Geschichte der Leberts-Au
1751 wird das Auhaus zum ersten Mal erwähnt … einer der Anwohner heißt Christian Lebert. Die Rheinklause - heute Anglerklause wurde von Wilhelm von Erlanger 1893 erbaut. Ludwig der Fromme, ein Sohn von Karl dem Großen verstarb hier auf der großen Au und zwar am 20. Juli 840.“
(Anmerkung: sehr unwahrscheinlich und historisch nicht belegt.) “1435 hieß die Au nach ihrem Besitzer Greifenklauer Au. Um 1700, als ein Michael Kremer Auknecht war, stritten sich Frei-Weinheim und Nieder-Ingelheim um die Zugehörigkeit dieses Gebietes, das damals noch eine Rheininsel war. Das änderte sich erst Mitte der 50er Jahre, als der Altrheinarm zugeschlämmt wurde. 1795 heiratete die Witwe des Auknechts Michael Ruhl den aus Angelthürn stammenden Michael Lebert, der seinerseits bis 1809 die Au verwaltete. Am 30.8.1809 konnte er das Auhaus und die Äcker auf der Sand-Au, wie sie jetzt hieß, aufgrund der Enteig-nungen während der Franzosenzeit kaufen. Als Michael Lebert 1812 starb, erweiterte sein Sohn Johannes nach und nach den Besitz und mauserte sich zum Gutsbesitzer. 1878/79 entstand ein zweites Haus, gebaut von den Söhnen Johannes II und Georg. 1899 eröffnete Georg Lebert die Leberts- Wirtschaft, die sein Sohn Georg-Emil bis 1945 weiterführte. In dieser Zeit entstand der Name „Leberts-Au.“ (Quelle: http://www.regionalgeschichte.net/bibliothek/texte/aufsaetze/letzner-rheinauen.html).
Geschichte der Rhein-Klause
„Seid willkommen edle Gäste jedem ächten deutschen Sinn
denn das Herrlichste das Beste bringt allein dem Geist Gewinn!”
Diesen Spruch ließ der Erbauer der Rheinklause, Baron Freiherr Wilhelm von Erlanger, über dem Eingang seiner, im romanischen Stil erbauten Klause, anbringen. Dr. Wilhelm Freiherr von Erlanger wurde am 27. März 1834 als Sohn eines Bankiers in Frankfurt am Main geboren, mit dem er im Jahre 1871 in den erblichen Adelsstand erhoben wurde. Nach dem Studium der Rechte erwarb er am 11. August 1859 das ehemalige Jesuitengut im Belzer, mit allen den dazugehörigen Ländereien. Dieses bescheidene Anwesen hat er in einen prächtigen Adelssitz und den Grundbesitz bedeutend vermehrt. Seine Frau Karoline, die er im Alter von 17 Jahren heiratete, soll gesagt haben : „Wilhelm, wir kaufen bis zum Rhein“, und der Baron kaufte. Er konnte mit seiner Kutsche, auf eigenem Gelände, bis zur Klause fahren! Als großer Jagd- und Naturfreund hat er in der Fasanerie (dem heutigen Sportplatz und den Angelseen im Blumengarten ) im Polen und am Rabenkopf größere Parzellen aufgeforstet und an den schönsten Stellen der Gemarkung Nieder- Ingelheims Freisitze mit steinernen Bänken und Tischen geschaffen. So entstanden die Karolinenhöhe am Rabenkopf und, vor nunmehr 110 Jahren, die Rheinklause. Als Vorbild diente ihm die Tellskapelle am Vierwaldstätter See in der Schweiz. Die Entwürfe und die Malereien selbst wurden von Frankfurter Künstlern ausgeführt. Leider sind, mit Ausnahme des Bildes von Carolus Magnus, keine Wandgemälde mehr erhalten. Dr. Ernst Emmerling schrieb in seiner Erinnerung an einen prächtigen Herrensitz: „Fast täglich fuhren die Erlangers zur Klause. Und wenn dann die schmucken Rheindampfer vorüber fuhren, wurde das Glöckchen geläutet und viele Taschentücher wurden geschwenkt.“ Man muss sich ja erinnern, dass die Klause damals zum Rhein freistand und der Blick über das Wasser nicht von Bäumen verdeckt war. Das Ehepaar Erlanger hatte zwei Söhne. Der älteste Sohn Franz Emil Alexander diente bei der Garde Ulanen, verwettete ein Vermögen und wurde von der Erbfolge ausgeschlossen. Jäh endete die Schaffenskraft der Eltern, als ihr jüngster Sohn Carlo, der sich schon in jungen Jahren als Afrika- Forscher einen Namen gemacht hatte, im Alter von 32 Jahren einem Autounfall in Salzburg zum Opfer fiel. Baron Wilhelm von Erlanger starb am 17. April 1909 im Alter von 75 Jahren. Seine Frau, Freifrau Karoline von Erlanger, starb am 31. Juli 1918. Die Testamentserbin des Ingelheimer Besitzes war die Tochter des Bruders von Wilhelm von Erlanger. Sie heiratete den Prinzen Alexander von Solms- Braunfels. Aus dieser Ehe stammten die ledig gestorbenen Töchter Mathilde und Friederike. Der herrliche Besitz zerfiel und wurde verkauft. Nach dem Krieg (1914- 1918) diente die Rheinklause als Erntescheuer. Durch die Fäulnis und Luftfeuchtigkeit zerfielen die prächtigen Gemälde an den Wänden und der Decke. Unsummen von Kosten würden entstehen, diese wieder zu restaurieren. Der Bund der Angler (Landesverband Rheinland- Pfalz; Bezirksverband Rheinhessen) kaufte von den Prinzessinnen Solms die Rheinklause für 6000 Reichsmark, mit dem umliegenden Park und der Pappelallee. Im zweiten Weltkrieg diente die Rheinklause ausgebombten Mainzer Angelfreunden als Unterkunft. Der Ingelheimer Angelsportverein Rheinlust e.V. verwaltet nun diesen schönen Besitz seit 1971 und hat ihn zu einem beliebten Treffpunkt für Angelsportfreunde und Rheinwanderer werden lassen. Alle Angaben ohne Gewähr, da sie mangels genauer Unterlagen auf mündliche Berichte gründen! (Quelle: http://www.angler-klause.de/Seiten/Rheinklause-Historie.html)
Beim Behälter handelt es sich um eine Filmdose - bitte einen Stift mitbringen.