Die Lieblingsbeschäftigung vieler Adeliger war die Jagd. Vergnügungen wie Fernsehen und Geocachen gab es ja noch nicht ;-).
Die Jagd bildete Anlass sich zu messen und sich darzustellen. Befreundete Ritter wurden eingeladen, man feierte rauschende Feste. Damit möglichst viel Wild zur Verfügung stand wurde Untertanen das Jagen verboten oder auf bestimmte Gebiete begrenzt. Jagen wurde im Mittelalter von der Nahrungsbeschaffung für Viele zunehmend zum Sport für Wenige. Wilderer wurden drakonisch bestraft.
Erlegt wurde so ziemlich alles , was sich im Wald bewegte: Rot- und Schwarzwild, Hasen, Füchse sogar Bären und Wölfe.
Interessant ist, dass mit der Unterscheidung von hohem und niederen Adel sich parallel auch eine Einteilung der Jagd in hohe und niedere Jagd ausbildete. Hase, Reh und Fasan durften als Niederwild vom niederen Adel erlegt werden, während das Hochwild (Hirsch und Wildschwein) dem Hochadel vorbehalten blieb.
Ein Streit um das Jagdgebiet Faulbronnen war einer der Auslöser für eine heftige Fehde, die die Freiherren mit den Grafen von Werdenberg austrugen. Zunächst konnten jedoch ABCD einvernehmlich die Jagdgrenzen festgelegt werden.
Hochwild kann ich natürlich nicht bieten aber immerhin einen stattlichen Hasen der auf seine Jäger wartet.
N 48° 12. (B+A)(B+D)A E 008° 3B.(C-A)(B-A-D)B
Bitte wieder gut tarnen, damit nicht von der Muggelkonkurrenz gewildert wird.
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