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Hämatit am Rennsteig EarthCache

Hidden : 6/24/2016
Difficulty:
3 out of 5
Terrain:
2 out of 5

Size: Size:   other (other)

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Geocache Description:


Allgemeines zum Aufschluss

Das Kieferle bei Steinheid ist der zweithöchste Berg (867m) im Thüringer Schiefergebirge.

Der Aufschluss ist ein alter Steinbruch direkt an der Strasse zwischen Neuhaus a.R. und Steinheid.

Zu sehen ist eine horizontal geschichtete Wechsellagerung aus Quarzit und Tonschiefer, die im unteren Ordovizium (Tremadoc) gebildet wurde.

Dies ist der sog. Obere Frauenbach-Quarzit.

Die Quarzitbänke variieren in der Mächtigkeit zwischen 0,5 - 2 Meter.

Der Quarzit ist hell- bis mittelgrau und besteht hauptsächlich aus Quarz.

Dieser ehemalige mittelkörnige Sandstein wurde durch Diagenese und Tektonik stark kompaktiert.

Er weist keinen Porenraum mehr auf.

Der Quarzit ist hell- bis mittelgrau und besteht hauptsächlich aus Quarz.

Im oberen Teil der Bänke ist teilweise Laminierung erkennbar.

Im obersten Teil des Profils wurden Brachiopodenfunde gemacht.

Das Gestein ist durch Hämatit sehr intensiv rotgefärbt.

 

Dieser EC möchte euch daher besonders auf den hier zu findenden Hämatit aufmerksam machen.

 

 

 

Allgemeines zum Hämatit

 

Mythologie und Geschichte:
Der Name stammt, wie bei fast allen Steinen, aus dem griechischen. 

Synonyme für einen Hämatit wären: Blutstein, Eisenglanz, Specularit, Iserin, Roteisenstein, Roteisenerz oder Rötel. 

Der Name Blutstein ist auf das Mittelalter zurückzuführen, in dem der Stein zum Stillen von Blutungen benutz wurde. 

Dabei waren das aber nur Nachahmer, denn schon im alten Ägypten, wusste man von den Heilenden Kräften zur Blutbildung und Blutstillung, des Hämatiten. 

Löst man den Schleifstaub eines Hämatits in Wasser auf, soll es die gleiche Farbe wie dunkel rotes Blut annehmen. 

Den Namen Hämatit, trägt das Mineral übrigens seit 315 v. Chr. Den zu dieser Zeit bezeichnete der griechische Philosoph und Naturwissenschaftler Theophrast ihn in seinen berühmten Lapidarien (Büchern zur Steinkunde) so. 

 

Bildung

Gebildet werden kann der Hämatit auf drei verschiedene weisen: Primär, Sekundär und Tertiär. 

 
Primäre Bildung: 
Als primäres Mineral entsteht Hämatit in Erstarrungsgesteinen.

Bei der Primären Bildung entsteht der Hämatit aus einer hydrothermalen Lösung. Dabei entsteht durch kleine Kristalle, der sogenannte Rote Glaskopf. 

 
Sekundäre Bildung: 

Die Sekundäre Bildung findet in Eisenerzlagerstätten statt. Dort bildet sich in den Oxidationsschichten eine rote Verwitterungskruste. 

Auch wenn eisenreiche Erze hydrothermal überprägt wurden geht hieraus Hämatit hervor
In Sedimentgesteinen erscheint Hämatit als Einschluss in der Gesteinsmatrix oder als Bindemittel zwischen den gesteinsaufbauenden Mineralen. 


Tertiäre Bildung: 
Von einer tertiären Bildung spricht man, wenn der Hämatit durch Wasserverlust von Limonit-Sedimenten entsteht. 

Auf den Mineralienmarkt findet man vor allem Hämatiten, die durch eine Primäre Bildung entstanden sind. Viel seltener anzutreffen, ist dagegen Hämatiten der Tertiären Bildung.


Fundorte: 
Zu Hause ist der Hämatit weltweit. In Deutschland unter anderem im Lahn-Dill-Gebiet, das die größten Eisenkonzentrationen der Erde besitzt, in der Eifel, dem Harz (bei Elbingerode, Büchenberg und am Großen Knollen) und im Thüringer Wald.

 

Verwendung

als Rohstoff

Hämatit enthält im reinen Zustand 70 Prozent Eisen und ist das wichtigste Eisenerz.

Daneben findet Hämatit Anwendung als Poliermittel; die kristalline Form des Hämatit wurde zudem wegen ihrer hohen Reflektivität lange Zeit als Spiegel genutzt.

Beim Korrosionsschutz wird Hämatit in Form von feinen, flachen, kristallinen Plättchen in einer Lack-Matrix als Deckanstrich von feuerverzinkten Stahlteilen eingesetzt. 

Der Korrosionsschutz kann so bis zu 25 Jahre und mehr bei freier Bewitterung betragen. Einsatz u.a. bei Laternen, Brücken und Strommasten.

 

als Pigment

Hämatit ist ein wichtiges und zudem ungiftiges Pigment. 

Schon in der Altsteinzeit wurde es für Höhlenmalereien und zur Körperbemalung eingesetzt; heute verwenden es unter anderem die Himba in Namibia für die Körperpflege.

Für den Einsatz im künstlerischen Bereich wird Hämatit oft gepresst. 

Die gepressten Stangen werden unbehandelt oder als Stiftminen verwendet. 

Rötelstifte sind weich, färben gut und werden von Künstlern für Zeichnungen und zum Skizzieren genutzt. 

Wichtige Künstlerfarben sind etwa Roter Bolus, eine stark tonhaltige Sorte, die vor allem als Grundiermaterial bei Vergoldungen verwendet wird, Ocker, Pompejanischrot, Englischrot, Venetianischrot, Terra di Pozzuoli und das violettstichige Caput mortuum.

Das Pigment eignet sich zudem zur Bemalung von Keramiken und zum Färben der Knüpffäden für Teppiche.

In der Fotografie wird Rötel zur Retusche von großformatigen Negativen und Positiven verwendet, da es lichtundurchlässig auftrocknet und wieder abwaschbar ist.

 

als Schmuckstein

Hämatit ist ein beliebter Schmuckstein, das nach der Politur durch seinen starken, metallischen Glanz auffällt.

 

Und jetzt kommen wir zu den Fragen die ihr beantworten müsst um diesen EC loggen zu dürfen:


Ihr wisst nun auf welche drei Arten Hämatit entstehen kann.

Schaut euch das hier zu findene Gestein genau an und findet heraus auf welche Art hier Hämatit entsteht - begründet eure Entscheidung.

 

Findet heraus wie gut oder schlecht sich das hier vorkommende Hämatit als Pigment eignen würde:

Dazu nehmt ein Gesteinsfundstück aus dem Geröllschutt.

Falls es bei eurem Besuch gerade trocken sein sollte müßt ihr es befeuchten (das könnt ihr aber auch später zuhause ausprobieren) :

Was passiert wenn ihr mit der Hand über das feuchte Gesteinsstück reibt ?

 

Welchen Schluß zieht ihr hieraus für die Eignung als Pigment ?

 

 

Nach Beantwortung der Fragen an uns über das MessageCenter oder an TeamChritho@go4more.de dürft ihr sofort loggen.

Sollte etwas nicht passen werden wir uns bei euch melden und gemeinsam versuchen das hinzubekommen ;-)

Logs ohne Beantwortung der Fragen werden nach einer Kulanzzeit gelöscht.

 

Wir wünschen euch viel Spaß bei der Suche nach dem Hämatit !

 

Wer außerdem auch nach Gold gesucht hat (GC6M0VC), darf sich (wenn er möchte) gerne auch folgendes Banner in sein Profil laden :


 Zum Einbinden des Banners ins Profil eingfach den folgenden Text kopieren und einfügen:

<a href="http://coord.info/GC6M0VC"><img src="https://img.geocaching.com/cache/large/190c0835-e42a-4d52-ab7a-8eb1cd4edd27.jpg"/></a>

 

 

„Wer einmal gelernt hat, die Spuren der Erdgeschichte zu lesen, wird nie wieder einen langweiligen Spaziergang erleben!“

 

 

Quellen:

www.chemie.de

www.steine-und-minerale

http://www.mineralienwissen.de/

http://www2.ufg.uni-freiburg.de/

A.Wölke - Einführung in die Geologie Thüringens

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