Schleifschalenstein
Links neben dem Steg, hinter der Doppelbirke befindet sich am Boden der Schleifschalenstein
Der Findling besteht vermutlich aus Gneis und ist ca. 1,40 m lang und 1,10 m breit. Die grösste Mulde ist ca. 10 cm tief.
Seit Menschengedenken hat der sogenannte "Schleifstoa" seinen Platz neben dem Fluss. Als im Jahre 1972 die Kanalisation durchgeführt wurde, wollte man ihn entfernen. Der damalige Bürgermeister Alois Christl bestimmte, dass dieser außergewöhnliche Stein wieder an seinen angestammten Platz gelegt werden sollte.
Der Altbürgermeister erzählte dazu: "Unsere Bauern schliffen ihre Naturwetzsteine am Schleifstein, um mit ihnen die Sensen wieder wetzen zu können. Nachdem das Gras für einen Tag gemäht war, wobei man gar oft die Sense wetzen musste, ging man am Abend zum Schleifstoa, um den Wetzstein für den nächsten Tag herzurichten. Als die Kunstwetzsteine aufkamen, wurde das Stoaschleifa überflüssig."
Danach benutzten die Dorfbuben die Vertiefungen als Weiher für die kleinen Fische, die sie mit den Händen aus dem Chamb holten. Auch nahmen die Kinder gerne Ziegelsteine, zerrieben sie am "Schleifstoa" und füllten seine Löcher mit Wasser. Die entstandene rote Brühe nannten sie "Drachenblut".
Quelle: Buch "Kirche und Gemeinde ... zwei gute Partner - Arnschwang - 1200 Jahre" S. 500
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