Die Bedeutung abgestorbener Bäume, liegender, verrottender Stämme und alten Baumstümpfen für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten ist immens. Dies wurde verschiedene forstlichen Akteuren in den vergangenen Jahrzehnten immer mehr bewusst und der Erhalt von Totholz wurde daher in viele Rahmenpläne und / oder Statuten aufgenommen.
Auf der Strecke Wirl – Gartow bewegt Ihr Euch auf den Flächen der Gräflich Bernstorff’sche Betriebe. Hier kennzeichnet „die naturnahe Bewirtschaftung unserer Wälder - gelegentlich in Kombination mit dem Vertragsnaturschutz - seit Jahrzehnten unsere Forstwirtschaft. In unseren Forsten finden sich keine Kahlschläge mehr, wohl aber vertikal und horizontal gestaffelte Wälder (…) Durch die Abkehr von der Massen- und die Hinwendung zur Wertholzproduktion ist es unseren Förstern möglich, Einzelbaum-Wirtschaft zu betreiben. (...) Das Belassen von mehr als ausreichend stehendem und liegendem Totholz für z.B. gefährdete Säuger-, Insekten- und Vogelarten ist für uns selbstverständlich" (http://www.bernstorff.de/forst-waldwirtschaft/vertragsnaturschutz).
Auch andernorts gelangte schon vor Jahren das Totholz in den Fokus bzw. wurde dessen Erhalt festgeschrieben. Das so genannte LÖWE-Programm der Niedersächsischen Landesforsten (Langfristige ökologische Waldentwicklung) schreibt im 7. Grundsatz (Erhaltung alter Bäume, Schutz seltener und bedrohter Pflanzen- und Tierarten) dazu: „Im Durchschnitt bleiben im Landeswald (inkl. Nationalpark) rund 12 Kubikmeter je ha bzw. insgesamt fast 4 Mio. Kubikmeter Totholz als Lebensraum für die Holz-Zersetzer im Wald stehen und liegen.“
Die Wirkungsweise und Bedeutung von Totholz im Wald, verbunden mit vielen Hinweisen auf z.B. Insektenarten, finden Interessierte unter https://de.wikipedia.org/wiki/Totholz#Lebensraum_Totholz
Ebenso als Lektüre empfohlen: „Biotopbäume und Totholz“, Merkblatt der der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft: http://www.lwf.bayern.de/mam/cms04/service/dateien/mb-17-totholz.pdf
Im Bereich Wirl – Gartow hat Totholz für viele Fledermaus- und Vogelarten (Hohltaube, Sperlings- und Rauhfußkauz usw.) eine herausragende Bedeutung. Unweit dieser Strecke finden sich auch Vorkommen so seltener Käferarten wie dem Eremit (Einstufung: Stark gefährdet) bzw. dem Großen Eichenbock (Einstufung: Vom Aussterben bedroht).
Hinweise:
Die Wegstrecke ist z. T. steinig (Waldwegebau) bzw. recht sandig. RadfahrerInnen werden u. U. nicht umhinkommen, ein Stück das Rad zu schieben, wollen sie die Reifen schonen – oder längere Trockenheiten haben auf der Wegstrecke nahe Gartow den Sand sehr weich werden lassen.
Stichwort Tierwelt: Ich bitte sehr darum, den Cache tagsüber zu besuchen. An- und Abfahrten in der Dämmerung oder gar Nachts sind in diesem Lebensraum kontraproduktiv. Vielen Dank für Euer Verständnis – und nun viel Freude beim Suchen eines Petlings ...