MIUCHMÄUCHTERLI
Als kleine Einführung, ich bin Schweizerin und möchte Euch mit dieser kleinen Serie einige Begriffe aus meinem Mutterland vorstellen, sowie die Caches in einer Gemeinde deponieren, in der ich viele Jahre gelebt habe
MIUCHMÄUCHTERLI. Ein schwieriges Wort und auch nicht überall in der Schweiz bekannt, da es überwiegend in bäuerlichen Gebieten benutzt wurde. Es bezeichnet ein Milchbehältnis, früher aus Holz, später auch aus Metall, wie eine Milchkanne, kann aber auch nur ein Milchschöpfgerät heissen.
Das Miuchmäuchterli hab ich in Längenmoos deponiert, weil dieser kleine Ortsteil auch noch sehr bäuerlich wirkt. Hier kam das Miuchmäuchterli sicher öfters zum Einsatz.
Längenmoos wurde 1085 als Lenginmoos, das bedeutet soviel wie langgestrecktes Moos, erstmals urkundlich erwähnt. Der Ort gehörte früher offensichtlich zum Besitz des Klosters Bernried. Weitere Grundbesitzer waren später unter anderen die Klöster Fürstenfeld, Ettal, die Hofmarksherren von Hofhegnenberg, Kammerberg und Weyhern sowie die Pfarrkirche Günzlhofen. Aus einer Urkunde des Jahres 1677 erfahren wir den Marktwert der Anwesen in Längenmoos: Baron Puck verlieh das Leibrecht auf ein Anwesen gegen eine Stift von jährlich drei Gulden, drei Schilling und sieben Pfennig Stiftgeld, eine Fastnachhenne, fünf Vierling Flachs oder drei Pfund Werch. (Quelle VG Mammendorf)