Der Kleine Deister wurde im Jahr 2009 als Gebiet mit europaweiter Bedeutung ausgewiesen. Es handelt sich um ein 110 ha großen Waldbereich mit Kalkfelskomplexen, Schluchtwäldern und Höhlen, die zum Teil als Winterquartier für Fledermäuse dienen.
Quelle: Nds. Landesforsten

Der Kleine Deister ist ein 346 m ü.NHN hoher Höhenzug des Calenberger Berglands und bildet zusammen mit dem Nesselberg und dem Osterwald eine Gruppe von drei aneinandergrenzenden Gebirgszügen im Nordteil des Leineberglands. Er bildet den Nordostflügel einer großen Sattelstruktur. Die Erdschichten des Deisters zu beiden Seiten des Bergkamms aus der Jura- und der Kreidezeit treten dabei im Kleinen Deister spiegelverkehrt zutage. Die nach Südwesten abdachende Hälfte des Kleinen Deisters mit dem Nesselberg ist von ausstreichenden Sandsteinen , Schluffsteinen und Tonsteinen, zum Teil mit Einlagerungen von Steinkohle gekennzeichnet. Es sind die Oberkirchen-Schichten (Wealden) der Unterkreide. Die nach Nordosten abdachende Hälfte ist von ausstreichenden Mergelsteinen, Tonsteinen und Kalksteinen gekennzeichnet. Es sind die MünderMergel des Oberen Juras.
Ouelle: Wikipedia
Der Kleine und der Große Deister sind im Rahmen einer tektonischen Faltung entstanden. Die Erdkruste hat sich angehoben und an den Bruchkanten die Erdgeschichte freigelegt. Am Fuße der Bruchspalte entstand durch die folgenden Eiszeiten die Deisterpforte. Hier ist die Bruchkante des Kleinen Deisters zu sehen und gegenüber im Großen Deister verläuft sie vom Ebersberg zum Samkekopf.
Quelle: Nds. Landesforsten
Die in dem Fels befindlichen Höhlen dienen viele Arten von Fledermäusen als Winterquartier. Diese so genannten „Zwergenlöcher“ sind max. 30 Meter lang und verschlossen. Es sind noch 12 Löcher bekannt. Die Bärbelshöhle ist die Bekannteste und Größte. Zwergenlöcher sind in der Geologie durchaus bekannte Kleinformen, zu deren Entstehung es verschiedene Deutungen gibt.
Es gibt hierfür 2 Theorien:
1) In Gebieten, in denen Kalksteine durch Hebungs- und Gebirgsbildungsprozesse an die heutige Geländeoberfläche gelangten, kann es in den Kalksteinen zu Lösungsprozessen und Auslaugungserscheinungen kommen. Niederschläge versickern im Boden, durchwandern die oberen Boden- und Gesteinsschichten und erreichen die darunter befindlichen Kalksteine. In diese dringen sie über Bruchstellen etc. weiter ein, dabei kommt es zu Lösungsverwitterungen durch das Wasser und die darin enthaltenen Säuren und Spurenstoffe, die das Wasser auf seiner „Reise“ durch die darüber liegenden Bodenschichten aufgenommen hat. Hierbei werden Schwächezonen im Kalkstein nachgezeichnet, in manchen Fällen bilden sich durch die Auslaugungen und Lösungserscheinungen kleine Höhlen sowie zusammenhängende Höhlensysteme. Wenn diese Kleinformen, also kleine Höhlen oder Gangsysteme, an Abbruchkanten, steilen Geländekanten etc. freigelegt werden, werden sie im Volksmund gerne als „Zwergenlöcher“ bezeichnet. Sie gehören somit in die Gruppe der Karsterscheinungen, unter der alle Formen von Lösungsprozessen durch kohlensäurehaltiges Wasser in Kalk-, Dolomit- oder Gipsgesteinen zusammengefasst werden.
2) Zwergenlöcher können auch durch Quellungserscheinungen von Sulfatgesteinen (Gips, Anhydrit) im Untergrund entstehen. Anhydritgestein im Untergrund wandelt sich durch die Aufnahme von Wasser in Gips um. Dieser Prozess erfolgt unter einer erheblichen Volumenzunahme, die eine Aufwölbung der Gesteine zur Folge hat. Dabei können blasenartige Hohlräume entstehen, die dann später als kleine Höhlen oder Höhlensysteme sichtbar werden. Derartige Kleinformen sind z. B. aus dem Gebiet der Südharzer Gipslandschaft bekannt.
Quelle: Dr. Carsten Schwarz Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG)
„Schön wäre ein Foto von Euch und / oder Eurem GPS-Gerät vor den Höhlengebiet an den Deisterklippen (optional) keine Loggbedingung“.
Vorab sind folgende Fragen per Mail zu beantworten (Informationstafeln ist vor Ort), dann darf sofort geloggt werden. Sollte etwas falsch sein, melden wir uns:
1) wo durch entstand die Deisterpforte ?
2) welche der beiden Theorien trifft hier zu? Bitte erklärt es mit euren Worten.
3) für welche Theorie habt ihr euch entschieden? Vor Ort findet ihr Steine, die für eine bestimmte Theorie sprechen! Wenn ja, welche sind das und wo sind sie zu finden?
4) Sind die Entwicklungen der Höhlen abgeschlossen? Begründet eure Vermutung!
Der Saupark liegt in einem Naturschutzgebiet, bitte beachtet, dass die offiziellen Wege zu keiner Zeit verlassen werden müssen/sollten. Die Informationstafeln stehen direkt am Weg.