Ich mag Bächer und kleine Flüße, deshalb sind einige meine Caches unweit vom Wasser versteckt. Auch dieser Cache liegt unweit von einem Bach. Deshalb kurz ein paar Informationen zu Fließgewässern
Fließgewässer – Lebensadern der Landschaft
Die Fließgewässer und ihr feinverzweigtes Netz bilden in unserer Landschaft die Vernetzungselemente par excellence. Diese Funktion zu fördern oder wieder herzustellen erscheint umso dringender, je mehr die Landschaft zerschnitten und in isolierte Funktionsbereiche zersplittert wird.
Schon immer erfüllten die Fließgewässer wichtige und unersetzbare Vernetzungsfunktionen: Auch in der von Wald beherrschten Naturlandschaft sind die Fließgewässer zusammen mit ihren begleitenden Auwäldern wichtige Wanderungs- und Ausbreitungskorridore gewesen.
Wenn wir die Vernetzungsfunktion der kleinen Fließgewässer im Wald erhalten oder fördern wollen, dann heißt das in erster Linie: Fließgewässer und bachbegleitender Auwald sind als eine zusammengehörige Einheit zu betrachten. Sie bilden einen Biotopkomplex, der sich als durchgehendes Band in naturnaher Zusammensetzung und Struktur durch den angrenzenden Wald zieht.
Im Wald bieten sich hierzu ganz im Gegensatz zur freien Landschaft hervorragende Möglichkeiten:
1.Schutz und Entwicklung eines naturnahen Waldes Kein anderer Vegetationstyp besitzt eine so ausgleichende Wirkung auf den Wasserhaushalt wie ein naturnaher Wald (hohe Verdunstung, geringer Oberflächenabfluss).
2.Schutz und Entwicklung naturnaher Fließgewässer Förderung rauher Bettstrukturen, z.B. durch Duldung von Totholz, um den Abfluss zu bremsen und ein frühzeitiges Ausborden in die Fläche ‑ den bachbegleitenden Auwald ‑ zu fördern
3.Schutz und Entwicklung naturnaher bachbegleitender Auwälder Sie sollen möglichst häufig beim Abfluss auch kleinerer Hochwasser mitwirken und den Abfluss verzögern.
Ein kleiner Waldbach mit seinem schmalen Auwaldsaum, der nach den genannten Kriterien optimiert wurde, wird noch keinen großen Effekt bringen. Aber viele kleine Waldbäche mit Tausenden von Kilometern Lauflänge und ihren zugehörigen Auwäldern werden ins Gewicht fallen.
Hier liegt ein erhebliches Potenzial brach, das sich durch geschickte Gewässer- und Auenentwicklung nutzen lässt. Dann wird Gewässerentwicklung im Wald auch zu einem effektiven Beitrag zur Hochwasservorsorge. In Zeiten eines sich ankündigenden Klimawandels erscheint dies dringender denn je.