Rheinhausen (Breisgau)
Rheinhausen ist eine Gemeinde im Landkreis Emmendingen in Baden-Württemberg.
Rheinhausen grenzt im Westen an Frankreich, im Norden an Rust und weiter im Uhrzeigersinn nach Süden an Ringsheim, Herbolzheim, Kenzingen und Weisweil.
Auf dem fruchtbaren Lößboden zwischen den Ortsteilen Ober- und Niederhausen im Gewann Rebbürgerfeld waren bereits vor rund 7000 Jahren Menschen sesshaft, die von Ackerbau und Fischfang lebten. Die Rebbürgerfeldleute zählen zu den ersten Bauern, die in Mitteleuropa archäologisch nachzuweisen sind. Weitere archäologische Befunde weisen auch für die Folgezeit die regelmäßige Besiedelung der Gegend nach.
Die Gründung der Siedlungen, auf die die Ortschaften Nieder- und Oberhausen zurückgehen, fiel auf das 6. bis 7. Jahrhundert als der Breisgau von den Alemannen besiedelt wurde. Erstmals urkundlich erwähnt wurde Niederhausen im Jahr 861.
Seit 1343 waren die Gemeinden vorderösterreichische Lehen und blieben es bei ständig wechselnden Ortsherrschaften bis zum Reichsdeputationshauptschluss. Im Jahr 1805 wurden Ober- und Niederhausen badisch.
Bis zu Rheinregulierung und Kanalisierung der Elz im 19. Jahrhundert wurden die Orte regelmäßig von teils verheerenden Hochwassern bedroht. Die Wasserbaumaßnahmen verbesserten diese Situation erheblich, führten jedoch zum Rückgang von Fischerei und Rheinschifffahrt, die schließlich praktisch zum Erliegen kamen.
Rathaus im Ortsteil Oberhausen
Die Gemeinden wurden im Dezember 1906 das erste Mal mit elektrischen Strom versorgt, Oberhausen am 17. und Niederhausen am 18. Dezember. Der Strom wurde von einem kleinen Laufwasserkraftwerk an der Elz geliefert. Dieses Kraftwerk wurde davor als Antrieb der Maschinen einer Nähseide-Fabrik verwendet.
Die Gemeinde Rheinhausen wurde am 1. Mai 1972 durch Vereinigung der beiden Gemeinden Niederhausen und Oberhausen gebildet