Zwischen Steinheid, Neuhaus und Goldisthal finden sich hauptsächlich Quarzite und Tonschiefer der Frauenbach-Gruppe (Unterer Frauenbach-Quarzit) und der Phycoden-Gruppe.
Beides sind Gesteinsbildungen des Ordoviziums.
Der hier zu findende Sandstein ist der Calvörde-Formation des Unteren Buntsandsteins zuzuordnen. Der Untere Buntsandstein gehört zum Erdzeitalter des TRIAS.

Damit liegt das Gestein direkt an der Basis der Trias und hat keinerlei Verbindung zum Unteren-Frauenbach-Quarzit / der Phycoden-Gruppe, dürfte demnach also auch garnicht hier vorhanden sein...
Das der Sandstein dennoch hier zu finden ist verdanken wir einer Ost-West verlaufenden Grabenstörung, durch die der Buntsandstein vom Quarzit abgetrennt wird (Graben von Scheibe-Alsbach).

Dieser Halbgraben, in dem sich dieser Sandstein befindet, hat diese Einheit vor der Erosion bewahrt.

Legende:
1: Zechstein und jüngere Einheiten
2: Rotliegend
3: Dinantium
4: Devon / Silur
5: Gräfenthal-Gruppe
6: Phycoden-Gruppe
7: Frauenbach-Gruppe
8: Goldisthal-Formation
9: Katzhütte-Gruppe (Kernzone-Komplex)
10: Katzhütte-Gruppe (Altenfeld- Schönfeld- Frohnberg-Formation
11: prävariszische Granitoide
12: variszische Granitoide
MS: Masserberger Scholle
SA: Graben von Scheibe-Alsbach (Zechstein / Buntsandstein) - Scheiber Störung
CS: Crocker Scholle
Das an dieser Stelle Buntsandstein zu finden ist, weist darauf hin, dass die Hebung des Thüringer Waldes erst nach dem Buntsandstein stattgefunden hat.
Vergleicht man das Höhenniveau des Buntsandsteins hier mit dem im Vorland des Thüringer Waldes, so erhält man einen Mindestversatz von ca. 1000 Meter.
Die Entstehung dieses Grabens fand vor 400 – 250 Millionen Jahren statt, in einem komplizierten Vorgang, den man als variszischen orogenen (= gebirgsbildenden) Zyklus oder variskische Orogenese bezeichnet.
Sehr vereinfacht gesagt wurden dabei (in ganz Mitteleuropa) die einzelnen Gesteinsschichten unter großem Druck übereinandergeschoben und dadurch aufgefaltet, genauso wie man einen Teppich zusammenschiebt.
Die Hauptursache für dieses Phänomen liegt in der Plattentektonik, genauer gesagt in den enormen Druckverhältnissen, die sich ergaben, als sich die beiden Kontinentalschollen Laurussia (auch Laurasia genannt) und Gondwana-Land zum Superkontinent Pangaea (oder auch Pangaia) zusammenschlossen.
Auf diese Weise entstand also das sogenannte variskische Grundgebirge – eine zunächst einheitliche, zusammenhängende Gebirgsmasse, die jedoch im weiteren Verlauf der Erdgeschichte (unter anderem bedingt durch den stetig wachsenden Druck der afrikanischen Kontinentalplatte auf die europäische und die daraus resultierende Auffaltung der Alpen) mehr und mehr Risse bekam und schließlich in viele kleinere Gebirgsschollen zerfiel.
Diese einzelnen „Puzzleteilchen“ sind unsere noch heute existenten, deutschen Mittelgebirge.
Ihr hohes Alter kann man übrigens gut an den abgerundeten Kuppen der einzelnen Berggipfel erkennen – während die Alpen als einziges deutsches Hochgebirge mit einem Alter von gut 50 Millionen Jahren noch sehr spitze Gipfel haben, wurden die einstmals spitzen Gipfel der heutigen Mittelgebirge im Lauf der Jahrmillionen schon wieder von Wasser und Wind abgetragen und glattgeschliffen.
Dieser Sandstein hier liegt also in einem Graben und wurde so vor Abtragung und Verwitterung geschützt. In anderen Bereichen ist dieser Sandstein daher schon längst nicht mehr vorhanden.
Aber dieser Sandstein weist noch weitere Besonderheiten auf.
Dazu ein paar allgemeine Informationen zu Sandstein:
Sandsteine sind Festgesteine mit gerundeten bis kantigen Körner deren Durchmesser zwischen 0,063 mm bis 2 mm betragen kann. Sandstein wird nicht nach dem Mineralbestand definiert jedoch kann Quarz als das Hauptmineral angesehen werden. Beträgt der Quarzanteil über 90% spricht man vom Quarzsandstein. Sind Komponenten von über 2mm Korndurchmesser im Gestein enthalten wird der Sandstein als konglomeratisch angesprochen. Schluffige bzw. tonige Sandsteine besitzen eine Korngröße von 0,063mm bzw. 0,002mm.
Und jetzt kommen wir zu den Fragen die ihr beantworten müsst um diesen EC loggen zu dürfen:
Zuerst überzeugt euch selbst von der geologischen Besonderheit des Vorhandessein dieses Sandsteins durch euren Besuch an Stage 1: Vergleich das Gestein dort mit dem Sandstein und beschreibt die Unterschiede.
Untersucht nun den Sandstein am FINAL genauer: Wie ist seine Zusammensetzung - findet ihr schluffiges / toniges Material oder ist es konglomeratisch ?
Welche Farben hat der Sandstein und wie ist seine Festigkeit ?
Könntet ihr euch vorstellen daraus ein Gebäude zu errichten ? Erklärt eure Entscheidung !
Nach Beantwortung der Fragen an uns über das MessageCenter oder an TeamChritho@go4more.de dürft ihr sofort loggen.
Sollte etwas nicht passen werden wir uns bei euch melden und gemeinsam versuchen das hinzubekommen ;-)
Logs ohne Beantwortung der Fragen werden nach einer Kulanzzeit gelöscht.
Wir wünschen euch viel Spaß beim Erkunden des Sandsteins im Graben von Scheibe-Alsbach !
Nach erfolgreicher Erforschung des Sandsteins dürft ihr euch (wenn ihr möchtet) gerne den Banner zum EC in euer Profil laden :

Zum Einbinden des Banners ins Profil einfach den folgenden Text kopieren und einfügen:
<a href="http://coord.info/GC6K3X3"><img src="https://img.geocaching.com/cache/large/cc02ac5d-b687-45a8-830c-0efe5c55747f.jpg"/></a>
„Wer einmal gelernt hat, die Spuren der Erdgeschichte zu lesen, wird nie wieder einen langweiligen Spaziergang erleben!“
Quellen:
uni-oldenburg
M.O. Willen, Exkursionsbericht Geologie Mitteldeutschlands
A.Wölke - Einführung in die Geologie Thüringens
Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe
Wikipedia