
Die Strudeltöpfe der Prüm
Hier hat sich die Prüm ein enges und tiefes Tal gegraben, sie wird durch harte Felsbrocken in ihr Flussbett gezwängt. Durch die heute übrig gebliebenen, niedrigen Gefällstufen, welche sich als Stromschnellen äussern wurde hier die gezeigte geologische Besonderheit erst möglich. Weitere Informationen zu der geologischen Entwicklung könnt ihr im benachbarten Earth Cache „Irreler Wasserfälle“ erhalten. Hier befindet ihr euch am Ufer der Prüm wo es euch möglich ist, anhand der hier befindlichen Felsen, die fluvialen Phänomene, die Strudeltöpfe (geologischer Fachbegriff: Kolk), der Prüm näher kennenzulernen.

Eine Besonderheit neben den Wasserfällen, stellen hier die die Strudeltöpfe dar, welche man hier im Flussbett und am Ufer in den zahlreich vorhandenen Felsen finden kann. Im Verlauf eines Flusses sind diese eine recht seltene geologisch-hydrologische Erscheinung und nicht an jedem Gewässerlauf anzutreffen was sie zu etwas besonderem macht.
Vor Ort ist das Tal der Prüm recht eng, begründet ist dies durch die Felsenrutsche in ihrer Entstehung. Deshalb muss sich hier der Fluss durch das harte Gestein zwängen, aufgrund der Gefällestufen und den daraus resultierenden Stromschnellen findet man hier eine hohe Fliessgeschwindigkeit vor. Durch die Erosionskraft des Wassers in Verbindung mit der Schleifkraft der mitgeführten Gerölle und Sedimente werden die harten Felsen bearbeitet, es entstehen Kolke, Strudeltöpfe und Strudellöcher.

Strudeltöpfe sind ovale oder runde topfartige Vertiefungen im Fels. Sie entstehen durch, um eine längsachse, rotierende Steinen in einem Strudel. Diese Turbulenzen bilden sich meist hinter einem Hindernis im Wasser. Durch diesen Vorgang schleifen sich die Strudel in das Gestein ein. Vor Ort könnt ihr diese mitgeführten und eingeschliffenen Sedimente und Steine manchmal, mit etwas Glück, in den Strudeltöpfen erkennen.
Strudeltöpfe, auch Gumpen oder Kolke genannt sind Kleinformen der fluviatilen Erosion welche auf Turbulenzen im Wasser zurückgehen.

So nun aber genug der Theorie, jetzt wird es Zeit diese Besonderheit zu erkunden und etwas über die Strudeltöpfe sowie die Erosion durch die Prüm vor Ort zu erfahren.
Hier kann der GPS Empfang sehr stark schwanken weshalb es sein kann, dass die Koordinaten etwas abweichend sind. Die angegebenen Koordinaten führen euch auf die Brücke über die Prüm von wo aus ihr einen schönen Überblick über den Fluss und seine Kraft habt. Von hier aus könnt ihr aktiv selbst nach Strudeltöpfen und anderen Anzeichen der fluviatilen Erosion Ausschau halten was hier sehr gut und einfach möglich ist.
Mit den Informationen des Listings und euren eigenen Überlegungen könnt ihr vor Ort alle Fragen beantworten, eine Informationstafel, welche euch die Antworten gibt, findet ihr hier nicht. Die Informationstafeln vor Ort geben nur Zusatzinformationen zur Prüm und der Geologie an dieser Stelle.

Fotos von euch vor Ort sind sehr gerne gesehen und eine Logbedingung.
Wichtig ist nur, dass die Antworten VOR dem Loggen an mich gesendet werden, dass im Log keine Antworten enthalten sind, dass der Name des Earth Caches für den ihr die Antworten an mich sendet irgendwo in der Mail steht und dass, z.B. bei Gruppen, jedes Teammitglied in der Mail mit den Antworten ( nick- ) namentlich genannt wird. Wenn ihr das beachtet könnt ihr nach dem Absenden der Antworten sofort euren online Log, nur mit Foto, tätigen.
Auf Logfreigabe muss ausdrücklich NICHT gewartet werden, ich melde mich falls etwas nicht stimmen sollte.
Nun zu den Aufgaben welche ihr vor Ort, an den beiden angegebenen Koordinaten, lösen könnt. Weitere eigene Erkundungen sind aber auch empfehlenswert und sehr interessant.
Ihr befindet euch hier in einem Naturschutzgebiet, bitte bleibt auf den Wegen und verändert nichts bzw. hinterlasst keinen Müll oder ähnliches.

Wichtig: Dieser Earth Cache ist nach starken Regenfällen oder nach der Schneeschmelze, ganz allgemein wenn Hochwasser herrscht, nicht zu lösen. Zu diesen Zeiten ist die geologische Besonderheit aufgrund des hohen Wasserstands nicht zu sehen. Jeder ist für sein Handeln selbst verantwortlich!
Die meisten Strudeltöpfe könnt ihr von der Brücke aus mittig und rechts, gesehen gegen die Flussrischtung , finden.
Nun zu den Fragen:
- Sucht euch ein, für euch schönes, ausgeprägtes und leicht erkennbares Exemplar der Strudeltöpfe aus und
beschreibt es mir (Form, Formung, Farbe, Oberfläche, ... bzw. was euch sonst noch daran auffällt)
- Was sagen die hier von euch gesichteten Strudeltöpfe, im hinblick auf ihre Grösse und Tiefe, über die
Erosionskraft der Prüm aus?
- Wie werden sich die Strudeltöpfe hier weiter entwickeln? Was meint ihr?
- Könnt ihr ausser den Strudeltöpfen,noch weitere Spuren der Erosion an den Felsen erkennen? Beschreibt
mir was ihr noch sehen könnt.
- Seht euch, von der Brücke aus, das Flussbett an, was zeigt hier noch ganz deutlich die enormen Kräfte des
Wassers?
- Könnt ihr im Fluss Strudel erkennen?
- Macht ein Foto von euch oder einem persönlichen Gegenstand vor dem Hintergrund des besuchten Ortes ohne zu spoilern´und hängt dieses Foto an euren Log mit an. Dieses Foto ist eine Logbedingung welche auf grund der massenweise im Internet weitergegebenen EC Lösungen von mir gefordert wird. Logs ohne Foto werden nicht mehr akzeptiert.
- Optional und freiwillig: Wer möchte kann zu Hause das Prinzip eines Strudels noch etwas näher kennenlernen.
Das geht ganz einfach, wenn ihr euer Spülwasser oder Badewasser ablasst könnt ihr sehen wie sich ein Strudel
bildet und sich verhält. Hier könnt ihr dann ja auch mal in den Strudel fassen und sehen wie stark dieser ist oder
wie sich der Eingriff auswirkt. Nun müsst ihr euch nur noch die mitgeführten Sedimente und Gerölle und dazu
vorstellen und ihr wisst wie die Strudeltöpfe in das Gestein kommen. Wenn ihr euch den Durchmesser eures
Abflusses anseht und diesen mit den Durchmessern der Strudeltöpfe vergleicht dann wisst ihr in etwa was für
Strudel und welche Kräfte hier vorgeherrscht haben und noch vorherrschen. Bitte füllt eure Wannen und Becken
nicht extra für dieses kleine Experiment sondern wartet bis sich das nach dem Spülen oder Baden ergibt, die
Umwelt wird es euch danken.
Aufgrund der massenweisen Weitergabe von EC Lösungen im Internet stellen GSA und Groundspeak es den EC-Besitzern seit dem 10. Juni 2019 frei, ein Foto als Beweis für den Besuch vor Ort zu fordern. Ein Foto von sich selbst oder eines persönlichen Gegenstandes vor dem Hintergrund des besuchten Ortes ohne zu spoilern.

Alle gestellten Fragen können an dem angegebenen Standort durch eure Eindrücke, Messungen und Beobachtungen beantwortet werden.
Bitte verhaltet euch entsprechend so dass Besucher auch nach euch noch den gleichen Spass haben können und einen unberührten Ort vorfinden.
Viel Spass beim Erkunden und Kennen - Lernen dieser geologischen Besonderheit unserer Region wünscht Azra3l
Fotos: Privat Quellen: Wikipedia , Infotafeln vor Ort
"WER EINMAL GELERNT HAT, DIE SPUREN DER ERDGESCHICHTE ZU LESEN, WIRD NIE WIEDER EINEN LANGWEILIGEN SPAZIERGANG ERLEBEN!"
