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Kleist-Theater Traditional Cache

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Maxwell-Smart
Reviewer in Deutschland

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Hidden : 5/22/2016
Difficulty:
1 out of 5
Terrain:
1.5 out of 5

Size: Size:   micro (micro)

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Geocache Description:

Das ehemalige Kleist-Theater verfällt fast unbeachtet vor sich hin. Am "Theaterteich", wo ziemlich viele Hundemuggles und die dazugehörigen Herrchenmuggles spazieren gehen, gibt es jetzt einen Petling zu finden.

Nach dem Ende des 2. Weltkrieges sollte das Kulturleben in Frankfurt (Oder) wiederbelebt werden. Es sollte ein neues Theatergebäude entstehen. Bis zu dessen Fertigstellung wurde das Musikheim in der Genesener Straße (heute Gerhart-Hauptmann-Straße) genutzt. Das Musikheim wurde provisorisch renoviert und dem alten Stadttheater konnten unzerstörte Materialien (Theaterfundus, Dekoration, Möbelstücke, Bühnenausrüstung) entnommen werden.

Das „Stadttheater Frankfurt/Oder - Kammerspiele im Musikheim“ wurde im Juni 1946 mit dem Lustspiel „Renaissance“ eröffnet. Da das Theater nur über knapp 300 Sitzplätze verfügte, wurde eine Freilichtbühne im Garten eingerichtet. Bis zum Ende des Jahres gab das Theater mit 45 Mitarbeitern, davon 18 Künstler, 80 Vorstellungen, die von 21.500 Zuschauern besucht wurden.

In den folgenden Jahren wurde viel am und im Theater gebaut und weiter an die Bedürfnisse eines Theaterbetriebes angepasst (bessere Arbeitsbedingungen des Personals, mehr Bequemlichkeit und Entspannung für die Gäste,…). Im Oktober 1952 erhielt das Stadttheater anlässlich des 175. Geburtstages von Heinrich von Kleist den Namen „Kleist-Theater“.

(Quelle: https://www.frankfurt-oder.de/media/custom/2616_1305_1_g.JPG?1445963299)

Ab Anfang der 60er Jahre sollte das Theater einer engere Beziehung zu der Arbeiterklasse aufbauen und schloss deswegen Freundschaftsverträge mit Betrieben, Vereinen und Institutionen.

Neben der Ausrichtung von Theatertagen wurden Gespräche, Vorträge und Lehrgänge durchgeführt. Die Künstler des Theaters leiteten Arbeitstheater, Theatergruppen, Chöre und andere Laiengruppen. 

Mit 219 ständigen Beschäftigten war das Theater der größte Kulturbetrieb der Stadt. Allerdings verfügte es nur über eine kleine Platzkapazität (227 Plätze im Großen Saal).

 (Quelle: http://musikheim.net/wp-content/uploads/2012/06/Zuschauerraum-Kleist-Theater_web.jpg)

Nach der Wiedervereinigung entstanden Probleme in der Finanzierung des Theaters. 1992 wurde entschieden, ein neues Gebäude am Platz der Einheit zu bauen, denn das Kleist-Theater war in einem sehr schlechten Zustand.

1996 kamen erste Debatten über die Schließung des Kleist-Theaters auf. Zunächst wurde das Fördergeld gekürzt und 1999 entschied Frankfurt (Oder) schließlich, das Kleist-Theater im Juli 2000 zu schließen. Stattdessen sollte das Konzept "Theater in der Stadt" im Verbund mit anderen Städten in der Region verfolgt werden. Das Konzept umfasste verschiedene Baustein wie z.B. die Kleist-Festtage, Theaterprojekte, die regionale Theaterszene (z.B. das Theater des Lachens, Puppen & Schauspiel e.V., das Satirisches Theater & Kabarett "Die Oderhähne" e.V., das Seniorentheater "Spätlese" e.V. usw.), die gefördert werden sollten.

Der Spielbetrieb des Kleist-Theaters endete Ende April mit der letzten Vorstellung der "Rocky Horror Picture Show".

 

Heute benutzt die Firma Backstage, welche von ehemaligen Bühnenarbeitern gegründet worden ist, einen Teil der Gebäude für ihre Werkstätten und den Kostümfundus. Der übrige Teil steht leer und verfällt. Ein verwilderter Garten, zugemauerte oder mit Brettern vernagelte Fenster - so präsentiert sich das ehemalige Musikheim den Passanten auf der Straße. Das Musikheim steht seit dem 13.09.2002 zum Großteil unter Denkmalschutz (das Bühnenhaus und das Theatercafé).

Seit 2002 will Frankfurt (Oder) als Eigentümer des ehemaligen Musikheimes die Immobilie verkaufen. Zwischenzeitlich war von einem Teilabriss der Gebäude und einer Bebauung mit Eigenheimen im Garten des ehemaligen Musikheims die Rede. Es fanden sich bisher aber keine geeigneten Interessenten. 

Es gibt auch Bemühungen, die Gebäude vollständig zu erhalten. So engagieren sich z.B. die Frankfurter Pastorin Katharina Falkenhagen und der lnitiativkreis Musikheim Frankfurt (Oder) dafür, dass das Gebäude wieder für die Musikerziehung genutzt werden soll. So fand etwa am 17. September 2008 im Garten des Musikheims eine Feier zum 80. Jahrestag der Grundsteinlegung statt.

Bislang waren die Bemühungen um eine Revitalisierung des Gebäudes aber nicht erfolgreich; deshalb liegt das Gebäude immer noch zu Teilen brach und fristet einen Dornröschenschlaf und hofft das es endlich erweckt wird.

 

Jetzt hat das eigentlich schöne ehemalige Kleist-Theater wieder einen Cache - wenn auch nur einen kleinen Petling.

Wer durch das Tor tritt, kann an schönen Tagen in eine wilde Welt voller Vogelgezwitscher (und leider auch voller Müll) eintauchen und die Ruine von Nahem betrachten. Die Koordinaten sind wahrscheinlich etwas ungenau wegen der Sträucher. Der Petling befindet sich direkt am Gebäude.  

 

Additional Hints (Decrypt)

zntargvfpu, hagre qrz hagrefgra qvrfre Yüsgghatffpuyvgmr (?)

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)