Erarbeitet, zusammengestellt und niedergeschrieben von Heinz Huth, Fassung 1992
Seite 76 bis 78, Seite 149 bis 151

Additional Hints (Decrypt)

Fgngvba 4: Nggevohgr ornpugra, Abgsnyyfgngvba: hagre Onax Svany: uäatraq, Nhtrauöur

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)