Auf einem der ältesten Höfe in Riesenbeck ist die Brumleymühle zu finden. Die Lage am Südhang des Teutoburger Waldes in Riesenbeck-Birgte mit ihrem Gefälle bot günstige Voraussetzungen für den Betrieb einer Mühle. Bis 1958 wurde auf dem Brumleyhof noch Korn gemahlen. Wann die Mühle am Hang des Teutoburger Waldes errichtet wurde, ist nicht bekannt. Doch schon um 1200 wird der Hof im Osnabrücker Urkundenbereich unter dem Namen „Brumlage“ erwähnt. Außerdem erscheint er im alten Riesenbecker Familienverzeichnis von 1498. Damals war Wessel to Brummelage der Eigentümer der Hofstelle. Im Zeitalter der Leibeigenschaft war der Brumleyhof verpflichtet, an den Bischof von Münster Abgaben zu entrichten. Mitte des 19. Jahrhunderts gehörte der Hof dem Gutsbesitzer zu Gravenhorst, einem Crespel, der gebürtig aus Ibbenbüren stammte. Er beantragte 1845, die Mühle vom Teutohang auf den Hof zu verlegen. Aber zehn Jahre vergingen, bis das Vorhaben 1855 in die Tat umgesetzt werden konnte. Der Eigentümer stattete die neue Mühle mit einer Turbine aus. Zum Antrieb des Mahlwerks verlegte er zwei Leitungen vom alten Mühlenteich zur neuen Mühle. Später übernahm ein Dieselmotor diese Arbeit. Er ist heute in der Mühle am Kloster Gravenhorst ausgestellt.
Zu dem Hof gehört das alte Backhaus im Fachwerkstil von 1773. Bis 1925 wurde hier deftiges, westfälisches Pumpernickel-Brot gebacken. Bauern und Kötter aus dem weiten Umkreis brachten ihr Korn zur Brumleymühle und ließen dort einen Teil davon sofort zu Brot verbacken.